Tränen bei Kontrolle am Irschenberg

"Jesus" muss sich von Geliebter (16) trennen

Irschenberg - Was es nicht alles gibt: Eigentlich wollte "Jesus" mit seiner minderjährigen Geliebten nur mit dem Auto von Polen nach Spanien. Am Irschenberg fand die Reise jedoch ein jähes Ende:

Am Mittwochmorgen um 1 Uhr stoppten die bayerischen Schleierfahnder der PI Fahndung Rosenheim auf der Autobahn A8 bei Irschenberg einen Audi mit polnischem Kennzeichen. Am Steuer saß ein 24jähriger Spanier mit Vorname Jesus. Als Beifahrerin war seine 16-jährige polnische "Geliebte" mit im Wagen. Sie hatten sich in Polen kennengelernt und befanden sich mit "Sack und Pack" auf dem Weg nach Spanien. Dort sollte die neue Heimat des Liebespaares werden.

Die bayerischen Schleierfahnder fanden dies einerseits romantisch. Andererseits bezweifelten die Polizisten, dass die Eltern der Minderjährigen damit einverstanden waren. Eine Fahndungsabfrage in INPOL bestätigte den Verdacht. Das junge Mädchen war vermisst gemeldet und international gesucht.

Mittels Dolmetscher nahmen die Schleierfahnder telefonischen Kontakt mit den Eltern in Polen auf. Die Mutter zeigte sich überglücklich, galt das junge Mädchen doch bereits seit zwei Wochen als spurlos verschwunden. Sehr zum Missfallen der Minderjährigen baten die Eltern darum, dass Mädchen in Gewahrsam zu nehmen, bis sie es persönlich beim zuständigen Jugendamt in Miesbach abholen würden.

Sehr zur Überraschung der Polizeibeamten traf die "Trennung" des Liebespaares mehr den 24-jährigen Spanier. Er war den Tränen nahe, während sich die 16-Jährige eher verärgert zeigte.

Pressemeldung Polizeipräsidium Oberbayern Süd

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © dpa

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