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Steuern und Finanzen

Steueränderung 2022: Wer dieses Jahr in Rente geht, muss 82 Prozent der Brutto-Rente versteuern

In diesem Jahr kommen mehr Entlastungen für Steuerzahlende. Profitieren kann man zum Beispiel vom höheren Grundfreibetrag oder der Werbungskostenpauschale.

Im Jahr 2022 gab es mehrere Änderungen bei den Themen Steuern und Finanzen. Davon betroffen sind Privatpersonen und Firmen. Zum Beispiel der Grundfreibetrag der Einkommenssteuer ist gestiegen.

Steuer 2022: Menschen mit Top-Verdienst müssen tiefer in die Tasche greifen

In der Regel galt ein Steuersatz von 42 Prozent bei der Einkommenssteuer. Wer allerdings besonders viel verdient, muss jetzt tiefer in die Tasche greifen. Der Lohn von Top-Verdienerinnen und Verdienern wird jetzt mit 45 Prozent versteuert. Darunter fallen Ledige mit mehr als 277.826 Euro Einkommen und Verheiratete mit einem gemeinsamen Einkommen von mehr als 555.652 Euro.

Wer jetzt in Rente geht, muss 82 Prozent der Brutto-Rente versteuern – Steueränderung 2022

Alle Steuerzahlende, die im Jahr 2022 in Rente gehen, müssen damit rechnen, dass 82 Prozent ihrer Brutto-Rentenzahlung versteuert wird. Nach einem Jahr, also zwölf erhaltenen Rentenbezügen, ermittelt das Finanzamt dann den sogenannten Rentenfreibetrag. Das sind rund 18 Prozent der Brutto-Rente. Dieser Rentenfreibetrag, der im Jahr 2023 ermittelt wird, hat dann Bestand bis zum Lebensende.

Steueränderungen 2022: Grundfreibetrag steigt an

Mit Wirkung zum 01. Januar steigt der Grundfreibetrag um rund 360 Euro an. Somit haben ledige Personen ab jetzt einen Freibetrag von ca. 10.347 Euro. Verheiratete haben laut InFranken.de einen Grundfreibetrag von knapp 20.000 Euro. Bis zu diesen Summen wird das Gehalt nicht versteuert. So soll den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern mehr Geld zur Verfügung stehen. Zu zahlen sind Steuern nur auf alle Beträge, die über die Summen hinausgehen.

Homeoffice-Pauschale und Werbungskostenfreibetrag – Steueränderungen 2022:

Im Dezember 2021 hat die Bundesregierung die Homeoffice-Pauschale verlängert. Insgesamt 600 Euro können Steuerzahlerinnen und Steuerzahler als gewinnmindernde Betriebsausgaben geltend machen. Verrechnet wird die Homeoffice-Pauschale mit der Werbungskostenpauschale. Diese wurde auf 1.200 Euro erhöht. Alle, bei denen die Kosten darüber liegen, profitieren von der Werbungskostenpauschale.

Durch die Steueränderungen 2022 können viele von Steuerentlastungen profitieren. (Symbolbild)

Vorsorgeaufwendungen werden besser abgesetzt – Steueränderungen 2022: Ehepaare und Singles profitieren

Der eigene Ruhestand soll ab 2022 durch bessere Vorsorgeaufwendungen steuerlich abgesetzt werden können. Für 2022, so erklärt der Bund der Steuerzahler, gilt ein Höchstbetrag von 25.639 Euro. Darin seien Sonderauslagen schon inbegriffen. 94 Prozent von dieser Summe können steuerlich abgesetzt werden. Alleinstehende können rund 24.100 Euro geltend machen, Verheiratete und eingetragene Lebenspartner rund 48.200 Euro.

Steuer 2022: 15 Prozent Zuschuss für betriebliche Altersversorge – auch für alte Verträge

Alle, die bereits 2019 eine betriebliche Altersvorsorge abgeschlossen haben, bekommen 15 Prozent Zuschuss. Das muss mit Beginn des neuen Jahres auch für ältere Verträge gewährt werden. Das hat Stiftung Warentest bestätigt. Wer zudem unter der Beitragsbemessungsgrenze liegt, bekommt vollen Zuschuss. Die Bemessungsgrenze liegt 2022 bei 58.050 Euro.

Nachzahlungszinsen verfassungswidrig – deutlich niedriger Zinssatz – Steueränderungen 2022

Nachzahlungszinsen seitens des Finanzamtes wurden ab 01. Januar 2019 vom Bundesverfassungsgericht als verfassungswidrig eingestuft. Jetzt muss die Regierung einen neuen Beschluss vorlegen. Bis dahin gilt im Jahr 2022 ein deutlich niedriger Zinssatz, als die angedachten sechs Prozent. Dies gilt auch für Erstattungszinsen. Von Erstattungszinsen spricht man, wenn Bürgerinnen und Bürger vom Finanzamt noch Geld zusteht und dieses zu lange braucht, die Summe zu begleichen.

Die Zeit vor dem Euro: Wer kennt diese Währungen noch?

Belgische Franc
Vor dem Euro und zwar von 1832 bis 2001 war die Währung Belgiens der Belgische Franken bzw. Belgische Franc. © Johan/Imago
Belgische Franken
Während er in der Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens Franken genannt wurde, war er in Deutschland und Österreich meist als Franc bekannt. 1 Franc ergab 100 Centimes. © Paolo77/Imago
D-Mark-Scheine und Pfennigmünzen
Diese Scheinchen und Münzen dürften Ihnen bekannt vorkommen. Haben Sie noch D-Mark und Pfennig zuhause? © Imago
Estnische Krone
Von 1928 bis 1940 und von 1992 bis 2010 war die Estnische Krone die Währung Estlands. In der Zeit dazwischen war Estland von der Sowjetunion annektiert worden – zur gemeinsamen Währung wurde der Sowjetische Rubel. Seit dem Beitritt Estlands am 1. Januar 2011 in die Europäische Währungsunion zahlt man in dem baltischen Staat mit Euro. © Johan/Imago
Finnische Mark
Die Finnische Bank tauschte noch bis Ende Februar 2012 Finnische Mark und Pfennig in Euro um. Seitdem hat die Währung, die umgangssprachlich in Deutschland auch Finnmark genannt wurde, nur noch Sammlerwert.  © Janusz Pienkowski/Imago
Französische Franc
Der Französische Franc, ehemalige Währung in Frankreich, zirkulierte auch in Monaco parallel zum Monegassischen Franc und war einziges gesetzliches Zahlungsmittel in Andorra. © Marek Uliasz/Imago
Monegassischer Franc
Der Monegassische Franc des Fürstentums Monaco war paritätisch an den Französischen Franc gebunden und auch in Frankreich gesetzliches Zahlungsmittel, da eine Währungsunion zwischen Monaco und Frankreich besteht. © Ivan Vdovin/Imago
Griechische Drachme
Die Drachme gilt als älteste Währungseinheit der Welt, denn schon in der Antike zahlte man mit Drachmen. Mit der Einführung des Euro ging in Griechenland eine Ära zu Ende. © CSP_majaan/Imago
Irischer Pfund
Beim Irischen Pfund galt, ebenso wie beim Britischen Pfund, 100 Pence = 1 Pfund. © Schöning/Imago
Italienische Lira
Mit Italienischer Lira bezahlte man vor der Einführung des Euro in Italien, San Marino und in der Vatikanstadt. © Imago

Steueränderungen 2022: Eltern, die ihre Kinder unterstützen werden entlastet

Eltern, die ein volljähriges Kind unterstützen, obwohl kein Anspruch auf Kindergeldzahlungen mehr besteht, können mehr Unterstützung geltend machen. Bei der Steuer fällt das unter den Punkt „außergewöhnliche Belastung“. Im Jahr 2022 geht es da maximal 9.984 Euro. Erhöht wird die Summe, wenn die Eltern auch die private Kranken- und Pflegeversicherung des Kindes übernehmen. Wenn das Kind allerdings mehr als 624 Euro monatlich verdient, dann senkt sich der Betrag wieder. Sollten die Kinder mehr als 15.500 Euro besitzen, erhalten die Eltern keine Entlastungen.

Altersentlastungsbeitrag – alle, die in diesem Jahr 64 Jahre alt werden, profitieren

Wer in diesem Jahr 64 Jahre alt wird, profitiert von dem Altersentlastungsbeitrag. Das Finanzamt senkt dabei die zu versteuernden Einnahmen aus dem Jahr 2022 um 14,5 Prozent. Das zu versteuernde Einkommen kann maximal um 648 Euro gesenkt werden. (cbl)

Rubriklistenbild: © K. Schmitt/Imago

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