„Ein Korridor für Schimpansen“

+

Salzburg - Als Startschuss für die aktuelle Schimpansen-Rettungskampagne des Jane Goodall Institut-Austria hat Jane Goodall am Dienstag im Zoo Salzburg einen Partnerschaftsbaum für Uganda gepflanzt.

Hilfe für diese Initiative erhält die Schimpansenforscherin und UN Friedensbotschafterin von der achtjährigen Johanna Mittermaier. Sie ist die österreichische Vertreterin der Schülerinitiative „plant-for the-planet“, unter deren Dach, Kinder aus aller Welt Bäume als Zeichen für Klimagerechtigkeit pflanzen. Im Sinne Jane Goodalls „Die Zukunft der Welt liegt in den Händen der Kinder“ setzen sie gemeinsam mit Sabine Grebner, Geschäftsführerin Zoo Salzburg, mit dieser Baumpflanzung im Zoo ein Symbol für das Jane Goodall Aufforstungsprojekt in Uganda.

„Dieser Baum soll sich nicht nur tief in unserer Erde verwurzeln und vielen Lebewesen Schutz und Nahrung geben sondern soll ein Zeichen für uns und alle unsere Zoobesucher sein, den Natur- und Artenschutz tatkräftig zu unterstützen!“

Ein Korridor für Schimpansen

„Die Schimpansen – unsere nächsten Verwandten – sind vom Aussterben bedroht“, erklärt Jane Goodall und warnt eindringlich:„Verlieren wir sie, verlieren wir auch einen Teil unserer eigenen Vergangenheit.“

In Uganda leben noch etwa 5000 Schimpansen. Daher sei Uganda ein wichtiges Land für den Erhalt der Schimpansen in ihrem natürlichen Lebensraum. Die Verbreitung dieser Schimpansen beschränkt sich vor allem auf zwölf von einander isolierten Nationalparks und Waldreservaten. Außerhalb solcher Gebiete wird der Lebensraum für Schimpansen weiterhin für wirtschaftliche Belange zerstört. Über bleiben nur noch Waldreste, in die die Schimpansen zurück gedrängt werden.

Das Jane Goodall Institut hat begonnen, diese „Waldinseln“ zu schützen und sie mit den größeren Wäldern durch so genannte Korridore zu verbinden. Gelingt es diese Waldbrücken zu errichten, dann haben diese kleinen Schimpansenpopulationen die Möglichkeit zu überleben.

Die Zerstörung der natürlichen Lebensräume hat aber nicht nur fatale Folgen für die Schimpansen und andere Wildtiere. Das gesamte Ökosystem ist gestört. Der Wasserspiegel sinkt, die Trinkwasserversorgung wird immer problematischer.

Gemeinsam mit der Bevölkerung im Einklang mit der Natur

Jane Goodall streicht besonders den ganzheitlichen Ansatz dieses wegweisenden Tier- und Artenschutzprojektes hervor. „Schimpansen vor dem Aussterben zu retten, erfordert nicht allein eine neue Sicht auf Natur und Tier. Wenn wir wollen, dass die örtliche Bevölkerung auch weiterhin ihre Heimat mit den Schimpansen teilt, müssen wir Ihnen zwingende Gründe dafür geben.“

Wie kann geholfen werden?

Seit 2011 unterstützt das JGI-A dieses Projekt, welches im Sinne des ganzheitlichen Artenschutzes realisiert wird. Das österreichische Institut cofinanziert die Aufforstung des Korridors im Bereich zwischen Budongo Forest und Bugoma Forest. Das Korridorprojekt umfasst gesamt 16.328 ha. In der Phase 1 werden 565.600 Bäume gepflanzt (pro ha ca. 400 Bäume). Es sind dies einheimische Bäume, inklusive Futterbäume für die Schimpansen. Damit können 21.200 Tonnen CO2 eingespart werden. Durch dieses Projekt erhalten die Menschen der Region um Kigagaa auch Arbeit in den Baumschulen und bei der Aufforstung der Wälder. Kindern wird die Bildung im Bereich Umweltschutz ermöglicht.

Auch Sie können helfen!

Als BaumpatIn – mit sechs Euro – kann jeder den Ankauf von Samen, die Aufzucht und Pflege der Setzlinge sowie die Aufforstung der Wälder unterstützen. Sie helfen mit, dass die ArbeiterInnen im Rahmen dieses Projektes eine Chance auf Arbeit sowie einen fairen Lohn erhalten. Die Kinder der Dörfer bekommen die Möglichkeit auf Bildung im Bereich Umweltschutz. Ihre Hilfe ist kostbar und nachhaltig! Als Zertifikat erhalten Sie eine Urkunde für Ihre Baum-Patenschaft vom JGI-A.

Baumpatenschaft für Kinder

Das Baumzertifikat kostet einen Euro und beinhaltet den Kauf des Setzlings. Das Baumzertifikat wird im Rahmen des Kinder-und Jugendprogrammes „Roots&Shoots“ vergeben. Unsere kleine Baumpatin, Johanna Mittermaier, ist mit ihren FreundInnen, den „Umwelt-Kids“ bereits aktiv unterwegs, um Gelder für dieses Jane Goodall Zukunftsprojekt aufzustellen.

Pressemitteilung Zoo Salzburg

Quelle: rosenheim24.de

Zurück zur Übersicht: Tiere

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser