„Aschauer Samstag – Höhepunkt der Faschingssaison“

Hoheiten, Vampire und Marienkäfer

  • schließen
  • Weitere
    schließen
+

Aschau - Die Aschauer Festhalle bleibt die Faschingshochburg für den gesamten Faschingsadel im Chiemgau. Höhepunkt war am Samstag der "Aschauer Samstag":

Schad ist’s, dass heuer der Fasching so kurz ist, jetzt wo alles so gut zusammen passt: Hochansehnliche Garden trafen sich mit ihren Prinzenpaaren und allem, was eine Faschingsgilde sonst noch so braucht, beim „Aschauer Samstag – Höhepunkt der Faschingssaison“ in der Aschauer Festhalle in Aschau und erwiesen den beiden Hoheiten - seiner Tollität Prinz Johannes I., „weit gereister Herrscher über das goldene Blech“, und ihrer Lieblichkeit Prinzessin Veronika II., „bezaubernde Regentin von der Komödienburg“ - ihre Referenz. Noch nicht einmal der sprichwörtlich letzte Platz war in der großen Halle noch frei, bunt kostümiertes Faschingsvolk bevölkerte die Tische und Gänge, die Bar und die Raucherlounge, bewegte sich zu den Rhythmen von „Zwoa moi zwoa“ auf der Tanzfläche, bestaunte die Prinzenpaare und die Showtänze der weiblichen Garden. 

Die Hippiewelt feierte in der Halle fröhliche Auferstehung und gar manches Pärchen erschien im Blümchenkleid und mit der Schlaghose der Großeltern zum Tanz auf der großen Bühne. Viele Fernsehgestalten aus den Serien aller Kanäle erschienen leibhaftig in Aschau, viele Piraten aus der Karibik und ihre weiblichen Gegenstücke, dazu auch viele Teufel und Vampire, Marienkäferchen, süße Engel und reizende Feen, wie beim Kinderfasching. Viel Haut und tiefe Einblicke in die Kostüme boten sich den Betrachtern, doch auch hier galt oft „mehr Schein als Sein“ und nicht jeder Ausschnitt hielt, was er versprach. 

Aschauer Samstag – Höhepunkt der Faschingssaison

Und dann ging es Schlag auf Schlag: die Aschauer Faschingsgilde besetzte die Bühne mit dem ganzen Elferrat und dem sturmerprobten rot-weißen Gardekorps. Prinz Johannes und seine Prinzessin Veronika brachten ihren Prinzenwalzer und schwebten in den letzten tollen Tagen über das Parkett. Das Aschauer Gardekorps stand den beiden in keiner Weise nach und brachte den Gardemarsch nach den vielen Auftritten der letzten Wochen flott und exakt bis ins letzte Detail. Gardemajor Christine Hamberger hat ihre Mädels fest im Griff: da stimmt einfach alles. Mit rauschendem Beifall dankten die Aschauer ihrer Faschingsgilde, die sie in den Faschingswochen überall im Chiemgau so gut vertreten hatte. Souverän führte seine Rustikalität Feld- Wald, Haus- und Hofmarschalllegende Sebastian Bichler durch den Abend, je länger es dauert ums besser wird er. 

Höchstleistungen bot die Prienarria mit ihrer Lieblichkeit Prinzessin Jessica I., tanzende Herrscherin über Pink und Strass aus dem Reich der Prienarria und seiner Hoheit Prinz Simon I., mutiger Hüter von Recht und Ordnung aus dem Reich der Frasdorfer Fussballkunst. Danach fegte die Priener Garde als Kuhdirndl und Kuhbuam über die Bühne. Staunend sahen die Zuschauer, wie sie es fertig brachten, die Gesetze der Schwerkraft aufzuheben und die Mädchen über die Bühne fliegen und schweben zu lassen. Die Chiemseenixen aus Bernau kamen mit Prinz Florian und seiner Prinzessin Simone, samt der Garde und dem Hofstaat. Prinz Joseph V. und Prinzessin Susanne III. aus Neubeuern erinnerten mit ihrer Garde an die Goldenen Zwanziger Jahre des letzten Jahrhunderts. Wer vieles bringt, wird manchem etwas bringen. 

Zwischen den Auftritten der Garden kam auch das Publikum immer wieder zum Tanz und „Zwoa moi zwoa“ heizte den Tänzern richtig ein. Entgegen dem sonstigen Trend bei Bällen und Tanzfesten war die Tanzfläche stets gut gefüllt, gar mancher maskierte Ballbesucher im Hühner- und Straßenkater-Ganzkörperdress beneidete die Tänzerinnen der Garden um ihre luftigen Kostüme. Die Bar war ständig umlagert, manches Paar musste nach dem Tanz den Flüssigkeitspegel durch geistige Getränke wiederherstellen. Jede Show war einzigartig und beeindruckend, vor der Halle stauten sich die Busse und in der Halle ging es Schlag auf Schlag weiter. Ans Heimgehen dachte bei diesem Programm niemand und so endete der Ball für die meisten ziemlich spät.

reh

Quelle: rosenheim24.de

Zurück zur Übersicht: Fasching

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Mehr zum Thema

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser