Zwangsräumung: Hund einfach zurückgelassen

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Dieser Schäferhund wurde einfach im Regen stehen gelassen!

Rosenheim -  Tierliebe geht anders! Bei einer Zwangsräumung haben die Mieter einfach ihren Schäferhund zurückgelassen. Und der Vermieter schmiss diesen einfach raus!

Wieder einmal musste sich der Tierschutzverein Rosenheim eines armen Tieres annehmen, das von allen anderen Menschen im Stich gelassen wurde.

Eine Wohnung wurde nach dem sogenannten Berliner Modell zwangsgeräumt. Bei dieser Form der Räumung wechselt der Gerichtsvollzieher lediglich das Schloss der Wohnung aus, die Verantwortung für das in der Wohnung befindliche Inventar übernimmt der Vermieter, der verpflichtet ist, es einen Monat aufzubewahren und es nach Ablauf dieser Frist verwerten kann. Unpfändbare Sachen, zu denen auch Haustiere gehören, muss der Vermieter auf Verlangen herausgeben.

Bei einer „normalen“ Zwangsräumung hätte der Gerichtsvollzieher sich um die artgerechte Unterbringung eventuell zurückgelassener Haustiere gekümmert, bei einer „Berliner Räumung“ ist dies dem Vermieter überlassen.

Nun hatten die zwangsgeräumten Mieter ihre Schäferhündin einfach in der Wohnung zurückgelassen. Der Vermieter wollte den Hund aber nicht mehr in der Wohnung haben und hat ihn ungeachtet des gerade extrem schlechten Wetters kurzerhand in den Hof verfrachtet. Nachdem er im Tierheim hatte anrufen lassen, um Bescheid zu sagen, dass der Hund abgeholt werden solle, war der Vermieter davon überzeugt, seinen Verpflichtungen ausreichend nachgekommen zu sein.

Dass der mittlerweile pitschnasse Hund sich in einen Hauseingang flüchtete, aus dem er von anderen Mietern wieder vertrieben wurde und dass der Hund auch jederzeit auf die stark befahrene Hauptstraße hätte laufen können, kümmerte offensichtlich keinen.

Die Tierheimmitarbeiter machten sich sofort auf den Weg, um den armen Hund einzusammeln. Die mittlerweile völlig verängstigte Hündin war heilfroh, von freundlichen Menschen abgeholt und ins trockene gebracht zu werden.

Im Tierheim wurde die liebe und dankbare Hündin erst mal abgetrocknet und gefüttert. Was weiter aus ihr werden soll, ist ungewiss, da die zwangsgeräumten Mieter ihren Hund ja noch zurückverlangen können. Auch die Frage der Kostenübernahme wird in diesem Fall sicher einer langwierigen Klärung bedürfen.

Pressemeldung Tierschutzverein Rosenheim e.V.

Quelle: rosenheim24.de

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