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Es geht um die "Wurst"

Stiftung Warentest prüft vegetarische "Wurst": Ein Produkt ist sogar gefährlich

Vegetarische Wurst auf dem Prüfstand von Stiftung Warentest.
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Vegetarische Wurst auf dem Prüfstand von Stiftung Warentest.

Sie sehen aus wie Lyoner oder Salami, kommen aber ohne Fleisch aus. 20 vegane und vegetarische Aufschnitte hat Stiftung Warentest geprüft. Zwei waren mangelhaft.

Erst seit ein paar Jahren gibt es sie im Supermarktregal, aber mittlerweile wird die Auswahl bei den vegetarischen und veganen Aufschnitten, die an Wurst erinnern, immer größer. Oft ersetzen Ei, Tofu oder Seitan das Fleisch und das manchmal so gut, dass kaum ein optischer und geschmacklicher Unterschied zu erkennen ist.

Stiftung Warentest: Vegetarische und vegane Lyoner oder Salami

20 Veggie-Produkte verschiedener Hersteller hat die Stiftung Warentest unter die die Lupe genommen. Dabei unterschieden die Experten zwischen vegetarischen und veganen Varianten sowie Lyoner- und Salami-ähnlichen Produkten. In den Kategorien "Sensorisches Urteil", "Ernährungs­physiologische Qualität", "Schadstoffe", "Mikrobiologische Qualität", "Verpackung", "Deklaration" und "Gentech­nisch veränderte Anteile".

Weiterlesen: Butter bei Stiftung Warentest - So schneidet "Ihre" Butter ab.

Rügenwalder Mühle überzeugt Stiftung Warentest

Die Rügenwalder Mühle hatte bei den vegetarischen Produkten die Nase vorn. Der Wurstfabrikant hatte mit seinem vegetarischen Schinken-Spicker den Weg für viele weitere Hersteller und Produkte geebnet. Sowohl die Lyoner- als auch die Salami-Variante konnte die Tester überzeugen. Im letzterem Segment waren die Niedersachsen allerdings auch unter sich.

Gefährliche Listerien und verdorbene "Wurst"

Zwei Produkte vielen mit dem Testurteil "mangelhaft" durch. In der vegetarischen Mortadella von Wiesenhof wiesen die Tester gefährliche Listerien nach. Der bemängelte Artikel befindet sich allerdings nicht mehr im Handel, wie der Hersteller auf Anfrage der Tester bestätigt. In der veganen Salami von Veggy Friend fand Stiftung Warentest eine erhöhte Anzahl an Milchsäurebakterien und einen Verderb­niskeim.

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Stiftung Warentest über vegetarische Wurst: Ein Auszug aus den Testergebnissen

Vegetarischer Auf­schnitt (mortadella- oder lyoner­ähn­lich)

HerstellerProduktPreisQualitätsurteil
Rügenwalder MühleVegetarischer Schinken Spicker1,33 Eurogut (1,9)
Kaufland Take It VeggieVegetarischer Aufschnitt mit Paprika 1,39 Eurogut (2,2)
Aldi Nord Mein Veggie TagVegetarischer Aufschnitt Klassik0,87 Eurobefriedigend (2,8)

Veganer Auf­schnitt (mortadella- oder lyoner­ähn­lich)

HerstellerProduktPreisQualitätsurteil
AlnaturaVeggie Aufschnitt Paprika Bio 2,49 Eurogut (2,1)
Aldi Nord Gut BioBioZart geräucherter Veggie-Aufschnitt 1,79 Eurogut (2,4)
Wiesenhof VeggieVegetarische Mortadella1,19 Euromangelhaft (5,0)

Vegetarischer Auf­schnitt (salami­ähn­lich)

HerstellerProduktPreisQualitätsurteil
Rügenwalder MühleVegetarische Mühlen Salami klassisch 1,34 Eurogut (2,5)

Veganer Auf­schnitt (salami­ähn­lich)

HerstellerProduktPreisQualitätsurteil
Heirlerwie Salami vegan Bio2,39 Eurogut (2,5)
Alnatura\"Salami\" aus Seitan Bio 1,99 Eurobefriedigend (2,6)
Veggy FriendsVegane Salami auf Sojabasis2,09 Euromangelhaft (5,0)

Die vollständigen und ausführlichen Testergebnisse finden Sie hier.

Darf vegetarische Wurst wie das Original heißen?

Der Europäische Gerichtshof hatte schon 2017 geurteilt, dass traditionelle Namen wie "Butter", "Milch", Joghurt etc. den Originalen vorbehalten sein sollen, damit Verbraucher sie nicht verwechseln können.

Auch dem Deutschen Fleischer-Verband ist es lange ein Dorn im Auge, dass die vegetarische Schnitzel-Alternative sich Schnitzel nennen darf oder der vegane Bierschinken-Ersatz Bierschinken. Man befürchtet ebenfalls die Irreführung der Verbraucher, da die fleischlosen Alternativen oft genauso aussehen, riechen und mittlerweile sogar schmecken wie das fleischhaltige Original. Die Deutsche Lebensmittelbuchkommission (DLMBK) hat Ende 2018 aber neue Leitsätze für "vegetarische und vegane Lebensmittel" vorgelegt. Hersteller von Fleischersatzprodukten dürfen die Bezeichnungen von traditionellen Fleischerzeugnissen künftig nur unter engen Voraussetzungen verwenden.

Spezifische Bezeichnungen für Wurstwaren wie Schinkenwurst, Bierschinken oder ähnliches dürfen nicht mehr für die Ersatzprodukte verwendet werden. Stattdessen müssen sich die Hersteller mit Zusätzen wie beispielsweise "nach Art von" behelfen, aber nur, wenn die vegetarische oder vegane Alternative dem Original wirklich ähnlich ist. Dasselbe gilt auch für andere Fleischprodukte wie Schnitzel, Frikadellen und ähnliches. Der Zusatz "vegetarische" oder "vegan" ist verpflichtend, außerdem die Bezeichnung der verwendeten Ersatzzutat.

Die mangelhafte Deklaration nach diesen neuen Vorgaben hat im aktuellen Stiftung Warentest häufig zu einer Abwertung geführt. Die getesteten Hersteller hatten sich nicht ausreichend von den Originalen abgegrenzt.

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Pfeifen Sie auf das MHD: So erkennen Sie, ob ein Lebensmittel verdorben ist

Brot, das schimmelt, gehört in den Müll. Hartes Brot können Sie dagegen noch retten.
Kennen Sie die Regel, dass ein fauler Apfel den ganzen Korb verdirbt? So ähnlich ist es mit Brot auch. Wenn Sie an einem Brotlaib oder auch nur an einer Brotscheibe Schimmel entdecken, sollten Sie das gesamte Brot in den Müll werfen. Brot ist so porös, dass die Schimmelsporen ganz leicht und rasend schnell alles durchdringen. Ist das Brot dagegen nur abgelaufen, hart oder trocken, müssen Sie nicht gleich Abschied nehmen. © picture alliance/dpa
Eier Haltbarkeit erkennen
Je älter ein Ei ist, desto mehr Luft konnte durch die poröse Eierschale ins Innere gelangen. So entsteht ein Luftpolster zwischen Eigelb und Schale. Wenn Sie das Ei in ein Glas mit Wasser legen, schwimmt deshalb die Seite mit der Luftblase oben. Wenn es schließlich an der Oberfläche schwimmt, ist das Ei mit höchster Wahrscheinlichkeit verdorben. © picture alliance/dpa
Fisch Haltbarkeit erkennen
Wenn Sie ihn an der Fischtheke gekauft haben, bleiben Ihnen noch maximal drei Tage, lieber weniger. Sobald der Fisch schlecht ist, wird seine Haut und das Fleisch schleimig und der typische, unangenehme Fischgeruch steigt Ihnen in die Nase. Finger weg! © Holger Hollem/dpa
Fleisch Haltbarkeit erkennen
Frisches, rohes Fleisch hat einen eigentümlichen Geruch, den ungeübte Nasen schon mal falsch interpretieren können. Dabei verströmt fauliges Fleisch einen Gestank, dem man sich kaum nähern kann. Ist das Fleisch außerdem noch schleimig oder klebrig, lassen Sie bitte die Finger davon. Farbveränderungen sind zwar nicht per se ein Hinweis auf verdorbenes Fleisch, aber gräulich sollte es nicht aussehen. © picture alliance / Oliver Berg/d
Joghurt Haltbarkeit erkennen
Wenn das Mindesthaltbarkeitsdatum abgelaufen ist, ist das aber noch lange kein Grund, den Joghurt wegzuschmeißen. Meist ist er noch völlig in Ordnung und genießbar. Die enthaltenen Bakterien funktionieren dabei wie ein natürliches Konservierungsmittel. Erst, wenn sich auf der Oberfläche ungewöhnlich für Flüssigkeit bildet und der Joghurt auch unten im Becher flüssig ist, sollten Sie ihn entsorgen. © picture alliance / dpa
Käseplatte mit Wein
Je weicher und feuchter der Käse, desto leichter wird er schlecht. Er fängt dann an, unangenehm sauer zu riechen. Auch bei Schimmelbefall sollten Sie Weichkäse in die Tonne werfen, da dieser die feuchte Käsemasse sehr schnell durchdringt und dabei nicht unbedingt sichtbar ist.  © crisper85/Imago
Käse Haltbarkeit erkennen
Das gilt natürlich nicht für Sorten mit Edelschimmel, wie Gorgonzola, Brie oder Roquefort. Hartkäse wie Parmesan hat eine deutlich längere Haltbarkeit. Hier können Sie Schimmel an den Außenseiten ruhig großzügig wegschneiden und den Rest des Laibes ohne schlechtes Gewissen genießen. © Harald Tittel/dpa
Milch Haltbarkeit erkennen
Schlechte Milch müssen Sie nicht in jedem Fall wegschütten. Schmeckt oder riecht die Milch schlecht oder ist sie klumpig geworden, dann müssen Sie sie entsorgen. Das gilt aber nicht für unbehandelte Milch. Daraus können Sie noch einiges zaubern.  © picture alliance/dpa
Olivenöl Haltbarkeit erkennen
Olivenöl muss fruchtig riechen, dann können Sie es jahrelang genießen. Altes, schlechtes Öl riecht dagegen ranzig, teilweise sogar wie Motoröl. Lagern Sie das Öl am besten dunkel und dicht verschlossen, dann kann es sich viele Jahre halten. © Lorenzo Carne/dpa
Wurst Haltbarkeit erkennen
Sie haben Wurst an der Fleischertheke gekauft? Dann sollten Sie sie so schnell wie möglich verbrauchen, am besten innerhalb der nächsten drei Tage. Fängt die Wurst an, seltsam zu riechen und schleimig zu werden, haben Bakterien ganze Arbeit geleistet. Dauerwurst, wie Salami, hält sich länger, wie der Name schon verrät. © picture alliance / Patrick Pleul

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