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«test»: Auch günstige Kaffeekapseln schneiden gut ab

Im Test schnitten alle Kaffeekapseln "gut" oder "befriedigend" ab. Unabhängig davon ist die Umweltbelastung durch die Verpackungen Hauptkritikpunkt. Foto: Andrea Warnecke
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Im Test schnitten alle Kaffeekapseln «gut» oder «befriedigend» ab. Unabhängig davon ist die Umweltbelastung durch die Verpackungen Hauptkritikpunkt. Foto: Andrea Warnecke

Praktisch oder Umweltsünde? Fast drei Milliarden Kaffeekapseln wurden 2014 verkauft. Laut Stiftung Warentest schneiden fast alle Marken gut ab. Doch vor allem Verbraucher- und Umweltschützer haben zahlreiche Kritikpunkte.

Berlin (dpa/tmn) - Die einen finden sie einfach praktisch, die anderen schimpfen über die hippen Aluminiumpäckchen: An Kaffeekapseln scheiden sich die Geister. Die Stiftung Warentest untersuchte nun 14 Kapselmarken.

Zwar schnitt eines der teuersten Produkte am besten ab. Aber auch die günstigeren Kapseln, die teils in die gleiche Maschine passen, erreichten eine gute Bewertung. Große Ausreißer gab es nicht: Sieben Produkte bekamen die Note «gut», sieben ein «Befriedigend». Die Tester prüften den Geschmack des Kaffees, ob es Probleme bei der Zubereitung gab, Schadstoffe, die Verpackung und die Deklaration - also ob drin ist, was drauf steht («test»-Ausgabe November 2015).

Aber warum sind die Kapseln eigentlich so beliebt? «Es ist bequem in der Zubereitung, man hat immer gleich die richtige Dosis, und sie haben ein stylishes Image», sagt Silke Schwartau, Ernährungsexpertin bei der Verbraucherzentrale Hamburg. Einer der Hauptkritikpunkte an den Kapseln ist der Müll, der dabei entsteht - immerhin ist jede Dosis für eine Tasse Kaffee einzeln verpackt.

Drei Milliarden Kapseln wurden laut Stiftung Warentest im Jahr 2014 verkauft - das entspreche 5000 Tonnen Material. Normalerweise sind die Kapseln aus Aluminium oder Kunststoff. «Außerdem ist der Stromverbrauch in der Produktion sehr hoch», sagt Schwartau. Die meisten Produkte können recycelt werden und gehören laut der Expertin in den Gelben Sack - trotz der Kaffeereste im Inneren.

Das Argument, dass jemand der allein lebt und nur wenig Kaffee trinkt, mit Kapseln besser beraten sei, weil er das Pulver dosierter einsetzt, funktioniert für die Expertin nicht unbedingt: «Man kann ja auch normales Kaffeepulver in kleinen Packungen kaufen, gut dosieren und lange lagern.»

Ein weiterer Kritikpunkt der Verbrauchzentrale an den Kapseln ist der Preis: «Auf ein Kilogramm gerechnet, ist der Preis bei den Kapseln sehr hoch», sagt Schwartau. «Das unterschätzt man total.» So kosteten die getesteten Kapseln pro Stück laut «test» im Mittel zwischen 17 und 38 Cent. Ernährungsexpertin Schwartau findet auch die Preistransparenz schwierig. «Der Preis variiert, da wird viel mit der Menge der Kapseln getrickst.»

Die Stiftung Warentest untersuchte auch Kaffeekapselmaschinen - auch dabei schnitt zwar eines der teuren Modelle (106 Euro) am besten ab. Aber schon für 68 Euro kann man eine gute Maschine kaufen.

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