"Nobelverlobung" in Kematen gefeiert

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Mit einem High-Tech-Bulldog hielt die Bettlhochzeitsgesellschaft in Oberhofen bei Kematen ihren viel beachteten Einzug zur Verlobungsfeier.

Kematen - Diese Nachricht raste wie ein Lauffeuer durch Kematen und seine angeschlossenen Weilern. Nach langem Streit gaben "Stingoletta Schoastromme" und "Andreotti Saufgurgl" jetzt offiziell ihre Verlobung bekannt.

Nach langem Streit und Unnachgiebigkeit untereinander sowie mit Eltern gaben "Stingoletta Schoastromme, geborene Zechankas vom Koal Berg" und "Andreotti Saufgurgl vom Stamme Schmoizriassl vom Jammertoi" jetzt in Oberhofen bei Kematen offiziell ihre Verlobung bekannt.

Nach einem prunkvollen Einzug im Beisein einer edlen Verwandschaft, darunter der leidgeprüfte Vater Anderl Schmoibrust (Anderl Michalke), dem die ehrenwerte Stingoletta zugeordnet wird, sowie mit "Isidor Rafz'eich'zamm" wurde bei Hochzeitslader "Peter Gschwolner von der Roßboin-Ranch" (Peter Gschwendter) in Oberhofen das Aufgebot bestellt.

Entsprechend gespannt, die beiden endlich unter der Fuchtel zu wissen, beobachteten fragwürdige Geschwister, Onkel und Basen das Geschehen. Das Organisationsteam mit Florian Grimm vom Grama-Verein an der Spitze, hatte der "Bettelhochzeitsfahne" aus dem Jahre 1908, der ersten Veranstaltung dieser Art, sogar die Falten entzogen.

Nach einjähriger Prüfungs- und vor allem Durchhaltungsphase will sich das Nobelpaar am Sonntag, 5. Februar 2012, in der Metropole am Fuße des Monte Eckersberg das Ja-Wort geben. Basis für den Weg in eine kriegerische Zukunft der beiden ist der Altar auf einer erhabenen, Gentechnik freien, natürlich duftenden Plattform in Kematen. Der Kuchewogndog (Küchenwagentag) ist für Freitag, 3. März, im Gasthof Weingast geplant.

Wie Pedro Paparazzi in einem ersten vorsichtigen Interview in Erfahrung brachte, lernte die hochgewachsene Stingoletta (Franz Bernrieder) ihren etwas zu kurz geratenen und äußerst schüchternen Andreotti (Andreas Bucher) bei einem Herbsturlaub an einer Mafiosenküste auf Sizilien kennen. Schuld am plötzlichen Sinneswandel und an der hart erkämpften Liebe soll Gerüchten zu Folge ein Blitzschlag zu nächtlicher Stunde auf der Anhöhe am Brenner gewesen sein. Völlig vom vergorenen Traubensaft und prickelndem Gerstengebräu benebelt kannte die sozial engagierte Stingoletta keine Gnade, ihren künftigen Hochzeiter nach Kematen zu entführen.

Bis zum heldenhaften Ja-Wort verbleiben noch zwölf bange Monate, die das liebreizende Paar mit Schreiben von Einladungen und Plakaten sowie leberschädigendem Zusammen-"Raufen" verbringen wird. Über all dies sowie dem tugendsamen Verhalten wacht mit scharfem Auge der Grama-Verein Kematen als Veranstalter.

pes/Mangfall-Bote

Quelle: rosenheim24.de

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