Unfall auf A8: Pulli brennt, Mann isst Steine

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Bergen/A8 - Selten wird der Verkehrspolizei wohl so ein kurioser Sachverhalt vorgelegen sein: Ein Ungar stand neben seinem Unfallauto auf der A8, zündete seinen Pulli an und aß Steine.

Am 8. März, gegen 23.20 Uhr, wurde der Verkehrspolizeiinspektion Traunstein ein Verkehrsunfall auf der BAB A8, Bereich Bergen, Fahrtrichtung Salzburg, mitgeteilt. Der eintreffenden Streifenbesatzung bot sich ein nichtalltägliches Bild. Ein nicht unerheblich unfallbeschädigter Toyota mit schweizer Zulassung stand auf dem rechten Fahrstreifen neben der Schutzplanke. Der Fahrzeugführer, ein 51-jähriger, in der Schweiz lebender ungarischer Staatsangehöriger, stand nur mit Hose und Unterhemd bekleidet neben seinem Pkw.

Unter dem Fahrzeug konnten die Beamten einen brennenden Pullover feststellen, welcher jedoch schnell gelöscht werden konnte. Einen Grund für die dubiosen Umstände konnte der Fahrer nicht nennen. Mit in den Himmel erhobenen Händen rief er nach Gott und dass dieser ihn gleich holen werde. Anschließend schleuderte er einen größeren Betrag an Geldscheinen in die Luft, die auf der Fahrbahn verteilt wurden. Während des gesamten Ablaufs des Geschehens aß er immer wieder murmelgroße Steine, welche den Teufel aus ihm vertreiben sollten.

Den Polizeibeamten gegenüber äußerte er, dass er sich die letzten drei Tage ausschließlich von Steinen und Wasser ernährt hätte. Aufgrund seines extrem verwirrten und tranceartigen Zustandes wurde der Rettungsdienst herbeigerufen. Der vor Ort behandelnde Notarzt stimmte einer Einweisung in das Inn-Salzach-Klinikum in Wasserburg, in welches er sich anschließend in Polizeibegleitung zur stationären Behandlung begeben musste, zu.

Da ein durchgeführter Alkoholtest negativ verlief und die Einnahme von Betäubungsmitteln oder Medikamenten nicht ausgeschlossen werden konnte, musste sich der Gottesanbeter einer Blutentnahme unterziehen. Ob strafrechtliche Konsequenzen auf ihn zukommen, wird das Untersuchungsergebnis zeigen. Letztendlich konnte recherchiert werden, dass er mehrfach mit seinem Pkw gegen die Mittel- und rechte Schutzplanke fuhr und hierbei Sachschaden in Höhe von mindestens 3000 Euro verursachte.

Pressemitteilung Verkehrspolizeiinspektion Traunstein

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © pa

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