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Walter Lang, D.D. Lowka und Reinhard Greiner (von links).

Rosenheim - Alle anderen Bandmitglieder von Quadro Nuevo pflegten und pflegen bereits ihre parallelen Musikprojekte wie "Andima", "Faro" oder das "Trio Blasirello". Jetzt endlich legte auch Kontrabassist D.D. Lowka nach.

Der Bassist präsentierte im Rosenheimer Jazzlokal "Le Pirate" sein erstes eigenes Solomenü unter dem Titel "Trio Nacht". Freilich nicht ganz solo, sondern vielmehr mit namhaften Mitmusikern. Sowohl Reinhard Greiner an Trompete und Flügelhorn als auch Pianist Walter Lang sind wahrhaft keine Unbekannten in der Speisekarte der Jazzgourmets.

So war Herbie Hancocks "Butterfly" ein geschmackvoller Aperitiv, in dem die Besetzung schon ihre famosen Möglichkeiten andeutete. Raffinierte Verbindungslinien zwischen Piano und Bass, stilvoll das Thema einkreisend und darüber dezent gesetzte Klänge von Greiners Trompete. Lowka überzeugte bereits im Auftakt nicht nur mit den Saiten seines Instruments, sondern setzte auch Akzente mit dem Bass als Perkussionskörper, gezielt mit den Handflächen bearbeitet. Beinahe feierlich-sakralen Charakter barg nach dem Schmetterling die "Little Sunflower" von Freddie Hubbard. Gekonnt baute das Duo Lang/Lowka Spannung auf, die Lang mit seiner typisch minimalistischen, aber eindringlichen Pianotechnik toll steigerte. Riesenapplaus des vollen Clubs belohnte die stilvolle Präsentation des Titels. Ein spielerisches "Love for sale" und das von Quadro-Nuevo-Konzerten bekannte "Giovani Tranquilo" verführten spielerisch und zart zur von D.D. Lowka launig angekündigten "kollektiven Trance".

Dass die drei Meisterköche auch schärfere Gerichte zaubern können, zeigten sie in "Nostalghia" von Fats Navarro. Ein schöner Groove entwickelte sich, der in einem sanften Abgang endete. Brasilianisch-exotische Früchte gab es mit dem Vitamincocktail "Vera Cruz", der gut zur dichten tropischen Atmosphäre im "Pirate" passte. Die Zuhörer genossen ein ganz besonderes Jazzprogramm voller fein kredenzter Schmankerl, die sicher zu einigen Sternen berechtigen.

Oberbayerisches Volksblatt/re

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