Ein Dorf im olympischen Fieber

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Die "Rennsemmeln", hier hochkonzentriert vor dem Start...

Obing - Obing im olympischen Fieber: Viele Schaulustige folgten dem Olympischen Gedanken und erlebten Faschingsgaudi und ungewöhnliche Olympische Wettkämpfe

Ohne Bauernaufstand und mit der rückhaltlosen Euphorie der Bevölkerung konnte das Obinger Spinnerzunft Commitee (OSC) mit einem beispiellosen Bewerbungskonzept das Prestigeprojekt Faschings-Winterspiele 2011 nach Obing holen.

Als Vorteil für die Obinger wurde gewertet, dass die Spiele hier ohne Grundstückserwerb und aufwendigen Neubau der Sportstätten stattfinden konnten. Das bewährte "Parkdeck-Stadion" bewies wieder einmal, dass es als Austragungsort für Großereignisse dieser Art geradezu prädestiniert ist. Es eignet sich als Spiel- und Feierstätte gleichermaßen und bot schon am Samstagabend die passende Kulisse für die bewegende Eröffnungsfeier der Athleten. Für die musikalische Umrahmung sorgten DJ Reini und die "international" bekannte Band "Ruppless", die ihren Namen dem Ausstieg ihres Bandmitglieds "Rupp" verdankt und das Publikum damit überraschte, dass der Sänger sogar singen kann.

Doch die Spiele wurden bereits am unsinnigen Donnerstag mit dem traditionellen Fackellauf quer durch die Obinger Traditionsgaststätten eröffnet und schon hier galt der olympische Gedanke - dabei sein war alles.

Dem folgten auch viele Schaulustige und Olympioniken beim Höhepunkt der Wettkämpfe am Faschingssonntag. Pünktlich zogen die Mannschaften mit ihren Fahnen zum Parkdeckstadion, wo das olympische Feuer entzündet wurde und die Spiele endlich starten konnten.

Teilnahmebedingung war ein Viererbob ohne Motor und Räder. Als Antriebsmöglichkeiten waren entweder eine Kufen-Schiebe-Konstruktion oder aber der bekannte "Fred-Feuerstein-Antrieb" zugelassen. Und hier erlebten die Zuschauer das erste "Bob-Sharing" in der Geschichte der Winterspiele, denn Nationen übergreifend wurde das Sportgerät geteilt. Damit wurden Materialschlachten vermieden und die Sieger setzten sich aufgrund ihres fahrerischen Könnens und ihrer Geschicklichkeit durch. Die Mannschaften mussten mit ihrem Bob eine kurze anspruchsvolle Slalomstrecke meistern, anschließend einen Hütchen-Parcours und eine Schießübung absolvieren und am Ende genau 444 Gramm Flüssigkeit zu sich nehmen.

Am Ende hatten die Jüngsten, "Die Rennsemmeln", die Nase vorn und bezwangen die "Ruhrpott Kanaken", die sich ohne Alkohol, Frauen und Drogen auf die Wettkämpfe vorbereitet hatten und das Team "Jung-Dynamisch-Erfolglos", das offenbar mehr Wert auf die Frisur als auf die Vorbereitung gelegt hatte.

Nach dem Ruhetag am Montag, gehen die Olympichen Spiele 2011 mit dem unter den Sportlern als Geheimtipp für Material aller Art gehandelten Fetzenflohmarkt am Faschingsdienstag ab 6 Uhr morgens zu Ende.

ca/Wasserburger Zeitung

Quelle: rosenheim24.de

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