Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Twitter will mehr Austausch zwischen den Nutzern ermöglichen

Bei Twitter kann man künftig auch in Gruppen vertraulich kommunizieren. Foto: Julian Stratenschulte
+
Bei Twitter kann man künftig auch in Gruppen vertraulich kommunizieren. Foto: Julian Stratenschulte

San Francisco (dpa) - Neues bei Twitter: Der Kurzmitteilungsdienst will, dass sich Nutzer besser auch im kleinen Kreis austauschen können. Außerdem wird es einfacher, bis zu 30 Sekunden lange Videos zu teilen. Damit wagt sich Twitter ins Terrain von Rivalen.

Twitter nimmt mit einer neuen Funktion den populären Kurzmitteilungsdienst WhatsApp ins Visier und setzt zudem stärker auf Videos. Künftig können nicht nur wie bisher zwei Nutzer unter einander vertraulich kommunizieren, sondern auch mehrere Personen in Gruppen, wie Twitter am Dienstag (27. Januar) mitteilte. Das ist ein Feld, das Twitter bisher Facebook oder Messaging-Diensten wie WhatsApp überließ.

«Wir haben festgestellt, dass man mit vielen Menschen nur über Twitter kommuniziert, dieser Kreis der Kontakte ist also einzigartig», sagte Produktmanager Jinen Kamdar der dpa. Jede Twitter-Nachricht könne der Ausgangspunkt für eine Konversation sein - und man wolle den Nutzern die Möglichkeit geben, sich auch in einem kleinen Rahmen auszutauschen, ohne die Plattform zu verlassen.

Das neue «Gruppen-Messaging» wurde zunächst für die offizielle Twitter-App für Smartphones freigeschaltet. Es versteckt sich hinter den drei Punkten, unter denen Twitter die seltener genutzten Funktionen zu einem Tweet unterbringt.

Als Anfangspunkt einer Konversation ist entsprechend immer eine Twitter-Nachricht vorgesehen. Man muss dafür aus dem Menü hinter den drei Punkten die Option «Per Direktnachricht teilen» auswählen. Dann öffnet sich eine Auswahlliste mit Personen, die einem bei Twitter folgen. Bis zu 20 Nutzer können in eine Gruppe aufgenommen werden. Sie müssen nicht miteinander bei Twitter vernetzt sein, um sich innerhalb der Konversation austauschen zu können.

Mit der zweiten großen Neuerung können Videos nun direkt über die Twitter-App erstellt und beim Kurznachrichtendienst hochgeladen werden. Bisher konnten über Twitter nur Links zu Videos auf anderen Plattformen verbreitet werden. Ziel sei, den Nutzern das Teilen von Videos zu erleichtern, sagte Kamdar. Es soll keine Werbe-Einspielungen vor Beginn der Videos wie etwa bei der Google-Plattform YouTube geben.

Auch Facebook bietet Nutzern und Werbekunden seit einiger Zeit die Möglichkeit, Videos direkt beim Online-Netzwerk hochzuladen. Bei Twitter können Firmen bereits seit vergangenem Frühjahr bis zu 10 Minuten lange Videos hochladen. Bei der neuen Funktion für Verbraucher ist die Länge der Clips auf 30 Sekunden begrenzt. Das habe man als optimales Format ausgemacht, sagte Kamdar. Zu Twitter gehört auch die App «Vine», über die man bis zu sechs Sekunden lange Videos teilen kann. Facebooks Plattform Instagram hat bei Videoclips eine Beschränkung von 15 Sekunden.

Twitter steht unter Druck der Börse, schneller zu wachsen - die Anleger zeigten sich immer wieder enttäuscht über das Plus be den Nutzerzahlen. Nach jüngsten Angaben hatte Twitter Ende September 284 Millionen Nutzer. Facebook kommt auf über 1,3 Milliarden und der inzwischen ebenfalls zum weltgrößten Online-Netzwerk gehörende Kurzmitteilungsdienst.

Twitter-Blogeintrag (eng.)

Kommentare