Igelfamilie wird hochgepäppelt

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Die stacheligen Fünflinge mit Igel-Mama Paula (rechts) erkunden ihr neues Quartier in Bruckmühl. 

Bruckmühl - Schon mehrfach wurden Igeln bei Familie Ahrens ein Winterquartier gewährt. Ihr neuester "Asyl-Fall" ist aber ausgewöhnlich: Eine Igelmutter mit fünf Jungen.  

Schon mehrfach wurde Igel-Winzlingen bei Familie Ahrens ein Winterquartier gewährt oder die Pflege nach einer Verletzung zuteil. In ihrem neuesten "Asyl-Fall" wurde die erfahrene "Igel-Mutter" jedoch mit einer bisher ungewohnten Situation konfrontiert: Sie beherbergt derzeit eine Igelmutter mit fünf Jungen.

 Die Igel-Großfamilie wurde ihr von einer Bruckmühler Tierarztpraxis "zugewiesen", mit er sie in Sachen "Igel-Asyl" eng zusammenarbeitet. Die Igelfamilie entstammt einem aufgelösten Komposthaufen und wurde "obdachlos" der Tierarztpraxis übergeben.

"In 21 Jahren Igel-Pflege hatte ich noch nie eine ganze Familie zu betreuen", berichtet Cornelia Ahrens unserer Zeitung.

Die putzigen Stachel-Kleinkinder sind zwischen zwölf und 14 Zentimetern lang, wiegen zwischen 150 und 180 Gramm und sind damit zu klein, um alleine zu überleben. Das Kleinste sondert sich etwas von den Anderen ab. Es deutet, so Cornelia Ahrens, vieles darauf hin, dass es sich um das einzige weibliche Jungtier handelt. "Bei so kleinen Tieren ist es selbst für erfahrene Igel-Kenner nicht leicht, das Geschlecht zu bestimmen", erklärt sie. Ahrens hat zudem festgestellt, dass es 2012 zu diesem späten Zeitpunkt auffallend viele spät geborene Igel gibt.

Igel-Muttertier "Paula" - wie sie genannt wird - und ihre fünf Jungen wurden im Hause Ahrens zunächst hochgepäppelt. Sobald feststand, dass die Kleinen die Mutter nicht mehr brauchen und "Paula" auch zu ihren Kindern "auf Abstand" ging, konnte sie wieder in die Freiheit entlassen werden.

Für den Igelnachwuchs aber wird die Zeit knapp. "Es ist mehr als fraglich, ob sie bis zum ersten Kälteeinbruch das nötige Gewicht zulegen können", befürchtet Cornelia Ahrens.

Deshalb sollen sie dann im "rausgefütterten" Zustand" für den Winterschlaf in ein kühleres Quartier umziehen.

bjn

Quelle: rosenheim24.de

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