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Psychologie

Ihr Chef hasst Sie? Studie zeigt, warum Schikane am Arbeitsplatz sogar ein Vorteil sein kann

Manche Führungskräfte machen ihren Job gut, andere sind völlig ungeeignet in der Position. Manche quälen ihre Mitarbeiter regelrecht – was laut Forschern einen positiven Effekt haben kann.

Sie fühlen sich in Ihrem Team immer als Sündenbock, weil Ihr Chef oder Ihre Chefin bevorzugt Sie gängelt? Schlechte Führungskräfte unterscheiden in ihren Abteilungen zwischen Lieblingen und „schwarzen Schafen“, an welchen gerne mal ein Exempel statuiert wird. Oftmals hören die Schikanen auf, wenn Arbeitnehmer ganz klar Grenzen aufzeigen und ihren Chef so in die Schranken weisen. Helfen klare Worte nicht und fühlt sich der Mitarbeiter vom Vorgesetzten gemobbt, sollte er oder sie die Personalabteilung und falls vorhanden den Betriebsrat informieren.

Mobbing am Arbeitsplatz ist auch ein großes Thema in der Forschung. (Arbeits-)Psychologen aus aller Welt beschäftigen sich mit den Auslösern und Folgen von Schikane am Arbeitsplatz. Wie Wissenschaftler um Shannon G. Taylor von der University of Central Florida herausfanden, kann schlechte Behandlung vonseiten der Vorgesetzten sogar Vorteile für die weitere Laufbahn von Mitarbeitern haben.

Dicke Luft im Büro: Manche Vorgesetzte können ihren Mitarbeitern das Leben zur Hölle machen.

Schlechter Führungsstil hat zur Folge, dass Betroffene diesen Fehler nicht nachmachen wollen

Ihre im Fachjournal „Journal of Applied Psychology“ veröffentlichte Studie zeigte, dass Opfer von schlechter Führung und schlechter Behandlung am Arbeitsplatz ihre eigenen Angestellten tendenziell besser behandeln. „Auf der Grundlage der sozial-kognitiven Theorie und verwandter Forschungen gehen wir davon aus, dass misshandelte Vorgesetzte sich dem missbräuchlichen Verhalten ihrer Vorgesetzten eher widersetzen, als es nachzuahmen. Konkret sagten wir voraus, dass einige misshandelte Vorgesetzte - d.h. solche mit einer starken moralischen Identität – in dem Maße, wie sie sich mit ihren misshandelnden Vorgesetzten nicht mehr identifizieren, einen „Kurswechsel“ vollziehen, indem sie weniger misshandeln oder ihren Untergebenen gegenüber ethische Führungsqualitäten demonstrieren“, heißt es in der Zusammenfassung der Studie.

Zwei Experimente mit 288 bzw. 462 berufstätigen Erwachsenen liegen dieser Schlussfolgerung zugrunde. Auch eine Feldstudie unter 500 Angestellten und ihren Vorgesetzten bezogen die Forschenden mit ein. Im Rahmen der Untersuchungen zeigte sich: Wurden die Studienteilnehmer von einem fiktiven oder realen Vorgesetzten schlecht behandelt, distanzierte sich ein Großteil emotional von der Führungskraft und handelte selbst als Führungskraft verantwortungsbewusster als die Teilnehmer, die keine schlechte Behandlung erfahren hatten. Vor allem habe das für jene gegolten, denen moralische Integrität eigenen Angaben zufolge sehr wichtig war, so die Forscher dem Portal Business Insider zufolge.

Gehalt: Bei welchen Jobs Sie gut verdienen können

Das Durchschnittsgehalt in Deutschland beträgt 51.009 Euro brutto im Jahr.
Das Durchschnittsgehalt in Deutschland beträgt 51.009 Euro brutto im Jahr. Das Jahresmediangehalt (Mittelwert) liegt bei 44.074 Euro brutto. Das zeigt der gemeinsame Gehaltsreport 2022 der Portale Gehalt.de und Stepstone.de, für die mehr als 600.000 Gehaltsdaten analysiert wurden.  © IMAGO
Frauen verdienen jährlich 40.533 Euro brutto im Median, Männer 47.320 Euro brutto.
Frauen verdienen jährlich 40.533 Euro brutto im Median, Männer 47.320 Euro brutto. © Andrey Popov/Imago/Panthermedia
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Personalverantwortung wird belohnt: Das Gehalt von Führungskräften liegt bei 86.349 Euro brutto im Jahr, während Fachkräfte ohne Personalverantwortung im Median 43.628 Euro brutto verdienen. © IMAGO/donfiore
Das Ranking der Großstädte dominiert Frankfurt am Main mit 54.100 Euro. Es folgen München (53.900 Euro) und Stuttgart (53.600 Euro).
Das Ranking der Großstädte dominiert Frankfurt am Main mit 54.100 Euro. Es folgen München (53.900 Euro) und Stuttgart (53.600 Euro).  © Monika Skolimowska/dpa
Geldscheine. Der Gehaltsreport 2022 zeigt, wo Sie aktuell die besten Chancen auf ein gutes Gehalt haben.
Der Gehaltsreport 2022 zeigt, wo Sie aktuell die besten Chancen auf ein gutes Gehalt haben.  © Robert Michael/dpa
In Hessen liegt das Durchschnittsmediangehalt mit 47.840 Euro deutschlandweit am höchsten.
In Hessen liegt das Durchschnittsmediangehalt mit 47.840 Euro deutschlandweit am höchsten. Auf Platz 2 folgt Baden-Württemberg mit 47.806 Euro, Bayern landet auf dem dritten Platz (46.800 Euro).  © Lutz Wallroth/Imago
Der bestbezahlte Beruf in Deutschland kommt wie schon in den letzten Jahren aus der Berufsgruppe der Akademiker. Ärztinnen und Ärzte gehören mit einem Gehalt von 78.317 Euro im Median (Mittelwert) zu den Spitzenverdienern.
Der bestbezahlte Beruf in Deutschland kommt wie schon in den letzten Jahren aus der Berufsgruppe der Akademiker. Ärztinnen und Ärzte gehören mit einem Gehalt von 78.317 Euro im Median (Mittelwert) zu den Spitzenverdienern.  © IMAGO / YAY Images
Auf Platz zwei folgen Mitarbeitende im Vertrieb (zum Beispiel Key Account Management), die vor allem durch flexible Gehaltsbestandteile wie Boni im oberen Bereich des Rankings landen.
Auf Platz zwei folgen Mitarbeitende im Vertrieb (zum Beispiel Key Account Management), die vor allem durch flexible Gehaltsbestandteile wie Boni im oberen Bereich des Rankings landen. Ein Gehalt von 62.379 Euro Euro im Median (Mittelwert) kann sich hier durchaus sehen lassen.  © Katarina Premfors/Imago
Auch Unternehmensberater werden top entlohnt
Auch Unternehmensberater werden top entlohnt und landen dem Ranking zufolge auf Platz 3 – mit einem Gehalt von 62.119 Euro im Median (Mittelwert). © Thomas Trutschel/photothek/Imago
Bei den Berufen ohne akademische Ausbildung verdienen Finanzexpert/innen am besten: Ihnen winkt ein Jahresgehalt von 43.175 Euro brutto im Median, gefolgt von IT-Expert/innen (42.758 Euro) und Personaler/innen (42.011 Euro).
Bei den Berufen ohne akademische Ausbildung verdienen Finanzexpert/innen am besten: Ihnen winkt ein Jahresgehalt von 43.175 Euro brutto im Median, gefolgt von IT-Expert/innen (42.758 Euro) und Personaler/innen (42.011 Euro).  © Arno Burgi/dpa
Zu den bestbezahlten Branchen in Deutschland gehört laut des Gehaltsreports die Halbleiterbranche
Zu den bestbezahlten Branchen in Deutschland gehören laut des Gehaltsreports die Halbleiterbranche mit 62.963 Euro Jahresgehalt brutto (Median), der Bereich Biotechnologie mit 61.542 Euro brutto (Median) sowie Banken mit 58.341 Euro brutto im Median. © Kay Nietfeld/dpa
Der Einzelhandel schneidet dagegen mit 32.000 bis 35.000 Euro jährlich verhältnismäßig schlecht ab.
Der Einzelhandel schneidet dagegen mit 32.000 bis 35.000 Euro jährlich verhältnismäßig schlecht ab. Auch in Hotels und Gaststätten (31.2000 Euro) sowie in Callcentern (28.916 Euro) erwartet Mitarbeiter die niedrigsten Gehälter über alle Branchen hinweg. © Malte Christians/dpa

Schlechte Führungskräfte: Unternehmen sollten Forschern zufolge nicht die Falschen befördern

Am besten wäre natürlich, wenn alle Vorgesetzte ethisch-moralisch richtig führen würden. Doch nicht selten werden die Falschen befördert. Dem Business Insider zufolge raten die Forscher der Studie Unternehmen, vor allem jene zu befördern, die starke moralische Identitäten haben. Das sind etwa Menschen mit starkem Gerechtigkeitssinn, die freundlich, aber bestimmt und nie cholerisch und ausfallend agieren. (jg)

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