Närrische Eiszeit beim UDo

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Gut eingepackt und mit "Frostschutzmittel" unterwegs. Fotos Heck

Wasserburg - Schneetreiben zum Start und Eiseskälte: Der "unsinnigen Donnerstag" in Wasserburg ließ trotzdem keine Herzen kalt. **Faschings-Special**

Obwohl wetterbedingt deutlich weniger Narren durch die Altstadtstraßen und Gassen tobten, zeigten sich die Kälteresistenten unter den Faschingsfans in bester Feierlaune.

Eindrücke von der UDo-Party:

UDO-Party

Kalt ist es am "Unsinnigen Donnerstag" fast immer. Doch heuer schlug der Winter extrem hart zu - mit Dauerschneefall und Temperaturen um die zehn Grad minus. Die Hartgesottenen unter den Narren trotzten der Eiszeit jedoch mit einem tiefen Griff in die Trickkiste der Kostümierungen: In der Altstadt tummelten sich ungewöhnlich viele, kuschelig warm eingepackte Braunbären und ebenso wollig gewandete Wölfe sowie ganze Gorillahorden.

Faschings-Special

Affenstarker Auftritt.

Schneemänner waren ebenfalls in Rudeln unterwegs: Dicke Winterjacken hatten sie geschickt unter weißen Plastik-Ganzkörperanzügen versteckt. Einige Narren nahmen die schneebedeckten Straßen zum Anlass, um ihre Skier umzuschnallen und rutschten auf den Brettern durch die Altstadtgassen. Und natürlich bot auch der nahende Olympiastart die Chance, als Biathlet oder Bobfahrer zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen: mit einer hochaktuellen Kostümierung zu glänzen und sich gleichzeitig warm einzupacken. Das gelang auch einem jungen Mann, der sich als Matratze durch die Mengen schob, was angesichts des riesigen, sperrigen Kartons, in den er sich gesteckt hatte, so manchen Rempler verursachte.

Sonnenbrille ist im Fasching immer angesagt.

Doch die Narren waren - bis auf einige wenige Ausnahmen zu später Stunde - gut drauf. Außerdem heizte die Band "Rockwave" in der Herrengasse mit rockiger Livemusik kräftig ein: Vor der offenen Bühne, auf der die jungen Musiker aus Griesstätt wohl als einzige des Abends ohne Handschuhe auskommen mussten, entwickelte sich die Tanzfläche zur Generationenverbindung: Hier schunkelten Hexen und Teufel der Generation 50plus ausgelassen mit den Alterskollegen der jungen Musiker.

Diese rote Nase kam nicht von der Kälte.

In punkto Kostümierung konnte es der Faschingsnachwuchs mit den "alten Hasen" unter den Narren jedoch nicht aufnehmen: Minimalverkleidungen mit Pappnase oder Langhaarperücke bewiesen, dass die Jugend erst am Anfang ihrer Faschingskarriere steht und noch viel dazu lernen kann. Schließlich lässt es sich hinter einer phantasievollen Maske oder unter einem ausgefallenen Kostüm viel leichter flirten, wie die zahlreichen Annäherungen zwichen Engeln und Teufeln, Königen und Knechten sowie Piraten und Polizisten bewiesen.

Das Festzelt am Gries, wo ein Diskjockey auflegte, war dagegen ganz in der Hand der Wasserburger Jugend. Auch hier schwebten ungewöhnlich viele Engel durch die Menge, begleitet von den heuer sehr angesagten Vampiren. Zu später Stunde musste so mancher Engelflügel jedoch Federn lassen, so eng war es auf der Tanzfläche.

Auch unter venezianischer Seide lässt sich Skiunterwäsche gut verstecken.

Familiärer ging es in der Tanzbar des Hotels "Fletzinger" zu: Hier traf sich ein etwas älteres Publikum, das es in punkto Ausgelassenheit jedoch locker mit der Jugend aufnahm. In der Hofstatt garantierte außerdem eine "Schweinegrippe-Impfstation", dass sich keiner von wetterbedingt schlechter Laune anstecken ließ. Unermüdlich versuchte schließlich auch die Gruppe "Via Jante", die Kälte mit kräftigen Trommelschlägen zu vertreiben. Diese schlug besonders hart zu, wenn die Narren, wie beim "UDo" in Waserburg üblich, von den Kneipen und Zelten in das Freie wechselten: Temperaturunterschiede von über 35 Grad zwischen gut beheizten, überfüllten Lokalen und eisiger Nachtluft stellten die Abwehrkräfte vor harte Proben.

Lederer Gmoa, Faxenclub, Stadtgarde, Stadtkapelle und Wasserwacht hielten angesichts der großen Nachfrage nach Glühwein ihre Kochtöpfe jedoch pausenlos am Dampfen. Gemeinsam hatten sie als Organisatoren die ausgelassene Gaudi gut im Griff.

duc/Wasserburger Zeitung

Quelle: rosenheim24.de

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