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Regelmäßig zum Arzt gehen

Krebsrisiko reduzieren: Dank einfacher Darmuntersuchung Hinweise früh erkennen

Darmkrebs könnte in vielen Fällen eher erkannt werden, würden Betroffene regelmäßig Ihren Darm untersuchen lassen. Eine neue Vorsorge-Technik ist vielversprechend.

Beim Gedanken an eine sogenannte Darmspiegelung fühlen sich viele Deutsche zunächst einmal abgeschreckt, da die Vorsorge mit Schmerzen oder gar Ekel verbunden ist. Dabei verläuft eine Darmuntersuchung oder Koloskopie heutzutage im Grunde ohne Schmerzen, da die heutigen Verfahren besonders schonend und mit Betäubung ablaufen. Was die Untersuchung des Darms nämlich so wichtig macht: nur mithilfe dieses Verfahrens können mögliche Hinweise auf Krebszellen erkannt werden. Die regelmäßige Vorsorge durch Darmspiegelung kann helfen, Krebs frühzeitig zu erkennen und so Leben zu retten.

Darmkrebs vorbeugen: Vorsoge ist wichtig, um Warnsignale zu erkennen

Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen mit Darmspiegelung kann Darmkrebs vorbeugen. (Symbolbild)

Ungesunder Lebensstil und unausgewogene Ernährung mit viel fettreichen Nahrungsmitteln können die Darmgesundheit auf lange Sicht schwächen. Über die Ernährung kann die Entstehung von Erkrankungen wie Darmkrebs begünstigt werden. Daher können durch gesunde Ernährung bzw. Umstellung der Ernährung Krankheiten vorgebeugt werden. Darüber hinaus ist die regelmäßige Vorsorge per Darmspiegelung alle fünf bis zehn Jahre ratsam – insbesondere, wenn es in der Familie eine genetische Disposition für Darmkrebs gibt. Je früher Darmkrebs erkannt wird, desto besser sind die Heilungschancen.

Das tükische an Darmkrebs ist, dass Betroffene die kanzerogene Erkrankung lange nicht spüren – erst dann, wenn der Krebs häufig schon weit fortgeschritten ist. Es gibt Anzeichen, die verraten, wie groß Ihr Darmkrebsrisiko ist. Mögliche Symptome können dann sein:

Darmspiegelung als Vorsorge gegen Krebs: Ab wann wird sie von Krankenkassen empfohlen und erstattet?

Jedes Jahr erkranken in Deutschland etwa 27.000 Frauen und 38.000 Männer an Darmkrebs. Wird der Krebs rechtzeitig erkannt, besteht eine gute Chance, den Krebs zu behandeln. Bei entsprechender Vorsorge kann eine bösartige Erkrankung, die streut, sogar verhindert werden. Die einzige und beste Möglichkeit, mögliche Krebszellen oder -vorstufen zu erkennen, ist die Vorsorge mittels einer Darmspieglung. In der Regel übernehmen alle gesetzlichen und privaten Krankenkassen die Kosten für die sogenannte Koloskopie, der medizinischen Untersuchung zur Früherkennung von Darmkrebs. Damit möglichst viele Menschen zur Darmkrebs-Vorsorge gehen, werden seit dem 1. Juli 2019 Versicherte ab einem Alter von 50 Jahren von ihrer Krankenkasse per Post erinnert.

Joghurt, Haferflocken, Brokkoli, Blumenkohl: Welche Hausmittel gegen Verstopfung helfen

Schale mit Haferflocken
Tun Sie Ihrem Darm gerne schon zum Frühstück etwas Gutes und beugen Verstopfung vor: Ideal ist hier eine Portion Haferflocken, da die darin enthaltenen Ballaststoffe die Verdauung anregen. Mittlerweile allseits beliebt als Haferschleim, sogenanntes Porridge, nur mit Wasser oder gemischt mit Wasser und Milch (Verhältnis 2:1) zubereitet, da Milch in zu großen Mengen wiederum Blähungen und Verstopfung hervorrufen kann. Was vielen auch schmeckt, sind Haferflocken mit... (Symbolbild) © Anna Bogush/Imago
Naturjoghurt mit Beeren und etwas Müsli in einem Glas.
...Naturjoghurt! Dieser ist ideal, um den Stoffwechsel anzuregen und wirkt wahre Wunder, wenn es um Verstopfungen geht. Gleichzeitig hilft natürlicher Joghurt mit seinen probiotischen Milchsäurebakterien, die Darmflora aufzubauen. Gerne auch mit frischen Blaubeeren kombinieren, diese helfen zusätzlich gegen Verstopfung und wirken leicht abführend. (Symbolbild) © Petra Schneider-Schmelzer/Imago
Ein Glas Apfelsaft ist gut für die Verdauung und hilft gegen Verstopfung.
Für eine gute Verdauung ist es immer wichtig, viel zu trinken, ca. zwei Liter pro Tag, allem voran Wasser. Um Verdauungsproblemen und Verstopfung vorzubeugen, kann ein leckerer Apfeldirektsaft den Darm ankurbeln – warum nicht gleich am Morgen mit einem Glas in den Tag starten! Im besten Fall erst nach vier bis fünf Schlucken warmem Wasser, das nach dem Aufstehen und auf leeren Magen getrunken wird, so wird der Stoffwechsel angekurbelt. (Symbolbild) © Andreas Berheide/Imago
Schüssel mit Löffel Leinsamen
Was nicht nur zusätzlich zum morgendlichen Haferflocken-Porridge schmeckt, sondern auch wunderbar gegen Verstopfung hilft, sind Leinsamen. Ca. zwei Esslöffel in den Haferschleim hinzugegeben, unterstützt es den Darm und die Verdauung und hält sogar noch lange satt! (Symbolbild) © LMykola/Imago
Brokkoli-Erbsen-Salat in einer Schüssel
Zeit für Mittagessen! Wie wäre es mal mit einem gedünsteten Brokkoli-Erbsen-Salat? Beides ist reich an Ballaststoffen und bringt die Verdauung auf Trab. Zudem ist grünes Gemüse reich an Antioxidantien, wodurch sogenannter oxidativer Stress im Körper reduziert wird. Guten Appetit mit viel Entspannung inklusive! (Symbolbild) © CSP_fanfo/Imago
Kirschen in der Schale
Als erfrischender Nachtisch zu Mittag kommen dann noch Kirschen auf den Tisch. Sie schmecken nicht nur lecker, sondern beugen auch Verstopfung vor, indem sie mit ihrem hohen Ballaststoffanteil die Verdauung anregen. Gleichzeitig haben Kirschen einen höheren Kaliumgehalt und wirken somit leicht entwässernd. Gerade an heißen Tagen eine echte Erleichterung, da es somit Beinschwellungen entgegenwirkt. (Symbolbild) © Martin Wagner/Imago
Eine Schale mit Pflaumen
Kleiner Zwischensnack gefällig? Dann dürfen es ruhig frische oder getrocknete Pflaumen sowie Pflaumensaft sein. Dieses Steinobst ist bekannt für seine abführende Wirkung. Frische Pflaumen wirken gleichzeitig noch harntreibend. (Symbolbild) © CHENG ZHI PENG/Imago
Flohsamen in der Schüssel
Ein Teelöffel Flohsamen zum Saft hinzugegeben oder mit Wasser vermischt, wird der Stoffwechsel zusätzlich in Schwung gebracht. Verstopfungen lösen sich, dem Darm geht es besser. (Symbolbild) © Birgit Reitz-Hofmann/Imago
Sauerkraut im Top
Für den Hunger zwischendurch bietet sich eine kleine Portion Sauerkraut, pur mit Kümmel oder in Form von Saft an. Es gibt Energie und hilft auch gegen Verstopfung und Verdauungsbeschwerden. (Symbolbild) © Dar1930/Imago
Blumenkohlsuppe
Zum Abendessen gibt es nun eine köstliche und leichte Blumenkohlsuppe, in Gemüsebrühe. Mit Stoffwechsel-anregender Paprika verfeinert, haben Verdauungsprobleme und Verstopfung keine Chance. (Symbolbild) © GoooDween123/Imago

Darmspiegelung als Vorsorge gegen Krebs: Was genau wird bei der Untersuchung gemacht?

Bei einer Darmspiegelung führt in der Regel ein Gastroenterologe ein Endoskop (Koloskop) mit einem dünnen Schlauch über den Anus des Patienten ein, um den gesamten Dickdarm inklusive des Rektums (Enddarm) von innen untersuchen zu können. Während der Untersuchung werden – wenn nötig – Gewebeproben, sogenannte Biopsien, zur Abklärung entnommen oder beispielsweise Polypen – Geschwulste, die sich aus Schleimhäuten bilden und bösartig werden können – abgetragen. Dank neuer Verfahren können heutzutage bereits 95 Prozent der Läsionen während der Darmspiegelung erkannt und entfernt werden. Auch die sogenannte Kapselkoloskopie ermöglicht ein Screening bis ins obere bzw. untere Darmende.

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Darmkrebs vorsorgen: dank moderner Technik in der Darmspieglung bessere Früherkennung

Prof. Dr. med. Jürgen Pohl, Chefarzt der Gastroenterologie und interventionellen Endoskopie der Asklepios Klinik Altona, erklärt im Interview gegenüber FOCUS Online, welche Chancen künstliche Intelligenz im Bereich der Koloskopie bietet. „KI spielt in der Medizin eine immer größere Rolle. Die Programme basieren auf ‚Erfahrungsschatz‘ und der Auswertung von riesigen Datensätzen. Die Computer wurden also mit einer Fülle von Informationen über krankhafte Befunde gefüttert und erkennen auf dieser Basis riskante Veränderungen selbstständig. Der Arzt kontrolliert das parallel“, erläutert Dr. Pohl.

Was neuartige Darmspiegelung neben dem Erkennen von auffälligen Zellen zusätzlich auszeichnet, ist das Abtragen von innen. „Dieses relativ neue, endoskopische Verfahren heißt Endoskopische Submukosa-Dissektion (ESD). Krebserkrankungen in Dickdarm, aber auch Magen und Speiseröhre lassen sich damit entfernen und ersetzen die Operation.“

Darmkrebs Früherkennung: Künstliche Intelligenz für bessere Diagnostik

Die künstliche Intelligenz bedeutet einen Meilenstein in der Diagnostik von Darmkrebs. Dank der KI können bis zu 20 Prozent mehr Polypen im Darm von Betroffenen erkannt werden, die man sonst womöglich übersehen hätte. Was den Erfolg des noch frühzeitigeren Erkennens ausmacht: die Erfahrung des behandelnden Gastroenterologen, gepaart mit einem auf großem Datensatz basierenden KI-System.

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren Redakteurinnen und Redakteuren leider nicht beantwortet werden.

Rubriklistenbild: © Jochen Tack/Imago

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