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US-Website verliert durch Preisfehler 1,6 Millionen Dollar

Screenshot von 6pm.com

New York. Wie verliert man 1,6 Millionen Dollar in sechs Stunden? Das Rezept der US-Website 6pm.com: Den Großteil des Sortiments versehentlich zu 49,95 Dollar verkaufen.

Die falschen Preise seien von Mitternacht bis 06.00 Uhr Westküsten-Ortszeit am Freitag ausgewiesen worden, berichtete der Online-Händler Zappos, zu dem 6pm.com gehört, am Wochenende. Man werde alle Bestellungen erfüllen.

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Zappos-Mitteilung zu Preisfehler

Derartige Preisfehler sind im Online-Handel keine Seltenheit und ein Unternehmen kann damit schnell viel Geld verlieren - die Schnäppchen sprechen sich schnell in Internet-Foren und Blogs herum. Ungewöhnlich ist dagegen, dass eine Website selbst so ausführlich darüber berichtet. Normalerweise versuchen die Händler, in solchen Fällen kein großes Aufsehen zu erregen.

Es kam immer wieder auch zu Prozessen, wenn Online-Händler sich unter Hinweis auf die Offensichtlichkeit eines Fehlers weigerten, die Waren zu dem genannten Preis auszuliefern. Erst recht ungewöhnlich ist, dass eine Firma die Höhe der Verluste nennt.

Die auffällig entspannte Reaktion von Zappos und Berichte von Internet-Nutzern, die in der fraglichen Zeit auch deutlich höhere Preise auf der Website beobachtet hätten, ließen in Internet-Blogs schnell den Verdacht aufkommen, dass es sich auch um eine Marketing-Kampagne handeln könnte, um 6pm.com bekannter zu machen.

Das Unternehmen räumte ein, dass entgegen ersten Angaben nicht das gesamte Sortiment zu 49,95 Dollar verkauft wurde, hielt aber ansonsten an seiner Darstellung fest.

Das Geschäftsmodell von 6pm.com ist, Markenartikel mit erheblichen Rabatten zu verkaufen. Zappos wurde im vergangenen Jahr vom weltgrößten Einzelhändler Amazon.com übernommen.

dpa  

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