Fünfer-Rat hat nun abgedankt

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Der Fünfer-Rat mit Susi Speckbacher, Caroline Zeisberger, Willi Ettenberger, Thomas Reiter und Tobias Gasteiger (von links) gab im Rathaus den Schlüssel und die Regierungsgeschäfte an Bürgermeister Rudi Jantke zurück. Foto tamara eder

Grassau - Während zum Faschingsendspurt in Traunstein der Rathausschlüssel in Narrenhände gelangte, ist es in Grassau genau umgekehrt: *Faschings-Special*

Nach dem großen erfolgreichen Umzug hat der Fünfer-Rat seine Aufgabe erledigt und Bürgermeister Rudi Jantke kann, wie gewohnt, seinen Regierungsgeschäften nachgehen

Kurz nachdem Jantke gerade die jüngste Marktgemeinderatssitzung eröffnet hatte, tauchte der Fünfer-Rat auf und bat den Bürgermeister, seinen Stuhl zu räumen, damit die Obernarren die Leitung über die Sitzung übernehmen können.

Die erste und zugleich letzte Amtshandlung des närrischen Gremiums mit Susi Speckbacher, Caroline Zeisberger, Willi Ettenberger, Thomas Reiter und Tobias Geasteiger war dann die Rückgabe des Rathausschlüssels. Der Rathauschef nahm ihn dankbar entgegen, nicht ohne dem Fünfer-Rat seine Hochachtung für die Organisation des Faschingszugs auszusprechen.

Mit einem kleinen Geschenk an den Bürgermeister und den Dank an alle, die so fleißig mitgeholfen hatten, diese Faschingsgaudi so hervorragend vorzubereiten und durchzuführen, begann Susi Speckbacher ihre Ansprache. Sie lobte die Einsatzkräfte, das Rote Kreuz, Feuerwehr und Security-Team, die exzellent gearbeitet hatten, dankte dem Bauhof für die Unterstützung und natürlich dem Verein "Aktives Grassau". Sie betonte, dass der Faschingszug ohne nennenswerte Zwischenfälle abgelaufen sei und alle friedlich miteinander feierten.

Auch das Faschingstreiben nach dem großen Umzug war sehr zufriedenstellend. Begeistert zeigte sich der Fünfer-Rat von der Unterstützung der Vereine und privater Bürger. Über 40 Zeichenverkäufer agierten, das Festbüro war ständig besetzt und auch die Straßenreinigung, die direkt dem Zug gefolgt war, erfüllte ihre Aufgabe bestens. Susi Speckbacher hob auch die Bemühungen der vielen Standlbetreiber hervor, die Grassau in eine Partymeile während des Umzugs verwandelten: "Unsere Arbeit ist damit getan."

Auch Bürgermeister Jantke ließ noch einmal kurz den Faschingszug Revue passieren, erinnerte an den langen Gaudiwurm, die hervorragende Stimmung und die vielen ausgelassenen Gäste. Er dankte aber auch seinen Marktgemeinderatskollegen, die beim Faschingszug als Trainingseinheit auf dem von Xaver Schreiner gelenkten Wagen des Marktgemeinderats mitgewirkt hatten (wir berichteten)

Mit der Bitte, dass der Faschingszug nicht wieder in einen Dornröschenschlag fallen möge, wandte er sich der eigentlichen Sitzung zu. Hier berichtete Susi Speckbacher dann noch, dass nach ersten Schätzungen rund 4500 bis - 5000 Zuschauer das Spektakel verfolgt hatten, der Zug rund 1500 Teilnehmer zählte und 33 Faschingswagen mitgeführt wurden. Zwei kleinere Unfälle habe es gegeben, die aber glimpflich abgelaufen seien. Auch dem Mann, der von einem der Wagen fiel, gehe es wieder sehr gut und habe außer einer Platzwunde keine Blessuren davon getragen.

Es habe nur eine Kritik gegeben: dass der Zug zu spät begonnen hatte. Sie erklärte dies damit, dass zu Beginn der Planungen keiner mit diesem Ausmaß gerechnet habe, statt der zunächst einstündigen Dauer des Zuges zweieinhalb Stunden herauskamen.

Wann der nächste Faschingszug in Grassau abgehalten wird, ist noch nicht bekannt. Der Fünfer-Rat meinte aber, dass nach drei, maximal fünf Jahren wieder ein Gaudiwurm organisiert werde.

Darüber hinaus stürmten am Unsinnigen Donnerstag die Mädchen und Buben des Kindergartens Maria Himmelfahrt das Rathaus. Ein lustiger Clown mit roter Nase, der dem Bürgermeister wie aus dem Gesicht geschnitten schien, verteilte Süßigkeiten unter den Kindern, die sich mit mehreren Liedern bedankten. Nach lauten Rufen und Laufschlangengeschossen, zogen die "narrischen Kinder" in ihren lustigen Kostümen wieder zum Kindergarten.

tb/Chiemgau-Zeitung

Quelle: chiemgau24.de

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