Ballsaal wogte und tobte bei Sketch up

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Bewiesen ihr tänzerisches Können: Die "Starlights" der Tus-Eiskunstlauf-Sparte.

Mietraching - Ausverkauftes Haus, tolle Stimmung, zwerchfellerschütternde Einlagen - der Sketch-up-Ball wurde einmal mehr zum Höhepunkt des Faschingstreibens in Mietraching. **Faschings-Special**

"Traumberufe" lautete das Motto im Ballsaal vom "Wirt" in Mietraching, den die Dorfjugend dekoriert hatte: Mit handgemalten Zunftzeichen von Glaser, Maler, Zimmerer oder Brauer sowie alten Berufen wie Seifensieder, Böttcher (Schäffler) oder Grobschmiede. Ihr malerisches Talent bewiesen Mietrachings Jüngste mit den in vielen Arbeitstunden geschaffenen Wandbildern von Lehrern, Feuerwehrlern Ärzten etc. bei der Ausübung ihres "Traumberufs".

Faschings-Special

Lisa Völkel, Lui Waldleitner, Martin Hehlert und Bettina Niedermeier (von links) beim Sketch "Im Wartezimmer".

In diesem Ambiente, zu dem selbst die angebotenen Speisen (wie "Metzgersuppn", "Maurerzipfel" oder "Zimmererfransn") und die Bedienungen passten - sie waren als "Friseurinnen, die d'Haar länger schneiden" maskiert -, fühlten sich Professoren, Pfarrer, Postbedienstete, Bundeswehrler und Piloten mit Stewardessen ebenso wohl wie Gärtner, Straßenarbeiter, Bergführer und Müllwerker. Auch ausgefallene Berufe wie etwa der "Millionärschauffeur" oder der "Eckfahnen-Beauftragte" durften bei der 13. Auflage des Sketch-up-Faschings nicht fehlen.

Eindrücke vom Sketch-Up-Ball in Mietraching:

Sketch-Up-Faschingsball

Bekannt ist der Ball vor allem für seine lustigen Einlagen, und die waren erneut das "Salz in der Suppe". Als "Eisbrecher" begannen Dieter Fraunholz und Joachim Schweiger mit dem FC-Bayern-Babysitter-Boogie. Sie zeigten humorvoll, dass zu den 155.000 Mitgliedern noch weitere hinzukommen - angemeldet bereits im Baby-Alter.

Dieter Fraunholz und Joachim Schweiger beim "FC-Bayern-Babysitter-Boogie". Fotos Hecht

Bei der nächsten Einlage suchte der Generaldirektor einer Brauerei (Andreas Schenkel) mit Hilfe eines Psychologen (Christian Weigl) eine neue Sekretärin. Drei Bewerberinnen (Kathrin Waldleitner, Hanni Höbel und Margret Waldleitner) nahmen die beiden unter die Lupe, letztlich endschied das Aussehen ("Wie war doch gleich der Name der blonden mit den langen Beinen und dem kurzen Rock?").

Vom Original kaum zu unterscheiden war Joachim Schweiger, der Wolfgang Petry imitierte, und zu "Hölle, Hölle, Hölle" ebenso wie der Star aus Nordrhein-Westfalen das Mikrofon zur "Luftgitarre" umfunktionierte. Gelungen war der Auftritt mit Show der Faschingsgesellschaft "Grachia" Hausham, die mit Prinzenpaar, Hofstaat und Garde gekommen war.

Joachim Schweiger rockte den Saal als Wolfgang Petry.

Nachdem dann einige Orden an im Fasching verdiente Mietrachinger vergeben waren, zeigten die "Starlights", eine Tanzgruppe junger Mädels der TuS-Sparte Eiskunstlauf ihr Können, dann ging es mit den Einlagen weiter: Lisa Völkel, Bettina Niedermeier, Martin Hehlert und Lui Waldleitner zeigten, wie es im Wartezimmer eines Arztes zugehen kann, wenn ein grobschlächtiger, älterer Patient einer schwangeren Frau "aus gutem Hause" allerlei Ratschläge erteilt.

Fetzig daher kam der Mietrachinger Kirchenchor, der mit Live-Gesang zeigte, dass er sich nicht nur auf sakrale Musikstücke versteht, sondern im Hippie-Stil einen Ballsaal, unter anderm mit "Mama Lou", zum Kochen bringen kann.

Seine liebe Mühe hatte bei der letzten Einlage Thomas Bossmann als Partnervermittler. Obwohl er "Fräulein Angie" (Margit Schäfer) die Männer "von der Stange" anbot, konnte diese sich nicht entscheiden. Bei dem einen (Heino) gefiel ihr das knallrote Sakko nicht, der Indianerhäuptling kam ebensowenig in Frage wie der "Österreicher". Erst beim wilden Rocker brachen bei der "tugendsamen" Angie alle Dämme. Sie tauschte ihn aber schließlich gegen "Mein Oidn" (Rudi Schäfer) ein, den der Partnervermittler dann zu den übrigen hängte, obwohl den schon jemand "ziemlich obagschlampt" hatte.

Auf der Tanzfläche herrschte danach lange ausgiebiges Treiben, und wer es nach einer Nacht in seinem "Traumberuf" ruhiger angehen lassen wollte, der nutzte den Barservice von "Miadakin-Air" oder zog sich als "Stamm-Tischler" in sein gewohntes Refugium zurück.

uhe/Mangfall-Bote

Quelle: rosenheim24.de

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