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Symptomfrei durch Hyposensibilisierung

Schluss mit Juckreiz und Atemnot: Allergie-Impfung verspricht Abhilfe – ist aber nicht für jeden geeignet

Ein Allergietest (Prick-Test) auf dem Unterarm eines zehnjährigen Mädchens zeigt, gegen welche Substanzen ihr Körper reagiert. Um allergische Beschwerden zu lindern, kommt eine Hyposensibilisierung infrage. (Archivbild)
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Ein Allergietest (Prick-Test) auf dem Unterarm eines zehnjährigen Mädchens zeigt, gegen welche Substanzen ihr Körper reagiert. Um allergische Beschwerden zu lindern, kommt eine Hyposensibilisierung infrage. (Archivbild)

Mit einer Hyposensibilisierung stellen Sie lästige Allergien ruhig: Mehr über Therapie-Arten, Wirkung und Voraussetzungen erfahren Sie hier.

  • Allergien auf bestimmte Stoffe aus der Umwelt können chronische Erkrankungen wie Asthma begünstigen*.
  • Hyposensibilisierung wappnet das Immunsystem mit nötigen „Instrumenten“, um Beschwerden langfristig zu lindern.
  • Wie die spezifische Immuntherapie wirkt, abläuft – und wann sie für Betroffene infrage kommt.

Augen tränen, die Nase läuft, die Haut juckt: Wer an einer allergischen Reaktion leider, reagiert überempfindlich auf bestimmte Substanzen. Ob Pollen, Insektengift oder Nahrungsmittel – kommt Ihr Körper mit dem sogenannten Allergen in Kontakt, bildet das Immunsystem von Betroffenen Allergie-Antikörper. Beim erneuten Kontakt reagiert Ihr Körper mit typischen Symptomen. Eine Hyposensibilisierung verspricht Abhilfe – sogar längerfristig. Die WHO hat diese Methode bereits im Jahr 1997 für die wirksamste Behandlungsmethode in der Allergologie erklärt.

Hyposensibilisierung: So wirkt die Allergie-Impfung auf Ihr Immunsystem

Die Hyposensibilisierung, auch Desensibilisierung oder spezifische Immuntherapie (SIT) genannt, soll das Immunsystem des Patienten an das jeweilige Allergen schrittweise gewöhnen. Zunächst wird dem Körper eine geringe Menge des entsprechenden Allergenextrakts – also des allergieauslösenden Eiweißes – zugeführt. Die Überempfindlichkeit auf das Allergen lässt so nach.

Die Behandlung zielt darauf ab, bestimmte Komponenten des Immunsystems, wie spezifische Antikörper, Botenstoffe und Immunzellen, zu aktivieren. Diese schwächen die Reaktion des Immunsystems auf den Reiz und blockieren die allergischen Prozesse im Gewebe. Die Allergenmenge wird im Verlauf der Hyposensibilisierung bis zur höchsten Dosis (der sogenannten Erhaltungsdosis) permanent gesteigert. So kann Ihr Körper eine Toleranz gegen das betreffende Allergen entwickeln.

Die meisten Patienten leben nach der Desensibilisierung langfristig beschwerdefrei. Sie beugen chronischen Erkrankungen wie Asthma vor und verhindern besonders schwere allergische Reaktionen wie einen anaphylaktischen Schock.

Weiterlesen: Allergischer Schock: Im Frühling steigt das Risiko – diese Symptome kündigen eine Anaphylaxie an

Gibt es bei einer Hyposensibilisierung Nebenwirkungen?

Die meisten Nebenwirkungen wie Rötung, Ausschlag oder Juckreiz an der Einstichstelle (oder bei der sublingualen Therapie am Mund) klingen schnell ab und müssen nicht behandelt werden. Da es in seltenen Fällen zu einer allergischen Allgemeinreaktion oder zum allergischen Schock kommen kann, wird empfohlen, 30 Minuten lang beim Arzt im Wartezimmer zu bleiben. So können mögliche Nebenwirkungen sofort besprochen und behandelt werden.

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Umfrage zum Thema Allergie

So läuft Hyposensibilisierung ab

Wenn Sie ganzjährig unter Beschwerden leiden, können Sie eine Hyposensibilisierung jederzeit beginnen und fortsetzen. Bei Pollenallergie sind Spätsommer oder Herbst der perfekte Zeitpunkt, um mit der SIT zu starten – also einige Monate vor der Pollensaison.

Es gibt zwei Arten der Hypersensibilisierung:

  • Die klassische Form ist die subkutane Immuntherapie (kurz SCIT): Das allergieauslösende Extrakt wird unter die Haut gespritzt. Sinnvoll ist sie insbesondere bei Pollen-, Hausstaubmilben- und Insektengiftallergien mit starken Symptomen.
  • Eine relativ neue Form der Hyposensibilisierung ist die sublinguale Immuntherapie (kurz SLIT): Das Allergen wird als Tropfen oder Tabletten unter die Zunge platziert. Diese noch recht wenig erforschte Desensibilisierungs-Methode hat sich bereits bei der Gräser- und Baumpollenallergie bewährt. Zudem kann sie bei Patienten eingesetzt werden, bei welchen die Therapie mit Spritze nicht möglich ist.

Die klassische Hyposensibilisierung findet in der Arztpraxis statt. Sie dauert in der Regel bis zu drei Jahre (bei Insektengift-Allergie bis zu fünf Jahre!) und besteht aus zwei Phasen:

  1. Steigerungsphase, auch Anfangsbehandlung genannt: Hier wird der Allergenextrakt, meistens wöchentlich in immer steigender Dosis, oberhalb des Ellenbogens unter die Haut gespritzt. Die zeitlichen Abstände zwischen den Injektionen können zwischen drei Tagen und zwei Wochen variieren – je nach der Art der Lösung und der individuellen Verträglichkeit.
  2. Erhaltungstherapie beginnt, wenn der Patient die Therapie nebenwirkungsfrei verträgt und die höchste Dosis erreicht wurde. Ab dieser Zeit spritzt der Arzt monatlich die Maximalmenge der Lösung. Die Gewöhnung Ihres Immunsystems an das jeweilige Allergen stabilisiert sich.

Bei der sublingualen Hyposensibilisierung erfolgt die Ersteinnahme in der Arztpraxis. Wenn Sie sie gut vertragen, führen Sie sich das Präparat in der Regel zu Hause selbst zu – und das täglich im Laufe von ebenfalls drei Jahren.

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Wann die Hyposensibilisierung sinnvoll ist – und wann Sie darauf verzichten sollten

Die Voraussetzung für die Hyposensibilisierung ist, dass die Allergie bei Ihnen als solche eindeutig diagnostiziert wurde. Sie wird in erster Linie bei Soforttyp-Allergien (Typ-I-Allergie) – wenn Beschwerden direkt nach dem Allergenkontakt auftreten – angewendet.

Als Faustregel gilt: Die spezifische Immuntherapie wird empfohlen, wenn

  • Sie die typischen Symptome bereits seit mehr als zwei Jahren haben,
  • diese moderat bis schwer sind,
  • Sie den Kontakt mit allergieauslösenden Stoffen nicht dauerhaft vermeiden können und
  • der Nutzen der Therapie höher als die Risiken ist.

Laut Apotheken Umschau sollten Sie auf eine Hyposensibilisierung eher verzichten, wenn folgende Gegenanzeigen vorliegen:

  • unkontrolliertes Asthma
  • schwere Herz-Kreislauf-Erkrankungen
  • Therapie mit Betablockern
  • schwere Autoimmunerkrankungen
  • aktive Krebserkrankungen
  • Schwangerschaft

Inzwischen gibt es Leitlinien zur spezifischen Immuntherapie, die die verfügbaren Präparate und die vorhandenen Studien auflistet.

Text: Olga Krockauer

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*Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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