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Beginnt am Freitag in Rosenheim

Warum sind heuer Diakonie und Wendelstein Werkstätten nicht beim Christkindlmarkt dabei?

Symbolbild: Christkindlmarkt in Rosenheim 2018
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Symbolbild: Christkindlmarkt in Rosenheim 2018

„Warum sind heuer die Diakonie und die Wendelstein Werkstätten nicht beim Christkindlmarkt in Rosenheim vertreten?“, mit dieser Frage wendete sich ein Leser an unsere Redaktion. Wir haben uns erkundigt, warum die beiden karitativen Einrichtungen in diesem Jahr nicht mit Ständen vertreten sind.

Rosenheim - Am Freitag, 25. November, eröffnet der Rosenheimer Christkindlmarkt nach zwei Jahren pandemiebedingter Pause. Dort gibt es heuer wieder ein vielfältiges Angebot, von weihnachtlichen Spezialitäten bis hin zu einem vielfältigen Warenangebot. Allerdings sind, anders als noch 2019, in diesem Jahr die beiden wohltätigen Organisationen nicht mit Ständen vertreten. „Die Entscheidung dazu ging von ihnen aus“, betont Klaus Hertreiter, Geschäftsführer der Wirtschaftlicher Verband Veranstaltungs GmbH, welche den Markt ausrichtet. „Grund waren personelle Engpässe. Sonst gab es im übrigen keine Bewerbungen anderer karitativer Organisationen beziehungsweise dies auch schon in den vergangenen Jahren nicht.“

Diakonie und Wendelstein Werkstätten sind 2022 nicht beim Christkindlmarkt in Rosenheim dabei

„Wir wären wirklich gerne dabei, aber wir können das im Moment personell schlicht nicht stemmen“, berichtet Sebastian Kurz, Geschäftsbereichsleiter der Diakonie Rosenheim. Diese betreut, nach eigenen Angaben, 60 Angebote in der Stadt und 83 im Landkreis Rosenheim. Dazu gehören beispielsweise ambulant betreutes Wohnen, Bürger- und Bildungshäuser oder eine Vielzahl von Beratungsangeboten. „Corona ist ja leider noch immer nicht ausgestanden, was uns gerade im stationären Bereich zu schaffen macht beziehungsweise Leute bindet. Weiterhin konnten wir die Waren, die es dann sonst am Stand gab auch heuer kaum produzieren. Am Ende ist nun mal unsere erste Priorität die Menschen, um die wir uns unmittelbar kümmern. Wir hoffen aber, im kommenden Jahr wieder dabei sein zu können, wenn sich die Lage wieder normalisiert hat.“

„Einerseits freut es uns, dass wir vermisst werden. Andererseits sind auch wir traurig, dass wir es nicht schaffen, unseren Christkindlmarktstand einzurichten und vor allem auch zu besetzen“, berichtet Petra Rohierse, zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit bei den Caritas Wendelstein Werkstätten. Diese sind anerkannte Werk- und Förderstätten für Menschen mit Behinderung unter der Trägerschaft des Caritasverbands der Erzdiözese München und Freising. „Wir haben uns die Entscheidung nicht leicht gemacht. Aber kurz zusammengefasst, habe ich einfach nicht das Personal zusammenbekommen, um den Stand Montag bis Sonntag in zwei Schichten mit mindestens zwei Leuten über vier Wochen lang zu besetzen.“

Karitative Organisationen wollen im kommen Jahr möglichst wieder dabei sein

„Bisher haben Menschen aus unserem Standort ‚KOMPASS‘ mit psychischen Beeinträchtigungen die Standbesetzung unter der Woche geleistet. Nach so langer Pause haben das sich viele aber nicht mehr alleine zugetraut. Wir haben aktuell nicht das Personal um sie dabei 1:1 zu begleiten“, fährt Rohierse fort, „Am Wochenende hatte ich viele Ehrenamtliche als Verkaufshelferinnen und -helfer. Aber auch die sind jedes Jahr weniger geworden. Bei Ausfällen durch Krankheit hätte ich gar keine ‚Springer‘ gehabt. 
Außerdem haben wir am 7. Oktober einen neuen ‚WERKS_LADEN‘ am Standort ‚KOMPASS‘ im Aicherpark eröffnet. Auch da brauchen wir Verkäuferinnen und Verkäufer aus unseren Reihen, gerade auch an den Adventssamstagen.“

„Ziel des neuen Ladens ist es, unsere Beschäftigten wieder fit und sicher für das Verkaufen zu schulen, um unbedingt nächstes Jahr wieder den Stand auf dem Christkindlmarkt zu haben. Ein weiterer Grund ist natürlich auch, dass wir den ursprünglichen Werkstattladen während Corona dauerhaft geschlossen haben“, schließt Rohierse ihren Bericht, „Die beiden angestellten Verkäuferinnen sind in den letzten Jahren in Rente gegangen. Sie sorgten für den Nachschub der Ware und für die Abrechnung. Eine Neubesetzung der Stellen hätte sich finanziell nicht gerechnet. Der ‚WERKS_LADEN‘ im Aicherpark, der vorrangig mit Menschen mit Behinderung läuft, muss sich erst einspielen, um auch solche Aufgaben zusätzlich zu leisten.“

hs

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