Zwei Jahre vermisst

Ex-Bürgermeister liegt Jahre tot unter Mülltüten

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Cuxhaven - 2012 verschwindet Klaus Fossgreen spurlos, die Polizei steht vor einem Rätsel. Erst zwei Jahre später wird er tot in seiner Wohnung gefunden - unter Müllsäcken begraben. Hatte die Witwe etwas mit dem Tod zu tun?

Ist es ein Krimalfall oder nur eine unfassbar traurige Geschichte? Über zwei Jahre galt der ehemalige Bürgermeister von Cuxhaven als vermisst. In dieser Zeit lag Klaus Fossgreen wohl tot in seiner Wohnung in Ovelgönne (rund 70 Kilometer von Cuxhaven entfernt). Nachdem seine Kinder jahrelang vergeblich versucht hatten, mittels Briefen mit ihrem Vater Kontakt aufzunehmen, hatten sie nun den Vater bei der Polizei als vermisst gemeldet. Wie die Bild berichtet, haben Polizeibeamte letzten Donnerstag dann die Wohnung geöffnet und fanden den vermissten 78-Jährigen in seinem Bett vor, zugedeckt mit luftdichten Mülltüten.

Die Leiche des ehemaligen Cuxhavener Bürgermeisters wurde inzwischen obduziert und ergab keinerlei Hinweise auf ein Tötungsdelikt, so Carolin Castagna, Sprecherin der Staatsanwaltschaft Oldenburg gegenüber dem NDR. Genauere Angaben zur Todesursache wurden bisher nicht gemacht.

Die Beamten haben derzeit einen schlimmen Verdacht: Wurde der Tod des 78-Jährigen nicht gemeldet, weil seine 65-jährige Witwe weiterhin die Beamtenpension von rund 2000 Euro kassieren wollte? Staatsanwalt Martin Rüppel zur Bild: "Es besteht der Anfangsverdacht des Betruges." Haftbefehl gegen die Witwe wurde nicht beantragt, da laut ersten Ermittlungen kein Tötungsdelikt vorliegt.

mh

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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