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Mit ein paar Klicks zur AU

Online-Krankschreibung ohne Arztbesuch: Wie funktioniert das?

Nur ein paar Klicks und schon erhalten kranke Arbeitnehmer den gelben AU-Schein – ohne Arztbesuch. Die Online-Krankschreibung bietet viele Vorteile. Doch sie kann auch gewaltig nach hinten losgehen.

Wer mit einem Magen-Darm-Virus oder Grippe flach liegt, der will sich wegen der Krankschreibung für den Arbeitgeber* nicht auch noch zum Arzt schleppen. Das gilt erst recht zu Corona-Zeiten, in denen Kontakte auf ein Minimum reduziert und Arztpraxen, wenn möglich entlastet werden sollen. Neben der telefonischen Krankschreibung bei Erkältungssymptomen oder einer Videosprechstunde beim Hausarzt, bietet sich alternativ auch die Online-Krankschreibung an.

Wie funktioniert die Online-Krankmeldung?

Eine Online-Krankschreibung kann bei verschiedenen Anbietern wie AU-Schein.de, kry.de oder teleclinic.de erworben werden. Das Vorgehen ähnelt sich dabei meist:

  • Patienten klicken sich durch ein Formular und beantworten Fragen zu ihrem Gesundheitszustand und Symptomen.
  • Nachdem alle Fragen beantworte sind, schicken Sie das Formular ab.
  • Im Anschluss erhalten sie die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (AU) als PDF oder per Post.
  • Manche Anbieter arbeiten auch zusätzlich mit einem Video-Call oder der gelbe Schein wird sogar ausschließlich per Videokonsultation ausgestellt.
  • Je nach Ergebnis der Befragung kann auch eine Überweisung zu einem Facharzt erfolgen oder ein Rezept ausgestellt werden.
Eine Krankschreibung ohne Arztbesuch ist auch online möglich, meist gegen eine Gebühr.

Anfangs war noch ein Versand per WhatsApp möglich, inzwischen wurde diese vorgehen jedoch vom Landgericht Hamburg untersagt. Der Grund: Die Krankschreibung sei aufgrund der amerikanischen Server nicht datenschutzkonform, heißt es auf dem Rechtsblog von Klugo.de.

Außerdem darf die Online-Krankschreibung- und Behandlung nicht bei schwerwiegenden Erkrankungen und Vorerkrankungen genutzt werden. Möglich sind laut Klugo.de eine Online-Krankschreibung bei Corona, Erkältung, Grippe, Magen-Darm-Grippe, Regelschmerzen, stress, Rückenschmerzen, Migräne, Blasenentzündung oder auch Durchfall.

ist eine Online-Krankschreibung kostenlos?

Die Behandlung für Kassenpatienten ist bei den meisten Anbietern kostenlos, Privatpatienten erhalten eine Rechnung. Beim AnbieterAU-Schein.de ist die Online-Krankschreibung nur kostenlos, wenn es sich um eine Erkältungskrankheit handelt. Diese muss dann noch durch ein Telefonat oder Videochat mit einem Hausarzt verifiziert werden (Stand: 10. Februar 2021). Möglich macht dies eine Sonderregelung aufgrund der Corona-Pandemie, in der Hausärzte Patienten mit Erkältungssymptomen per Telefon krankschreiben dürfen. Allerdings ist dies auch beim eigenen Hausarzt, ohne den Umweg über die Internet-Anbieter, möglich. Wie krank die Deutschen im Jahr 2020 waren, berichtet 24vita.de*.

Lesen Sie auch: Krankschreibung wegen Depression: Wie lange darf sie gehen und welche Regelungen gelten?

Ist die Online-Krankschreibung rechtens?

Da die Krankschreibungen von approbierten Ärzten ausgestellt werden, sollte es für Arbeitgeber keinen Grund geben, die Echtheit anzuzweifeln. Dennoch könnte es sein, dass Online-Krankschreibungen als Nachweis der Arbeitsunfähigkeit vom Chef nicht akzeptiert werden. Zumal das Landgericht Hamburg bei einem Gerichtsurteil 2019 Verstöße gegen medizin- und wettbewerbsrechtliche Vorgaben bei AU-Schein.de angeprangerte. Chefs können den Arbeitnehmer also durchaus dazu auffordern, bei der nächsten Krankschreibung persönlich einen Arzt aufzusuchen. (as)*Merkur.de und 24vita.de sind Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

Mehr zum Thema: Corona: Bekomme ich eine Krankschreibung, wenn ich in Quarantäne muss?

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Überraschend: Diese fünf Berufe machen krank

In einigen Berufen melden sich die Mitarbeiter besonders häufig krank - sei es wegen Atemwegsinfektionen, Rückenschmerzen oder Depressionen. Welche Jobs die meisten Fehltage verursachen, zeigt eine Auswertung der Krankenkassen.
In einigen Berufen melden sich die Mitarbeiter besonders häufig krank - sei es wegen Atemwegsinfektionen, Rückenschmerzen oder Depressionen. Welche Jobs die meisten Fehltage verursachen, zeigt eine Auswertung der Krankenkassen. © dpa
Platz 5: Mitarbeiter der öffentlichen Verwaltung und Sozialversicherung - 18,6 Fehltage
Platz 5: Öffentliche Verwaltung und Sozialversicherung - 18,6 Fehltage © dpa
Platz 4: Angestellte der Müllabfuhr oder Recycling-Mitarbeiter - 19,4 Fehltage
Platz 4: Angestellte der Müllabfuhr oder Recycling-Mitarbeiter - 19,4 Fehltage © dpa
Platz 3: Verkehrsbranche wie LKW- oder Lokfahrer bzw. Mitarbeiter im Straßenbau - 19,8 Fehltage
Platz 3: Verkehrsbranche wie LKW- oder Lokfahrer bzw. Mitarbeiter im Straßenbau - 19,8 Fehltage © dpa
Platz 2: Mitarbeiter der Arbeitsvermittlung oder von Zeitarbeitsfirmen - 20,3 Fehltage
Platz 2: Mitarbeiter der Arbeitsvermittlung oder von Zeitarbeitsfirmen - 20,3 Fehltage © dpa
Platz 1: Post- und Paketzusteller - 22,8 Fehltage
Platz 1: Post- und Paketzusteller - 22,8 Fehltage © dpa

Rubriklistenbild: © Patrick Pleul/dpa

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