Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Foto von toter Tochter

Facebook-Rückblick weckt grausame Erinnerung

München - Eigentlich soll der Facebook-Jahresrückblick Anlass sein, auf die schönen Dinge des Jahres zurückzublicken. Nicht aber Salz in Wunden streuen.

„Es war ein tolles Jahr. Danke, dass du ein Teil davon warst!“ Diesen Satz liest man derzeit oft Facebook. Viele Menschen zeigen anderen am Ende des Jahres, wie ihr 2014 aussah. Dazu hat das größte soziale Netzwerk der Welt für jeden User aus den Bildern, die er oder sie veröffentlicht hat, eine Fotostrecke erstellt. Der automatisierte persönliche Jahresrückblick ist aber anscheinend nicht ganz ohne Tücken - was der amerikanische Blogger Eric Meyer schmerzlich feststellen musste.

Mit den Worten "Eric, so sah dein Jahr aus!" erschien sein automatisch erstellter Jahresrückblick an seiner Pinnwand. Als Titelbild, umgeben von Zeichnungen tanzender und feiernder Menschen: Ein Bild von seiner kleinen Tochter. Die in diesem Jahr mit nur sechs Jahren gestorben ist.

"Grausame Erinnerung"

Meyer schreibt tief getroffen dazu in seinem Blog: "Ja, mein Jahr hat so ausgesehen. Traurig genug. Mein Jahr sah aus wie das Gesicht meines kleinen Mädchens, das jetzt fehlt. Es war trotzdem grausam, mich so daran zu erinnern." Er habe nicht nach Trauer gesucht an diesem Nachmittag, aber sie habe ihn trotzdem gefunden, so Meyer weiter. "Und das habe ich Programmierern zu verdanken. In diesem Fall sind es Programmierer von Facebook."

Facebook entschuldigt sich

Gepostet hat der trauernde Vater den Facebook-Jahresrückblick nach seiner Aussage nicht. Der unglückliche Fall ist mittlerweile anscheinend bis nach Sillicon Valley durchgedrungen, denn Jonathan Gheller, der den Jahresrückblick für Facebook vermarktet, hat sich persönlich zu Wort gemeldet: "Die Anwendung hat für viele Leute super funktioniert, in diesem Fall hat sie offensichtlich mehr Trauer als Freude verursacht", gesteht Gheller gegenüber der "Washington Post".

Trotz dieses Schlags ins Gesicht findet Meyer, der nicht nur schreibt, sondern auch als Webdesigner arbeitet, noch die Kraft, den Programmierern Tipps zu geben, wie sich solche Zwischenfälle zukünftig vermeiden lassen. Gheller zeigte sich dankbar für sein wertvolles Feedback.

vf

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

Kommentare