Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Zeiten erfassen

Arbeitszeiterfassung: Umfrage zeigt, wer dafür ist – und wer sich vorm Arbeitgeber fürchtet

Das Bundesarbeitsgericht (BAG) entschied im September, dass die komplette Arbeitszeit erfasst werden muss. Eine Umstellung für Arbeitnehmer und Betriebe.

Morgens einstempeln, abends ausstempeln – das könnte so ähnlich für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Deutschland in Zukunft der Fall sein. Richterinnen und Richter des Bundesarbeitsgerichts (BAG) Erfurt haben diesen Monat Fakten geschaffen, wo Verantwortliche aus Wirtschaft und Politik noch diskutierten: Die Stunden werden wieder aufgeschrieben. Es könnte zurück an die Stechuhr gehen. „Ein Paukenschlag“, sagt Arbeitsrechtsprofessor Gregor Thüsing. Was aber sagen die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer? Die Jobplattform Indeed hat in einer Umfrage rund 1.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer zur Arbeitszeiterfassung gebracht.

Sie wollen mehr Tipps zum Thema Job & Karriere?

Dann folgen Sie unseren Newsseiten auf den Karriereportalen Xing und LinkedIn.

Arbeitszeiterfassung: Das denken Arbeitnehmer darüber

Arbeitszeiterfassung 'eher wichtig'30,5 Prozent
Arbeitszeiterfassung 'sehr wichtig'40,4 Prozent

Rund 71 Prozent der befragten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer geben an, dass die Erfassung Ihrer Arbeitszeit sinnvoll und wichtig ist. Viele (36,5 Prozent) glauben, dass die Entlohnung der Überstunden so besser funktionieren kann, 23 Prozent erhoffen sich einen besseren Abbau der Überstunden. Allerdings wurden Überstunden und Arbeit am Sonntag laut deutschem Gesetz auch vor dem Urteil des Bundesarbeitsgerichts im September schon erfasst.

Die Ergebnisse waren teils auch überraschend für die Verantwortlichen, wie Indeed-Arbeitsmarktökonomin Dr. Annina Hering in einer Pressemitteilung sagt: „Die Entscheidung zur verpflichtenden Zeiterfassung am Arbeitsplatz schien zunächst auf ein geteiltes Echo zu stoßen. Unsere aktuelle Umfrage lässt jedoch vermuten, dass sie von den meisten Arbeitnehmer*innen begrüßt wird. In unseren Jobanzeigen lässt sich zudem ein klarer Trend erkennen: Unternehmen nennen zunehmend Zeiterfassung als Benefit.“ Besonders in den vergangenen drei Jahren sei der das Schlagwort ‚Zeiterfassung‘ in den Stellenanzeigen und knapp sechs Prozent gestiegen.

Kündigung des Arbeitsvertrags: Die wichtigsten Fakten, die jeder kennen sollte

Bei einer Kündigung des Arbeitsvertrags gibt es viele rechtliche Fallstricke zu beachten - egal ob sie vom Arbeitgeber oder Arbeitnehmer aus erfolgt.
Bei einer Kündigung des Arbeitsvertrags gibt es viele rechtliche Fallstricke zu beachten - egal ob sie vom Arbeitgeber oder Arbeitnehmer aus erfolgt. © Patrick Pleul / dpa
Ein Arbeitsvertrag muss immer schriftlich gekündigt werden, und zwar mit einer Original-Unterschrift und dem vollen Namen. E-Mail, Textnachricht oder Fax reichen hier nicht aus.
Ein Arbeitsvertrag muss immer schriftlich gekündigt werden, und zwar mit einer Original-Unterschrift und dem vollen Namen. E-Mail, Textnachricht oder Fax reichen hier nicht aus. © Jan-Philipp Strobel / dpa
Wie lange die Kündigungsfrist dauert, können Arbeitnehmer ihrem Arbeitsvertrag entnehmen. Laut Gesetz beträgt sie jedoch mindestens vier Wochen. Während der Probezeit gilt eine kürzere Kündigungsfrist von zwei Wochen. Die Kündigungsfrist für den Arbeitgeber verlängert sich je nach Dauer der Betriebszugehörigkeit des Mitarbeiters.
Wie lange die Kündigungsfrist dauert, können Arbeitnehmer ihrem Arbeitsvertrag entnehmen. Laut Gesetz beträgt sie jedoch mindestens vier Wochen. Während der Probezeit gilt eine kürzere Kündigungsfrist von zwei Wochen. Die Kündigungsfrist für den Arbeitgeber verlängert sich je nach Dauer der Betriebszugehörigkeit des Mitarbeiters. © Patrick Pleul / dpa
Wer kündigen will, sollte seine Kündigung dem Chef oder der Personalabteilung persönlich übergeben oder per Post verschicken - am besten per Einschreiben.
Wer kündigen will, sollte seine Kündigung dem Chef oder der Personalabteilung persönlich übergeben oder per Post verschicken - am besten per Einschreiben. © Monika Skolimowska / ZB / dpa
Kann ich eine Kündigung auch zurückziehen? Ja, aber nur wenn sie der Vorgesetzte noch nicht gelesen hat. Dann müssen Sie die Kündigung schriftlich widerrufen
Kann ich eine Kündigung auch zurückziehen? Ja, aber nur wenn sie der Vorgesetzte noch nicht gelesen hat. Dann müssen Sie die Kündigung schriftlich widerrufen. © Patrick Pleul / dpa
Der Kündigung durch den Arbeitgeber muss in der Regel eine Abmahnung vorausgehen. Drei Abmahnungen, wie oft angenommen wird, sind dafür nicht nötig.
Der Kündigung durch den Arbeitgeber muss in der Regel eine Abmahnung vorausgehen. Drei Abmahnungen, wie oft angenommen wird, sind dafür nicht nötig. © Robert Schlesinger / dpa Zentralbild / dpa
Bei Kündigungen unterscheidet man zwischen einer ordentlichen und einer außerordentlichen bzw. fristlosen Kündigung. Eine ordentliche Kündigung erfolgt mit einer Kündigungsfrist. Die Gründe können vielschichtig sein - von betriebsbedingten Gründen bis hin zu Arbeitsverweigerung oder Alkoholkonsum am Arbeitsplatz.
Bei Kündigungen unterscheidet man zwischen einer ordentlichen und einer außerordentlichen bzw. fristlosen Kündigung. Eine ordentliche Kündigung erfolgt mit einer Kündigungsfrist. Die Gründe können vielschichtig sein - von betriebsbedingten Gründen bis hin zu Arbeitsverweigerung oder Alkoholkonsum am Arbeitsplatz. © Tobias Hase/ dpa
Wer den Arbeitgeber bestiehlt oder andere "erhebliche" Pflichtverstöße begeht, muss mit einer fristlosen Kündigung rechnen.
Wer den Arbeitgeber bestiehlt oder andere "erhebliche" Pflichtverstöße begeht, muss mit einer fristlosen Kündigung rechnen. © Jens Büttner / dpa
Wer eine Kündigung in seinem Briefkasten vorfindet, der sollte sofort einen Anwalt einschalten. Nicht selten sind Kündigungen, etwa auf Grund von Formfehlern, unwirksam.
Wer eine Kündigung in seinem Briefkasten vorfindet, der sollte sofort einen Anwalt einschalten. Nicht selten sind Kündigungen, etwa auf Grund von Formfehlern, unwirksam. © Ralf Hirschberger/dpa (Archivbild/Symbolbild)
Egal ob die Kündigung rechtswirksam ist oder nicht: Melden Sie sich im Falle einer Kündigung schnellstmöglich bei der Agentur für Arbeit. Sonst droht eine Sperrzeit für das Arbeitslosengeld und es können Lücken im Versicherungsschutz entstehen.
Egal ob die Kündigung rechtswirksam ist oder nicht: Melden Sie sich im Falle einer Kündigung schnellstmöglich bei der Agentur für Arbeit. Sonst droht eine Sperrzeit für das Arbeitslosengeld und es können Lücken im Versicherungsschutz entstehen. © Jens Kalaene / ZB / dpa

Die Vorteile durch die Arbeitszeiterfassung

  • Besserer Nachweis über die geleisteten Stunden: 47,3 Prozent
  • Besserer Überblick über die geleisteten Stunden: 42,9 Prozent

Die Hauptvorteile, die die befragte Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer aus der Erfassung der Arbeitszeit gewinnen, sind, dass sie selbst einen Überblick über ihre Wochen bzw. Monatsarbeitszeit haben und auch der Arbeitgeber nachvollzieht, wie viele Stunden gearbeitet wurden.

Sorgen durch Arbeitszeiterfassung?

Mehraufwand durch system. Erfassung11,5 Prozent
Verlust der Zeiteinteilung und mehr Kontrolle durch Arbeitgber 15,4 Prozent
Erschwerte Zeiterfassung bei mobilem Arbeiten15,4 Prozent

Kritisch sehen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Hürden, die für sie selbst mit der Erfassung der Arbeitszeit dazukommen. Neben Mehraufwand und einem möglichen Verlust der freien Zeiteinteilung und des mobilen Arbeitens fürchten einige auch die Kontrolle durch den Arbeitgeber.

Nichts verpassen: Alles rund ums Thema Karriere finden Sie im regelmäßigen Karriere-Newsletter unseres Partners Merkur.de.

Ein Beispiel einer digitalen Erfassung der Arbeitszeit. Einige halten die Arbeitzeit noch manuell fest.

Arbeitszeiterfassung: Wie gelingt das aktuell?

Arbeitszeit wird erfasst63,1 Prozent
Keine Erfassung oder keine Angabe 36,9 Prozent

Bei knapp zwei Drittel der befragten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer wird die Arbeitszeit bereits jetzt erfasst. In der Handhabe, wie das vermerkt wird, gibt es allerdings deutliche Unterschiede. Bei rund 19,7 Prozent wird die Arbeitszeit manuell mit Stift und Zettel erfasst. Rein elektronisch per Karte oder Chip klappt das „einstempeln“ bei 16,7 Prozent. Über ein digitales Zeiterfassungssystem können 26,7 Prozent ihre Arbeitszeit erfassen. Gerade, wenn mobiles Arbeiten weiterhin möglich sein soll, wird der die Herangehensweise mit einem digitalen Tool wohl für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ausgebaut werden müssen. Flexibles Arbeiten und neue Arbeitsmodelle müssen mit der Arbeitszeiterfassung verknüpft werden: „Für die weitere Umsetzung und Akzeptanz der Zeiterfassung ist es sicherlich wichtig, die Vorteile der Regelung mit neuen Arbeitskonzepten und -modellen in Einklang zu bringen“, sagt Dr. Annina Hering.

Rubriklistenbild: © K.M.Krause/Imago

Kommentare