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Aschau: Faschingshöhepunkt mit sieben Gilden

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Aschau - Gleich sieben Prinzenpaare mit ihrem Hofstaat feierten zusammen beim Gildeball den Faschingshöhepunkt .

Schad ist es, dass es dem Ende zugeht, jetzt wo alles so gut zusammen passt: Edeldamen und Ratsherren, Hochadel und Geldadel, Freifräulein und freizügige Fräulein. Beim „Aschauer Samstag – Höhepunkt der Faschingssaison“ in der Aschauer Festhalle trafen sich zum Gildeball sieben Prinzen mit ihren Prinzessinnen, ihrem Gefolge und den diversen Hofstaaten. Die Aschauer Festhalle bleibt die Faschingshochburg im Chiemgau. Sieben hochansehnliche Garden trafen sich mit ihren Prinzenpaaren, dem Hofstaat, mit Trommeln und Fanfaren, mit Fahnen, den Orden und ihren Trägern und allem, was eine Faschingsgilde sonst noch so braucht, in Aschau und erwiesen den beiden Hoheiten - seiner Tollität Prinz Lorenz II., „flammender Regent der Zimmererkunst zu Aufham“ und ihre Lieblichkeit Prinzessin Christine II., „charmantes Bond-Girl aus dem Reich der sieben Seen“ - ihre Referenz.

Noch nicht einmal der sprichwörtlich letzte Platz war noch frei in der großen Halle. Bunt kostümiertes Faschingsvolk bevölkerte die Tische und Gänge, die Bar und die Raucherlounge, bewegte sich zu den Rhythmen von „Zwoa moi zwoa“ auf der Tanzfläche, bestaunte die Prinzenpaare und vor allem die fetzigen Showtänze der weiblichen Garden. Großen Anklang bei den Besucherinnen fanden die Rohrdorfer Tänzer die sich unter lautem Gekreische im Saal als „Chippendales“ die Seele aus dem Leib tanzten.

Die halbe Welt, die Halbwelt und die Filmwelt waren unter den Ballbesuchern im Saal vertreten, Fred Feuerstein erschien mit Wilma und den Geröllheimern, dazu die zahnlucketen Schönheitsköniginnen von Schneizlreuth, zahllose Teufelinnen und Teufel, Engel und Scheinheilige, Wikinger und Schwarz-Buntes Rindvieh tanzten und bevölkerten die Bar.

Viele Fernsehgestalten aus den Serien aller Kanäle erschienen leibhaftig in Aschau, Piraten aus der Karibik, Untote und Vampire aus Transylvanien und ihre weiblichen Gegenstücke. Dazu auch viele süße Engel und reizende Feen, wie beim Kinderfasching. Viel Haut und tiefe Einblicke in die Kostüme boten sich den Betrachtern, doch auch hier galt oft „mehr Schein als Sein“ und nicht jeder Ausschnitt hielt, was er versprach. Das RTL-Dschungelcamp ließ häufig grüßen.

Und dann ging es Schlag auf Schlag: die Aschauer Faschingsgilde besetzte die Bühne in voller Stärke, mit dem ganzen Elferrat und dem sturmerprobten roten Gardekorps. Prinz Lorenz und seine Prinzessin Christine brachten ihren Prinzenwalzer; sie sind jetzt am Ende der Session voll aufeinander abgestimmt und schweben in den letzten tollen Tagen - bis in die letzte Bewegung miteinander vertraut - über das Parkett. Das Aschauer Gardekorps stand den beiden in keiner Weise nach und brachte den Gardemarsch nach den vielen Auftritten der letzten Wochen flott und exakt bis ins letzte Detail. Gardemajor Alexandra Frank hat ihre Mädels fest im Griff: da stimmt einfach alles. Mit rauschendem Beifall dankten die Aschauer ihrer Faschingsgilde, die sie in den Faschingswochen überall im Chiemgau so gut vertreten hatte. Souverän führte seine Rustikalität Hofmarschall Sebastian Bichler durch den kurzweiligen Abend, je länger es dauert ums besser wird er. Höchstleistungen bot die Prienarria mit dem Prinzenpaar Prinz Florian II. und Prinzessin Elisabeth I. mit Walzer und Show. Verliebt und verschmust brachten sie einen wunderschönen Showtanz. Danach fegten die Priener Gardistinnen zu allseits bekannten ohrenbetäubenden Klängen über die Bühne. Staunend sahen die Zuschauer, wie sie es fertig brachten, die Gesetze der Schwerkraft aufzuheben und die Mädchen über die Bühne fliegen und schweben zu lassen.

Gildeball in Aschau

Die Faschinggilde Vagen kam mit Prinz Hans IV. und seiner Prinzessin Magdalena I. und der Garde, mit Hofnarren, Fanfarenzug und Trommler. Prinzessin Ricarda I. und Prinz Wolfgang I. aus Vogtareuth kamen mit ihren wunderschönen geheimnisvollen Fledermausmaskierten Begleiterinnen.

Wer vieles bringt, wird manchem etwas bringen. Den fernen Osten und das Land des Lächelns samt einem handzahmen, stubenreinen Drachen brachten die Rosenheimer mit nach Aschau. Geishas, Ninjas und Karaokas traten gemeinsam auf und brachten den Saal zum Kochen. Zwischen den Auftritten der Garden kam auch das Publikum immer wieder zum Tanz und „Zwoa moi zwoa“ heizte den Tänzern richtig ein. Entgegen dem sonstigen Trend bei Bällen und Tanzfesten war die Tanzfläche stets gut gefüllt, gar mancher maskierte Ballbesucher im Hühner- und Straßenkater-Ganzkörperdress beneidete die Tänzerinnen der Garden um ihre luftigen Kostüme.

Die Bar war ständig umlagert, gar manches Paar musste nach dem Tanz den Flüssigkeitspegel durch geistige Getränke wiederherstellen. Und dann kamen die Rohrdorfer mit ihrer Topless-Boygroup und die unvergleichlichen Bernauer Chiemseenixen und die Aschauer mit ihrem Showtanz „Aschau in geheimer Mission 20dreiZehn“. Jede Show war einzigartig und beeindruckend, vor der Halle stauten sich nach Mitternacht die Busse und in der Halle ging es Schlag auf Schlag weiter. Ans Heimgehen dachte bei diesem Programm niemand und so endete der Ball für die meisten ziemlich spät.

reh

Quelle: rosenheim24.de

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