Viel Wind um "Pups"

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Dass Tuntenhausen bei kuriosen Ortsnamen gerne genannt wird, ist nichts Neues. Doch auch in Feldkirchen gibt es einen besonderen Ort: "Pups".

Feldkirchen-Westerham - In der Schule nannten sie ihn den "Pupser"! Der Weiler Pups schaffte es nun unter die "Top 10" der lustigsten Ortsnamen Bayerns.

Immer wieder sorgt der Ort für Schlagzeilen, wenn es um kuriose Ortsnamen geht. Bekannte "Weggefährten" sind Katzenhirn, Busendorf und Kotzendorf. Jetzt schaffte es Pups unter die "Top 10" von Bayerns lustigsten Ortsnamen.

Der Weiler "Pups" liegt im Norden der Gemeinde bei Unterlaus, nordöstlich des Lauser Weihers. Ein einziger, aber stattlicher Bauernhof, 50 Kühe und ein großer Waldbestand prägen das Ortsbild. Doch der Name verlockt auch zum Derblecken, wie der 36-jährige Landwirt Ludwig Weber am eigenen Leib in der Schule erfahren musste: "Sie nannten mich abwertend immer den Pupser." Dabei sind Weber und seine Frau stolz, nicht einfach zum Ort Unterlaus zu gehören, sondern einen eigenen Ort zu haben.

Doch der ungewöhnliche Name sorgt besonders bei Urlaubern für Schmunzler und Witze: "Jeder zweite meint, besonders lustig zu sein, wenn er gleich mal einen Scherz über den hiesigen Wind macht und fragt, ob der Bohnenanbau in der Gegend vielleicht besonders ertragreich sei", schilderte Weber seine Erfahrungen.

Die skurrilsten Ortsnamen in Deutschland

Doch damit nicht genug: Es gibt auch Probleme mit dem originellen Ortsnamen. "Wir haben bestimmt schon die fünfte oder sechste Ortstafel, da diese immer von Souvenirjägern abgeschraubt und gestohlen wird", so Weber.

Römischer Siedler als Namenspatron

Dass ihr Weiler Pups immer bekannter wird, erträgt das Ehepaar Weber mit einem bitteren Lächeln. Schließlich ist Pups neben Bieselbach, Schnarchenreuth und Pumpernudl in die Hauptrunde bei der Wahl von Bayerns lustigsten Ortsnamen, initiiert vom Bayerischen Rundfunk (BR), gekommen.

Dabei hat der Ortsname nichts mit irgendwelchen Verdauungsvorgängen zu tun, sondern kommt höchstwahrscheinlich von einem römischen Siedler mit dem völlig harmlosen Namen "Pupis" oder "Puppis".

Die Geschichte des Weilers ist ab dem 12. Jahrhundert dokumentiert. Der Hof befand sich damals im Besitz des Geschlechts Höhenrain. 1498 verkaufte Jörg von Pienzenau zu Kemathen den Hof an das Gut Altenburg. Mit der Auflösung der Hofmark Höhenrain im Jahr 1813 im Zuge der Neuorganisation des bayerischen Staatswesens kam er zunächst in den Steuerdistrikt Höhenrain und 1818 in die neu gebildete Gemeinde Höhenrain. Seit deren Eingemeindung 1978 ist Pups Gemeindeteil von Feldkirchen-Westerham.

Wählen Sie ihre "Top 3"

Am Donnerstag, 4. März, stellt das Bayerische Fernsehen in der Sendung "Wir in Bayern" um 15.30 Uhr ebenfalls Pups vor. Damit es dieser Ort ins Finale am 8. März schafft, müssen Bürger ihren Favoriten per Post - Stichwort "Pups" - an den BR ("Wir in Bayern", Floriansmühlstraße 60, 80939 München) schicken.

re/Mangfall-Bote

Quelle: rosenheim24.de

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