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Jobwechsel

Kündigung: Drei Fehler, die Arbeitnehmer später bereuen könnten

Wenn Mitarbeiter ihre Firma verlassen, geschieht dies nicht immer im Guten. Bestimmte Fehler sollten Sie jedoch vermeiden.

Es gibt einen Punkt, an dem Mitarbeiter genau wissen, dass sie ihren Job jetzt endgültig kündigen müssen. Etwa weil die gestellten Anforderungen und der damit verbundene psychische Druck einen nicht mehr schlafen lassen. Oder weil der Chef schon wieder eine Gehaltserhöhung ausgeschlagen hat.

Laut einer Umfrage des Portals Gehalt.de und Compensation Partner aus dem Jahr 2019 ist für 45 Prozent der Befragten mangelnde Wertschätzung seitens des Chefs der Hauptgrund, weshalb Mitarbeiter kündigen. Doch auch, wenn Sie allen Grund dazu haben, wütend zu sein, sollten Sie Ihre Worte bei der Kündigung immer mit Bedacht wählen. Das gilt laut Profis besonders auch für das Kündigungsschreiben.

Vor allem aus zwischenmenschlicher Sicht sollten Ihnen bei einer Kündigung keine Fehler unterlaufen.

Drei Fehler, die Arbeitnehmer im Kündigungsschreiben schlecht aussehen lassen

Neben Formfehlern, die jede Kündigung unwirksam machen, sollten Ihnen vor allem aus zwischenmenschlicher Sicht keine Fehler unterlaufen. Diese können Ihrem Ruf schaden und sich so nachhaltig auf Ihre Karriere auswirken:

  • Abrechnung mit der Firma: Was auch immer im Job vorgefallen ist – Sie sollten im Kündigungsschreiben nie zum Rundumschlag ausholen. Bedenken Sie, dass Sie noch ein Arbeitszeugnis vom Arbeitgeber erwarten, und eventuell die ein oder andere Referenz des alten Chefs benötigen werden.
  • Detaillierte Auflistung der Kündigungsgründe: Über den wahren Grund müssen Sie im Kündigungsschreiben in der Regel keine Auskunft geben – und das sollten sie auch tunlichst bleiben lassen. „Das ist eine Diskussion, die Sie mit Ihrem Vorgesetzten führen sollten, bevor Sie den Brief überhaupt versenden“, verrät Gary Burnison, Chef einer Headhunter-Agentur, gegenüber dem News-Portal cnbc.com. Aber auch für den Fall einer gerichtlichen Auseinandersetzung kann der angegebene Kündigungsgrund Ihrem Arbeitgeber in die Karten spielen. Am besten halten Sie das Kündigungsschreiben so kurz wie möglich.
  • Zu kurzes Kündigungsschreiben: Auch wenn Sie Ihrem Chef so wenig Aufmerksamkeit wie möglich schenken wollen, so sollte der Kündigungsbrief laut Burnison mehr als zwei Sätze und die formal notwendigen Anforderungen enthalten. Alles andere wirke „faul und unprofessionell.“ Nach seinem Empfinden, solle das Schreiben stets freundlich, positiv und konstruktiv formuliert sein. Dazu zählt etwa, sich für die Zeit und das Gelernte bei seinem Chef zu bedanken und eventuell auch Vorschläge für die Übergabe zu machen.

Kündigung des Arbeitsvertrags: Die wichtigsten Fakten, die jeder kennen sollte

Bei einer Kündigung des Arbeitsvertrags gibt es viele rechtliche Fallstricke zu beachten - egal ob sie vom Arbeitgeber oder Arbeitnehmer aus erfolgt.
Bei einer Kündigung des Arbeitsvertrags gibt es viele rechtliche Fallstricke zu beachten - egal ob sie vom Arbeitgeber oder Arbeitnehmer aus erfolgt. © Patrick Pleul / dpa
Ein Arbeitsvertrag muss immer schriftlich gekündigt werden, und zwar mit einer Original-Unterschrift und dem vollen Namen. E-Mail, Textnachricht oder Fax reichen hier nicht aus.
Ein Arbeitsvertrag muss immer schriftlich gekündigt werden, und zwar mit einer Original-Unterschrift und dem vollen Namen. E-Mail, Textnachricht oder Fax reichen hier nicht aus. © Jan-Philipp Strobel / dpa
Wie lange die Kündigungsfrist dauert, können Arbeitnehmer ihrem Arbeitsvertrag entnehmen. Laut Gesetz beträgt sie jedoch mindestens vier Wochen. Während der Probezeit gilt eine kürzere Kündigungsfrist von zwei Wochen. Die Kündigungsfrist für den Arbeitgeber verlängert sich je nach Dauer der Betriebszugehörigkeit des Mitarbeiters.
Wie lange die Kündigungsfrist dauert, können Arbeitnehmer ihrem Arbeitsvertrag entnehmen. Laut Gesetz beträgt sie jedoch mindestens vier Wochen. Während der Probezeit gilt eine kürzere Kündigungsfrist von zwei Wochen. Die Kündigungsfrist für den Arbeitgeber verlängert sich je nach Dauer der Betriebszugehörigkeit des Mitarbeiters. © Patrick Pleul / dpa
Wer kündigen will, sollte seine Kündigung dem Chef oder der Personalabteilung persönlich übergeben oder per Post verschicken - am besten per Einschreiben.
Wer kündigen will, sollte seine Kündigung dem Chef oder der Personalabteilung persönlich übergeben oder per Post verschicken - am besten per Einschreiben. © Monika Skolimowska / ZB / dpa
Kann ich eine Kündigung auch zurückziehen? Ja, aber nur wenn sie der Vorgesetzte noch nicht gelesen hat. Dann müssen Sie die Kündigung schriftlich widerrufen
Kann ich eine Kündigung auch zurückziehen? Ja, aber nur wenn sie der Vorgesetzte noch nicht gelesen hat. Dann müssen Sie die Kündigung schriftlich widerrufen. © Patrick Pleul / dpa
Der Kündigung durch den Arbeitgeber muss in der Regel eine Abmahnung vorausgehen. Drei Abmahnungen, wie oft angenommen wird, sind dafür nicht nötig.
Der Kündigung durch den Arbeitgeber muss in der Regel eine Abmahnung vorausgehen. Drei Abmahnungen, wie oft angenommen wird, sind dafür nicht nötig. © Robert Schlesinger / dpa Zentralbild / dpa
Bei Kündigungen unterscheidet man zwischen einer ordentlichen und einer außerordentlichen bzw. fristlosen Kündigung. Eine ordentliche Kündigung erfolgt mit einer Kündigungsfrist. Die Gründe können vielschichtig sein - von betriebsbedingten Gründen bis hin zu Arbeitsverweigerung oder Alkoholkonsum am Arbeitsplatz.
Bei Kündigungen unterscheidet man zwischen einer ordentlichen und einer außerordentlichen bzw. fristlosen Kündigung. Eine ordentliche Kündigung erfolgt mit einer Kündigungsfrist. Die Gründe können vielschichtig sein - von betriebsbedingten Gründen bis hin zu Arbeitsverweigerung oder Alkoholkonsum am Arbeitsplatz. © Tobias Hase/ dpa
Wer den Arbeitgeber bestiehlt oder andere "erhebliche" Pflichtverstöße begeht, muss mit einer fristlosen Kündigung rechnen.
Wer den Arbeitgeber bestiehlt oder andere "erhebliche" Pflichtverstöße begeht, muss mit einer fristlosen Kündigung rechnen. © Jens Büttner / dpa
Wer eine Kündigung in seinem Briefkasten vorfindet, der sollte sofort einen Anwalt einschalten. Nicht selten sind Kündigungen, etwa auf Grund von Formfehlern, unwirksam.
Wer eine Kündigung in seinem Briefkasten vorfindet, der sollte sofort einen Anwalt einschalten. Nicht selten sind Kündigungen, etwa auf Grund von Formfehlern, unwirksam. © Ralf Hirschberger/dpa (Archivbild/Symbolbild)
Egal ob die Kündigung rechtswirksam ist oder nicht: Melden Sie sich im Falle einer Kündigung schnellstmöglich bei der Agentur für Arbeit. Sonst droht eine Sperrzeit für das Arbeitslosengeld und es können Lücken im Versicherungsschutz entstehen.
Egal ob die Kündigung rechtswirksam ist oder nicht: Melden Sie sich im Falle einer Kündigung schnellstmöglich bei der Agentur für Arbeit. Sonst droht eine Sperrzeit für das Arbeitslosengeld und es können Lücken im Versicherungsschutz entstehen. © Jens Kalaene / ZB / dpa

Bevor Sie das Kündigungsschreiben Ihrem Chef in die Hand drücken oder per Post versenden, sollten Sie aber unbedingt das Gespräch mit Ihrem Vorgesetzten suchen und darin Ihre Kündigungsabsichten ansprechen. Wer weiß, vielleicht macht er Ihnen doch noch ein vielversprechendes Bleibeangebot. (as)

Rubriklistenbild: © Daniel Naupold/dpa

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