Weil sie sich diskriminiert fühlen

Republikaner in Boston planen Hetero-Parade 

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Boston - Eine Gruppe junger Männer plant eine "Heterosexuelle Pride"-Parade, weil sie sich dirkriminiert fühlt.

Der Juni steht als sogenannter "Pride Month" (zu Deutsch: Stolz-Monat) weltweit im Zeichen der Gleichbereichtigung für Homosexuelle. In Deutschland feiert man diese vor allem am Christopher Street Day, und auch in vielen US-Städten werden im Laufe des Monats verschiedene Pride-Paraden veranstaltet, die diverse und individuelle Sexualitäten feiern. 

Das scheint dem ein oder anderen sauer aufzustoßen. In Boston scheint eine Gruppe junger Männer sich durch die für den 8. Juni geplante Veranstaltung angegriffen zu fühlen und sich zu fragen: "Warum nicht auch eine Hetero-Pride Party schmeißen?"

Genau das hat Mark Sahady, ein rechts-konservativer politischer Aktivist, jetzt vor. Auf Facebook verkündete er am 30. Mai: "Scheint, als würde die Hetero-Pride Realität werden. Wir haben eine Beschwerde wegen Diskriminierung eingereicht und scheinbar versteht die Stadt Boston, dass sie einen Rechtsstreit in dem Fall verlieren würde. Die Stadt arbeitet jetzt mit uns an der Parade." 

Genau wie bei der Gay-Pride-Parade, werden die Straßen auf der entsprechenden Strecke abgesperrt werden und es werden Umzugswägen durch die Stadt ziehen. Die Strecke wird ebenfalls die selbe sein wie bei der Gay-Pride, so Sahady.

Voraussichtlich ist das geplante Datum für die Veranstaltung der 31. August, doch genau steht das noch nicht fest. Abschließend schreibt Sahady: "Dies ist unsere Chance eine patriotische Parade in Boston zu haben, bei der wir heterosexuellen Stolz feiern." 

Mitorganisator der für August geplanten Veranstaltung, John Hugo, begründet die Hetero-Pride laut einem Bericht in der Washington Post wie folgt: "Wir fühlen uns als unterdrückte Mehrheit."

In den Kommentaren unter Sahadys Post hagelt es scharfe Kritik für den Aktivisten. Denn Gay-Pride-Paraden dienen seit jeher auch als Erinnerung daran, dass Homosexualität nach wie vor nicht als Norm anerkannt und oft mit Angst und Hass bedacht wird. Die Idee einer Hetero-Pride will also nicht ganz einleuchten.

Linda DeMarco, Präsidentin der Boston Pride, sieht das Ganze gelassen. "Wir wissen, dass unter den Tausenden, die jedes Jahr kommen und mit uns marschieren und feiern, viele heterosexuelle Verbündete sind. Wir freuen uns darauf, unsere heterosexuellen Freunde, Familien und Nachbarn bei der Boston Pride Parade und Festival am Samstag gemeinsam mit Mitgliedern der LGBTQ-Community zu sehen", so DeMarco

jv

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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