Prinzenpaar kennt sich "schon immer"

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Die kleinen Durchlauchten Isabell I. und Christoph I. waren wegen der Faschingsvorbereitungen ziemlich im Stress.

Waldkraiburg - Waldkraiburg hat ein eigenes Kinderprinzenpaar: Isabell Gohn und Christoph Berger werden vom TSC Weißblau in den Fasching geschickt.

Isabell I. und Christoph I. sind das Waldkraiburger Kinderprinzenpaar des TSC Weißblau.

Isabell Gohn und Christoph Berger wohnen in Waldkraiburg und sind neun Jahre alt, nur ein Tag trennt die beiden. "Wir kennen uns schon immer, wir sind im gleichen Krankenhaus geboren", erzählt Christoph. Inzwischen besuchen sie die vierte Klasse der Beethoven-Grundschule.

Auch mit dem Tanzen haben die besten Freunde zusammen begonnen. Seit der ersten Klasse fegen sie gemeinsam über das Parkett: "Man kann mit ihm schon gut tanzen", sagt Isabell. Als Regina Zinn, die Trainerin der Kindergarde, fragte, ob sie Faschingsprinzessin sein wolle, sei ihr erster Gedanke gewesen: "Nö, nie im Leben! Ich habe mich ein bisschen gefürchtet, weil ich noch nie auf der Bühne gestanden war. Aber dann wollte Christoph gerne und ich habe gedacht, es reicht mit der Angst, ich mach das jetzt."

Trainiert wurden die beiden nicht nur von Regina Zinn, sondern vor allem von Franziska Wimmer. Die 17-jährige Berufsfachschülerin und Turniertänzerin des TSC dachte sich die Choreografie für die Faschings-Hoheiten aus. Einmal in der Woche, am Schluss zweimal, probte sie mit Isabell und Christoph ihren "Aschenputtelwalzer" und den Cha-Cha-Cha zu Musik aus dem Musical "Grease". "Sie waren aufgeweckt, und als es ernst geworden ist, konzentriert dabei", sagt sie.

Die Proben mit der Garde, Hackbrett- und Trompetenstunden, Kirchenchor und Schule hinzugerechnet, ergibt sich ein ordentliches Pensum, das die beiden zu bewältigen hatten. "Das war schon stressig", sagt Christoph. "Wir haben die Hausaufgaben manchmal in der Schule gemacht."

Trotz der vielen Proben hatten die beiden vor ihrem ersten richtigen Auftritt großes Lampenfieber. Bei der Proklamation der Waldburgia am 11.11. hatten sie nur einen kleinen Ausschnitt getanzt. "Ich war ganz, ganz aufgeregt", erzählt Isabell. "Nur beim Walzer eigentlich nicht, den haben wir am besten beherrscht." Aber auch der Cha-Cha-Cha, der immer mal wieder leicht verändert worden war, klappte am Ende.

Ein erster Auftritt der Kindergarde

Nach ihrer eigenen Proklamation, die kürzlich im KiTZ stattfand, strahlten beide sichtlich erleichtert und glücklich, von Zweifeln war keine Spur mehr: "Ich will am allerliebsten ein zweites Mal Prinzessin sein", so Isabell. Nicht wegen der Kostüme: "Es macht einfach so viel Spaß."

Auch mit den Garde-Mädchen verstünden sie sich gut. "Sie sind alle sehr nett, und es ist gut, wenn man mit Leuten zusammen ist, die wie wir tanzen lieben." "Wir können ja mit 18 wieder Prinzenpaar sein", ergänzt Christoph. Dann eben bei den "Großen".

Beginnend mit dem Inthronisationsball der Waldburgia am 5. Januar treten Kindergarde und -prinzenpaar noch zwölfmal auf. Ein paar Termine seien noch frei, sagt Regina Zinn. Isabell und Christoph freuen sich schon darauf - solange an ihren Geburtstagen im Februar kein Auftritt ist.

sib/Waldkraiburger Nachrichten

Quelle: innsalzach24.de

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