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Schnelleres Testverfahren

Corona-Schnelltests für zu Hause: So funktionieren sie

Ein Corona-Schnelltest liefert schon nach kurzer Zeit Ergebnisse. Bald sollen Bürger sich auch zu Hause selbst testen können.

Um sich auf das Coronavirus testen zu lassen, muss man einen sogenannten PCR-Test* über sich ergehen lassen. Doch bis das Ergebnis vorliegt, dauert es in der Regel einige Tage. Bis dahin kann es gut sein, dass man sich in der Zwischenzeit woanders angesteckt hat – ein großer Nachteil, den man mit Schnelltests umgehen kann. Allerdings sind letztere in Deutschland noch nicht wirklich im Einsatz. Das soll sich aber schon bald ändern: Wie die Deutsche Presse-Agentur (dpa) berichtet, plane das Bundesgesundheitsministerium, dass die Schnelltests auch in Apotheken erhältlich sein sollen. Wahrscheinlich wird es im März soweit sein.

Corona-Schnelltests für zu Hause: Diese Tests kommen in Frage

Normalerweise werden auch Schnelltests nur von ausgebildetem Personal durchgeführt, da diese einen Abstrich mit einem langen Stäbchen tief im Rachen oder der Nase verlangen. Da dies nicht nur unangenehm, sondern für Privatpersonen schwer selbst zu praktizieren ist, sind für Selbsttests etwas andere Produkte im Gespräch. So sind Gurgel- und Speicheltests zum Beispiel wesentlich einfacher durchzuführen. Alternativ könnten auch Tests in Frage kommen, bei denen Abstriche in der Nase weiter vorn entnommen werden.

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Corona-Schnelltests für zu Hause: Wie zuverlässig sind die Ergebnisse?

Corona-Schnelltests sollen schon bald auch zu Hause durchführbar sein.

Die Berliner Charité hatte im vergangenen Herbst zusammen mit der Uniklinik Heidelberg untersucht, wie sich rund 150 Corona-Verdachtspatienten beim Umgang mit einem noch nicht auf dem Markt erhältlichen Selbsttest samt Anleitung geschlagen haben. Der Tupfer musste im vorderen Nasenbereich in zwei bis drei Zentimetern Tiefe für 15 Sekunden in kreisenden Bewegungen an den Innenwänden der Nase entlanggeführt werden. Beobachtet wurden laut Charité-Professor Frank Mockenhaupt nur minimale Unterschiede zwischen Selbsttest und Test mit tiefem Nasenabstrich durch einen Profi. Beim Selbsttest wurden laut der Studie 33 von 40 Infizierten erkannt, beim Einsatz von Fachpersonal waren es 34.

Auch interessant: Abstrich aus Nase oder Rachen? Wann welcher Corona-Test wann und wo zum Einsatz kommt.

Eigentests – zum Beispiel auch Blutzuckertests für Diabetiker – müssen in Deutschland ein spezielles Prüfverfahren etwa mit Hilfe des Tüv oder der Dekra durchlaufen. Das soll garantieren, dass sie wirklich für jeden Laien leicht anwendbar sind. Das reicht von der Verständlichkeit der Verpackungsbeilage bis hin zu den Materialien. Außerdem muss „die Ergebnisqualität unter diesen Anwendungsbedingungen sichergestellt“ sein, wie es vom Bundesgesundheitsministerium weiter heißt – die Testergebnisse müssen also aussagekräftig sein.

Experten weisen auch bei den herkömmlichen Schnelltests darauf hin, dass sie immer nur eine Momentaufnahme sein können und vor allem bei Menschen mit hoher Viruslast gut anschlagen. Ein negativer Test muss nicht heißen, dass man das Virus nicht schon in sich trägt. Mit Blick auf die künftigen Selbsttests heißt es von der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände, auf jeden positiven Test zu Hause solle ein sofortiger Anruf beim Hausarzt oder Gesundheitsamt erfolgen. „Nur ein PCR-Test vom Labor kann das Ergebnis des Schnelltests sicher bestätigen und damit das Infektionsgeschehen präzise abbilden.“

Lesen Sie auch: Corona-Mutationen: Was „Fluchtmutanten“ so gefährlich macht.

Wann kommen die Corona-Selbsttests auf den Markt?

Nachdem klar ist, dass das Ministerium den Weg für die Selbsttests frei machen will, können die Unternehmen nun mit Hochdruck an der Zulassung solcher Tests arbeiten, sagte der Geschäftsführer des Verbandes der Diagnostica-Industrie, Martin Walger. Bis es mit den Tests soweit sei, werde es aber „ein paar Wochendauern. Seinen Angaben zufolge ist es denkbar, dass neben Gurgeltests auch die jetzigen Schnelltests mit den langen Stäbchen eine Zulassung für den Privatgebrauch bekommen. (ök/dpa) *merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Redaktionsnetzwerks.

Lesen Sie auch: Impfschäden Jahre nach der Corona-Impfung? Das sagen Experten.

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Der lebensrettende Pieks: Diese Risikogruppen sollten sich gegen Grippe impfen lassen

Die Ständige Impfkommission des Robert Koch-Instituts (RKI) in Berlin gibt Empfehlungen ab, welche Menschen sich impfen lassen sollten. Gehören Sie auch zur Risikogruppe? (Stand: Juli 2013) © dpa
Das Immunsystem älterer Menschen reagiert zwar weniger stark auf die Impfung, dennoch empfehlen die Experten das Serum. Im Falle einer Erkrankung fallen die Symptome schwächer aus. Da für Menschen über 60 Jahre ein erhöhtes Risiko für schwere oder gar tödliche Komplikationen besteht, ist die Impfung dringend angebracht. © dpa
Wie bei älteren Menschen besteht auch bei Schwangeren ein erhöhtes Risiko für schwere Krankheitsverläufe. Daher raten die Gesundheitsexperten auch werdenden Müttern ab dem zweiten Schwangerschaftsdrittel zur Impfung. Schwangere, die bereits an einer Grunderkrankung leiden, können sich nach Absprache mit dem Arzt auch schon früher pieksen lassen. © dpa
Erwachsene und Kinder, die an einer chronischen Erkrankung wie beispielsweise Asthma leiden, gehören ebenfalls zu den Risikogruppen. © fkn, Mundipharma
Auch Menschen mit chronischen Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Herzinsuffizienz oder Bluthochdruck wird die Grippe-Impfung nahe gelegt. © dpa
Kinder dürfen frühestens ab einem Alter von sechs Monaten gegen die Grippe geimpft werden. © dpa
Wer an chronischen Stoffwechsel-Erkrankungen wie Zucker (Diabetes Mellitus), an chronischen Nierenerkrankungen, Blutarmut (Anämie), an angeborenen oder erworbenen Immunstörungen wie Abwehrschwäche nach Organtransplantationen, bei Chemotherapien oder HIV-Infektionen leidet, sollte sich die Grippe-Impfung nicht entgehen lassen. © dpa
Ebenso Menschen mit chronisch neurologischen Krankheiten wie beispielsweise Multipler Sklerose gehören zu den Risikogruppen. © dpa
Mitarbeiter in Krankenhäusern, Pflegeheimen oder Arztpraxen oder Angestellte in Einrichtungen mit erhöhtem Publikumsverkehr laufen Gefahr, durch ihre Arbeit sich selbst oder andere anzustecken - die Grippe-Impfung ist daher eigentlich Pflicht. © dpa
Die Bewohner von Pflege- und Altenheimen sind ebenfalls besonders gefährdet. © dpa
Urlauber ab 60 Jahren oder chronisch Kranke, die verreisen wollen, sollten sich spätestens zwei Wochen vor der Abreise pieksen lassen. © dpa
Menschen, die häufig mit Geflügel, auch mit Wildvögeln in Berührung kommen, zählen auch als Risikogruppe. © dpa
NICHT impfen lassen dürfen sich Menschen, die allergisch reagieren auf Hühnereiweiß. Der Impfstoff wird in Hühnereiern gezüchtet. Wer aktuell unter Fieber leidet, sollte mit der Imfpung warten, bis die Erkrankung abgeklungen ist.
Die meisten Krankenkassen in Deutschland übernehmen freiwillig die Kosten für die saisonale Grippeimpfung. Über-60-Jährige und chronisch Kranke müssen in der Regel nichts bezahlen. © dpa

Rubriklistenbild: © Oliver Mueller/Imago

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