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Mehr Beschwerden über Internet-Kampagnen

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Verschiedene Werbekampagnen im Internet haben im ersten Halbjahr 2010 zu Beschwerden beim Werberat geführt.

Berlin - Immer mehr Verbraucher beschweren sich beim Werberat über Internet-Kampagnen. In der ersten Hälfte des Jahres gerieten 30 Web-Werbungen in den Fokus von Protesten. Kritisiert wurden   unter anderem Frauen diskrimininierende Inhalte.

Im Vorjahreszeitraum waren es lediglich neun Kampagnen, die zu Beschwerden führten, wie der Zentralverband der deutschen Werbewirtschaft (ZAW) am Donnerstag mitteilte. Die Kritik an Internet-Werbungen ist damit fast so hoch wie die an Außenwerbung mit 34 kritisierten Kampagnen und TV-Spots mit 31.

Insgesamt entschied der Werberat in den ersten sechs Monaten über 157 bemängelte Werbemaßnahmen, im Vorjahr waren es noch 147. In 49 Fällen schloss sich das Gremium der Bürgerkritik an. 32 Kampagnen wurden nach Beanstandungen durch den Werberat eingestellt und zwölf entsprechend der Kritik abgeändert. Nur in fünf Fällen musste der Werberat die Medien mit Hilfe einer öffentlichen Rüge auf mangelnde Einsicht werbender Firmen aufmerksam machen.

Im ersten Halbjahr dieses Jahres warf der Werberat zudem vier Unternehmen öffentlich Frauen diskriminierende Werbesujets vor und einer Firma Gewaltverherrlichung.

Der Deutsche Werberat wurde den Angaben zufolge vom Zentralverband der deutschen Werbewirtschaft (ZAW) 1972 gegründet, dem heute 41 Organisationen der werbenden Wirtschaft, der Medien, Agenturen Forschung und Berufsständen angehören.

dapd

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