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"Carmen" kommt nach Maxlrain

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Auf der Bühne des Theaters Erfurt: Eine Szene der Oper "Carmen" von Georges Bizet.

Bad Aibling - Das Konzept der Opernbühne Bad Aibling für den Sommer 2013 steht fest. Georges Bizets "Carmen" kommt auf die Bühne.

In mehreren Beratungen sind Intendant James Barnes, Margret Kahnt-Barnes und der musikalische Leiter Richard van Schoor zu dem Schluss gekommen, eine konzertante Aufführung von Georges Bizets "Carmen" auf die Bühne zu bringen. Ein ungewöhnliches Projekt für einen Verein, der sich seit Jahrzehnten darauf festgelegt hat, unbekannte Opern oder Opernwerke unbekannter Komponisten aufzuführen.

James Barnes und Margret Kahnt-Barnes beim Blick auf den Terminplan.

Verschiedene Gründe haben zu dieser - einmaligen - Änderung des Konzeptes geführt. Zum einen besteht der Verein "Die Opernbühne Bad Aibling" mittlerweile seit 25 Jahren. Er wurde 1987 gegründet und möchte zu seinem vollendeten Vierteljahrhundert einmal neue Wege gehen. Außerdem kann Richard van Schoor - seit Jahren Dirigent und musikalischer Leiter des Opernteams - im Sommer 2013 nicht ganz so viel Zeit auf die Proben verwenden wie in den vergangenen Sommern. Er ist ab sofort für längere Zeit mit zwei Auftragswerken beschäftigt, da er sich auch als Komponist einen Namen gemacht hat. Für seine Werke erhielt er im Frühling dieses Jahres den Förderpreis für Komposition der "Stiftung Deutsche Pfandbriefbank".

Die Chorproben werden bis zu dem Zeitpunkt, zu dem van Schoor einsteigt, von anderen Mitgliedern des Opernteams übernommen. Geplant ist also eine "konzertante" Aufführung einer der beliebtesten Opern überhaupt. Georges Bizet (1838 bis 1875) stellte die Oper "Carmen" im Jahr 1874 fertig. 1875 kam das Werk in Paris zur Uraufführung, die jedoch nicht besonders erfolgreich verlief. Den nachfolgenden Siegeszug seines Werkes hat Bizet nicht mehr erlebt. Heute gehört "Carmen" zu einer der beliebtesten und meistgespielten Opern. Die konzertante Aufführung wird nur ein Bühnenbild als Hintergrund haben. Die Sänger agieren nicht, sie tragen keine Kostüme, sondern einheitliche Kleidung. Die gesamte Aufführung ist auf die Musik konzentriert. Das stellt hohe Anforderungen an die Mitwirkenden, besonders an die Solisten.

Van Schoor plant, Kontakt zu einer Gruppe von Solisten aufzunehmen, die bereits mit "Carmen" auf der Bühne gestanden hat und entsprechende Erfahrung mitbringt. Für die Rolle des Escamillo möchte man Oddur Jnsson ansprechen, den isländischen Bariton, der den Opernbesuchern noch als Orest aus der "Iphigenie" von 2011 in guter Erinnerung ist.

Margret Kahnt-Barnes kümmert sich bereits um die Orchesterbesetzung. Es wird mit "normalem" Orchesterumfang gearbeitet - mit 35 Musikern und einer Harfe. Die Proben für den Chor beginnen Ende Februar.

Die Aufführungstermine stehen bereits fest. Es wird eine geschlossene und vier öffentliche Aufführungen geben. Die öffentlichen Aufführungen finden statt: am Samstag, 13. Juli, um 19.30 Uhr, Sonntag 14. Juli, um 18 Uhr sowie am Freitag, 19., und Samstag, 20. Juli, jeweils um 19.30 Uhr in der Reithalle des Schlosses Maxlrain.

Die Zuhörer können sich auf die bekannten, temperamentvollen Melodien um die verführerische Zigeunerin Carmen freuen. Und damit der Hörgenuss ganz nahe am Original ist, wird in französischer Sprache gesungen. Denn, darüber waren sich Barnes, seine Frau und van Schoor einig: "Jede Übersetzung ist eine Abschwächung." Weitere Einzelheiten zu den kommenden Aufführungen werden in der Mitgliederversammlung des Vereins am Sonntag, 27. Januar, erörtert. In der Versammlung steht die alle drei Jahre stattfindende Vorstandswahl auf dem Programm.

re/Mangfall-Bote