Einlagen strapazierten Lachmuskeln

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Die Gymnastikgruppe des Frauenbundes beim "Puppenballett". Fotos Gilg

Bad Aibling - Die Faschingsgaudi des katholischen Frauenbundes hat in Bad Aibling eine lange Tradition und ist wegen der lustigen Beiträge und einfallsreicher Masken bekannt.

Die Faschingsnarren wissen auch, dass sich bis auf wenige Ausnahmen nur Frauen auf der Tanzfläche des Gasthauses Kriechbaumer in Mietraching bewegen dürfen. Als Ausnahmen nannte die Frauenbund-Vorsitzende Annemarie Landkammer Bürgermeister Felix Schwaller, der als Edelmann verkleidet mit Indianer-Squaw Marlis kam, ebenso Geistlicher Rat Hans Holzner mit roter Perücke, Kaplan Baltharajn Banda als in seidene Tücher gehüllte Inderin mit Pastoralreferentin Gabriel von Reitzenstein. Hinter Masken waren auch einige Gäste aus den benachbarten Vereinen Feldkirchen, Bad Feilnbach und Willing versteckt.

Landkammer wusste zudem, dass die Stadt den "Mauerpilz von Ellmosen" (Kirche) für das ehemalige Bezirksamt Am Klafferer kostenlos hätte einführen dürfen, dass "Bad Mietraching" in Zukunft auf Energielieferanten verzichten könne und, dass Ellmosen, Mietraching und "Bad Aibling bei Mietraching" sich Drei-Bäder-Stadt nennen dürften.

Die Vorsitzende führte mit Charme und Witz durch das humorvolle Programm, zu dem Walter Siersch die Musik machte, die vom Walzer bis hin zum Twist reichte. Mit den Worten "Jetzt geht's rund mit dem Frauenbund" wurde der Tanzboden freigegeben.

Die sangesfreudigen lustigen Weiber sangen zur Einleitung aus voller Kehle "Im Fasching is lustig". Die Lachmuskeln wurden anschließend durch Betty Brandl arg strapaziert. Sie berichtete ausführlich über ein von ihr erlebtes Weiberkranzl.

"Gehstock-Einlage": Vier alte Kranke, die viel jammerten.

Dass lediglich ein zu kurzer Gehstock die Ursache dafür sein kann, dass jemand krumm und gebeugt geht, das erfuhren die an der Bandscheibe geschädigten, an Rheuma und Gicht erkrankten Rentner (Hilde Hundhammer, Annelies Schmelzer, Betty Brandl und Margret Waldleitner). Gut beraten ist, wer sich nicht auf das Fachwissen der Pilzfachfrau (Fini Wilmann) verlässt, die Marianne Wierer beriet und ihr dabei die echten Steinpilze abluchste.

Ein Höhepunkt war der Auftritt der Aiblinger Prinzengarde mit Prinzessin Stefanie I. von der Akrobatikbühne und Hubert II. von nobler Sohle und rollendem Leder. Viel Beifall bekamen auch die Kindergruppe und die Gardemädchen für ihre tollen Auftritte.

Dass eine Operettenkarte nicht unbedingt für jedermann eine freudige Überraschung ist, das verstanden Doris Zweckstätter und Anneliese Schmelzer überzeugend und mit viel Humor gespickt darzustellen. Mit 16 frisch gewaschenen, berockten Beinen, rot lackierten Zehennägeln und mit auf den Knien gemalten Gesichtern führten acht Damen eine Gymnastik mit dem viel versprechenden Namen "Puppenballett" auf.

Gemütlicher, aber ebenfalls ein Lacherfolg war der Sketch "gemütlicher Feierabend'", den Barbara Huber und Betty Brandl zum Schluss des Faschingskranzl zum Besten gaben.

og/Mangfall-Bote

Quelle: rosenheim24.de

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