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Gala-Tenöre: „Das Singen, ach, es quält mich"

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Die Gala-Tenöre: Volker Bengl, Wolfgang Schwaninger und Marko Kathol (von links)

Amerang - Mit humoristischen Anekdoten und einer saftigen Brise Selbstironie moderierte Schauspieler Günter Schulzke den umjubelten Auftritt der Gala-Tenöre im malerischen Arkadenhof auf Schloss Amerang .

Die drei Herren zeichneten sich dadurch aus, dass sie musikalisch perfekt harmonierten, gleichzeitig aber immer wieder in einen neckisch inszenierten Wettstreit eintraten wie: Wer ist wohl der Beste im Bunde und darf die nächste Passage von "La donna e mobile" aus Giuseppe Verdis Oper "Rigoletto" singen?

Und wer war nun wirklich der Beste im Sängerbunde von Volker Bengl, Marko Kathol und Wolfgang Schwaninger? Auch wenn Letzterer die in allen Registern am sichersten geführte und wohl auch wandelbarste Stimme hat, bringt doch jeder der drei renommierten Tenöre für sich Eigenschaften mit, die sich im Trio wunderbar ergänzen und gleichsam zu einer farbenfrohen Klangsäule verschmelzen. So wurden Gioachino Rossinis rasche Arie "La danza" oder Giuseppe Verdis "Trinklied" zu einem volltönenden Klangerlebnis, von dem sich die sehnsuchtsvolle "Barcarole" aus Offenbachs Oper "Hoffmanns Erzählungen" durch die Weichheit und Intensität der Interpretation unterschied.

Nicht nur bei den gemeinschaftlichen Auftritten der drei Sänger, sondern auch "im Einzel" erwies sich Pianist Andreas Lübke als sensibler Begleiter mit ausgereiftem Gespür für das, was zwischen den Notenlinien steht. So nahm er nach seinem inniglichen Einspiel zu Schuberts "Ave Maria" Volker Bengls zumeist geschmeidig vibrierende Pianissimo-Töne perfekt auf und reicherte sie mit seinen Klavierklängen an.

Wolfgang Schwaningers Bravourstück war "Nessun Dorma" aus der Oper "Turandot". Der Tenor ging voll in dem romantischen Klanggebilde auf, bestach durch Präzision und Imaginationskraft, ja er verfügte schlichtweg über eine gewinnende Ausstrahlung und Bühnenpräsenz.

Marko Kathol begeisterte seinerseits vor allem bei der humoristischen Arie des Frantz ("Hoffmanns Erzählungen"), den "das Singen, ach, so quält, da er einfach ganz katastrophal singt." Kathol bewies hierbei Mut zum falschen Ton, den man sich nur leisten kann, wenn man auch wirklich des Singens mächtig ist und über eine fundierte Sangestechnik verfügt.

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