Nach Autopanne ins Gefängnis

Bergen - Eigentlich sollte man davon ausgehen, dass es positiv ist, wenn einem die Polizei bei einer Autopanne hilft. Bei einem Paar aus Tschechien war das überhaupt nicht der Fall:

Am späten Samstagnachmittag blieb ein tschechisches Pärchen auf dem Weg von ihrer Heimat in die Schweiz im Gemeindebereich Bergen auf der BAB A8 liegen. Der Wagen ließ sich immer nur kurz starten und starb dann wieder ab. Die vermeintliche Hilfe bei der Absicherung der Pannenstelle, eine Streifenbesatzung der Verkehrspolizei Traunstein, erwies sich für beide jedoch nicht als besonderer Glücksfall.

Während ein technisch versierter Beamter den Wagen wieder flott bekam, glich der andere Beamte die Daten der beiden mit dem Fahndungsbestand ab. Hierbei kam zu Tage, dass der 26-jährige Beifahrer wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis noch einen Haftbefehl der Staatsanwaltschaft Passau offen hat. Da er den geforderten Geldbetrag zur Abwendung der Ersatzfreiheitsstrafe nicht aufbringen konnte, wurde er an Ort und Stelle verhaftet und zur Verkehrspolizeiinspektion verbracht.

Dorthin folgte seine Freundin mit dem inzwischen wieder reparierten Pkw. Dort angekommen, bemerkte ein erfahrener Beamter bei der 25-jährigen drogentypische Auffälligkeiten, was eine intensive Durchsuchung des Pkw sowie einen Drogenvortest zur Folge hatte. Dieser zeigte den Konsum von Amfetamin und Metamfetamin an.

Während es für ihren Freund in Richtung JVA Traunstein ging, wurde sie zur Blutentnahme ins Klinikum Traunstein verbracht. Die Weiterfahrt wurde der Dame untersagt. Auf sie wartet eine empfindliche Geldbuße, ein Fahrverbot sowie gegebenenfalls die verwaltungsbehördliche Untersagung des Rechts, von ihrer tschechischen Fahrerlaubnis in Deutschland Gebrauch zu machen.

Pressemeldung VPI Traunstein

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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