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Tipps fürs Alter

Krankenversicherung in der Rente: Wer automatisch pflichtversichert bleibt – und wer aktiv werden muss

Die meisten Menschen in Deutschland sind gesetzlich versichert. Am Ende der Arbeitszeit geht die Krankenversicherung in vielen Fällen in eine Pflichtversicherung über – doch nicht immer.

Die Rente steht bevor und die Freizeit will in vollen Zügen genossen werden. Doch auch – und vor allem – in den letzten Lebensjahrzehnten ist eine gute Krankenversicherung wichtig. Der Versicherer übernimmt nämlich nicht nur die Kosten für Arztbesuche, sondern auch für Klinikaufenthalte und alle anerkannten Therapien. Wer eine gesetzliche Rente bezieht, ist grundsätzlich in einer eigenen Krankenversicherung der Rentner (KVdR) versichert. Doch nicht jeder Rentner wird dort automatisch Pflichtmitglied, so eine Information der Verbraucherzentrale.

Die Pflichtversicherung hängt nicht von der Höhe Ihres Einkommens oder Ihrer Rente ab. Allerdings gibt es ein paar Voraussetzungen, die Sie als Rentner für eine Pflichtmitgliedschaft in der KVdR erfüllen müssen. Dazu zählen der Techniker Krankenkasse (TK) zufolge:

  • Sie haben einen Rentenantrag bei der Deutschen Rentenversicherung (DRV) gestellt.
  • Sie müssen während der zweiten Hälfte Ihres Berufslebens mindestens 90 Prozent anrechenbare Zeiten haben, sogenannte Vorversicherungszeiten.

Was gilt als Vorversicherungszeit?

Die Zeit, in der Sie gesetzlich krankenversichert waren, gilt als Vorversicherungszeit – unabhängig davon, ob Sie während dieser Zeit freiwillig versichert, pflichtversichert oder familienversichert waren, so die TK. Als Vorversicherungszeit werden neben den Zeiten der Pflichtversicherung auch die Zeiten der freiwilligen Versicherung, Zeiten der Familienversicherung und je Kind, Stiefkind oder Pflegekind eine Zeit von drei Jahren angerechnet, informiert das Fachinformationsportal Haufe.

Sind Sie automatisch pflichtversichert, wenn Sie in Rente gehen? Lesen Sie hier die Antwort.

Freiwillig krankenversichern in der Rente?

Erfüllen Sie die Voraussetzungen nicht, müssen Sie selbst tätig werden, so die Deutsche Rentenversicherung. Der große Versicherer führt drei Möglichkeiten auf:

  • Sie können sich in der gesetzlichen Krankenversicherung freiwillig versichern.
  • Eine Familienversicherung in einer gesetzlichen Krankenkasse ist ebenfalls möglich.
  • Es bestehe außerdem die Möglichkeit, sich bei einem Versicherungunternehmen privat krankenversichern.

Rentenmärchen: „Die Rente kommt doch automatisch“ – neun Mythen, die über das Gehalt im Ruhestand kursieren

Zu sehen sind mehrere Senioren, die auf einer Bank sitzen.
Wenn die Rente bevor steht, dann kommen viele Fragen auf. Wie lange muss man gearbeitet haben? Wie wird die Rente versteuert? Das sind nur wenige Fragen, die Sie sich vielleicht stellen. Hier bekommen Sie die Antworten.  © Imago
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Mythos 1: Die Rente kommt automatisch. Das ist nicht der Fall. Man muss die Rente bei der gesetzlichen Rentenversicherung frühzeitig schriftlich beantragen.  © Birgit Reitz-Hofmann/Imago
Ein Senior verdient sich neben seiner Rente etwas dazu.
Mythos 2: Neben der Rente darf man unbegrenzt dazuverdienen. Das stimmt nicht, eine Grenze gibt es. Wer früher in Rente geht oder erwerbsunfähig ist, kann bis zu 6300 Euro im Jahr dazuverdienen. Verdient man mehr, kann das auf die Rente angerechnet werden.  © Imago
Zu sehen ist eine Tastatur mit einer Tastatur und einem grünen Post-It. Darauf steht „Mein letzter Arbeitstag“.
Mythos 3: Die Höhe der Rente setzt sich aus den letzten Arbeitsjahren zusammen. Das stimmt so nicht. Die Rentenhöhe berechnet sich aus dem gesamten Versicherungsleben.  © O. Diez/Imago
Zu sehen ist ein älterer Mann auf einer Sportmatte. Er sitzt und neben ihm liegen Kurzhanteln.
Mythos 5: Ein Reha-Aufenthalt mindert die Rente. Dieser Mythos stimmt nicht. Das Gegenteil ist der Fall. In der Rehabilitation werden die Pflichtbeiträge zu 80 Prozent des vergangenen Bruttolohns von der Rentenversicherung gezahlt. Das erhöht den späteren Rentenanspruch.  © Hodei Unzueta/Imago
Zu sehen ist ein Antrag auf Hinterbliebenenrente, darauf liegt Geld.
Mythos 6: Nur Frauen haben Anspruch auf Hinterbliebenenrente. Das stimmt nicht. Zwar ist die Witwenrente bekannter, aber auch Männer erhalten Witwerrente. Seit 1986 sind Männer und Frauen in der Rentenversicherung gleichberechtigt.  © Sabine Brose, Frank Sorge/Imago
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Mythos 7: Nach 45 Jahren im Beruf kann man schon mit 63 Jahren in Rente gehen. Das stimmt nur zum Teil. Wer so lange im Berufsleben war, der kann grundsätzlich früher in Rente gehen. Allerdings verschiebt sich das Renteneintrittsalter je nach Geburtsjahr nach hinten.  © Imago
Zu sehen ist jemand, der am PC arbeitet.
Mythos 8: Einen Rentenanspruch hat erst jemand, der 15 Jahre gearbeitet hat. Das ist falsch. Die Mindestversicherungszeit für die Regelaltersrente beträgt fünf Jahre.  © Rüdiger Wölk/Imago
Zu sehen ist eine alte Frau, die ein Heft vor sich liegen hat. Sie schaut ihre Katze an.
Mythos 9: Die Rente muss nicht versteuert werden. Das ist falsch. Grundsätzlich muss eine Einkommens- bzw. Lohnsteuer auf die Rente gezahlt werden. Das Geld wird derzeit nicht voll versteuert. Der Prozentsatz ist abhängig vom Renteneintritt.  © Imago
Zu sehen ist eine Deutschlandkarte, darauf sind Balken zu sehen.
Mythos 10: Wenn man Ostrente bezieht und in den Westen umzieht, bekommt man Westrente. Das stimmt nicht. Die Altersrente wird einmal anhand der Entgeltpunkte errechnet, die am Beschäftigungsort erworben wurde. Der Wohnsitz spielt dabei keine Rolle. Auch für Rentenerhöhungen ist der Wohnortswechsel unerheblich.  © Imago

Wie viel kostet die Krankenversicherung für Rentner

Im Fall einer freiwilligen Versicherung muss allerdings berücksichtigt werden, dass Beiträge auf private Einnahmen entrichtet werden müssen. Wie die Verbraucherzentrale weiter informiert, erhalten gesetzlich und privat krankenversicherte Rentner von ihrem Rentenversicherungsträger einen Zuschuss zu den Krankenversicherungsbeiträgen. Dieser errechne sich prozentual aus der gesetzlichen Rente und wird direkt von der Rente einbehalten und von den Rentenversicherungsträgern an die Kassen abgeführt, heißt es weiter.

Sie waren vor Eintritt in die gesetzliche Rente privat versichert? Auch hier zahlt der Rentenversicherungsträger privat Krankenversicherten einen Zuschuss zu den Beiträgen.

Die im Text aufgeführten Informationen haben keinen Anspruch auf absolute Vollständigkeit. Ihr Rentenversicherungsträger informiert Sie gerne über Ihre Rechte und Ihren persönlichen Beitragssatz zur Krankenversicherung.

Rubriklistenbild: © Gustafsson/Imago

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