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Simulation an der Universität Leicester entwickelt

Düstere Prognose: Menschen wären bei Zombie-Epidemie chancenlos

Zombies aus der Serie „The Walking Dead“
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Zombies aus der Serie „The Walking Dead“

Ob als Verkleidung an Halloween oder in Film und Fernsehen: Zombies sind mit Vampiren unsere liebsten Gruselkreaturen. Momentan erlebt die Faszination für die Untoten durch die TV-Serie "The Walking Dead" wieder einen Hype.

Kein Wunder also, dass sich auch Wissenschaftler mit der Horror-Apokalypse beschäftigen - auch wenn natürlich nicht ganz ernst gemeint. Im "Journal of Physics Special Topics" veröffentlichten Studenten der University of Leicester nun, wie düster es für die Menschheit ausschauen würde, wenn ein Zombie-Virus Wirklichkeit wird. 

Das studentische Team simulierte den hypothetischen Ausbruch eines Zombie-Virus mithilfe des SIR-Modells (Susceptible Infected Recovered), mit dem man die Ausbreitung einer Krankheit in Bevölkerungsgruppen prognostizieren lässt.

Nach 100 Tagen sieht es düster aus

Die angehenden Physiker und Astronomen errechneten in ihrer Studie, dass in einer dichtbesiedelten Gegend schon ein infizierter Mensch ausreichen würde, um nach nur 20 Tagen eine Epidemie auszulösen. Dann würde es aber rasant gehen: Eine Pandemie, also eine kontinentübergreifende Ansteckungswelle, würde wenige Tage später wüten. 

Nach 100 Tagen würde es nur noch zwischen 181 bis 273 Überlebende geben, insbesondere auf abgelegenen Inseln. Rund 190 Millionen hungrige Untote würden sie jagen. Die anderen Zombies wären schon gestorben, haben sie doch nur eine Lebenserwartung von etwa 20 Tagen, bis sie verhungern. 

Natürliche Geburten und Sterbefälle wurden in der ersten Studie nicht mit einberechnet - aber auch nicht, dass die Menschheit selbst Zombies tötet um sich zu verteidigen.  

Anderes Modell für die USA

Auch an der Cornell University in Ithaca (US-Bundesstaat New York) wurde errechnet, wie schnell sich eine Zombie-Epidemie ausbreiten könnte. Die Wissenschaftler Alex Alemi, Matthew Bierbaum, Christopher Myers und James Sethna entwickelten hierfür einen Zombie-Simulator für die USA

Hier können die Nutzer selbst die Parameter festlegen und beobachten, wie schnell sich der Virus ausbreitet. Die "Biss-Rate" wurde als Standard auf 0,8 festgelegt, kann aber verändert werden. Auch diese Simulation beruht auf dem SIR-Modell. 

Interessant bei der USA-Simulation: In ländlichen Regionen kommen die Untoten langsamer voran und auch auch die nördliche Seite der Rocky Mountains würde lange ein sicheres Rückzugsgebiet bleiben.  

US-Militär ließ Verteidigungspläne entwerfen

Eine hypothetische Zombie-Apokalypse war auch schon Teil der Militärausbildung in den USA. Studenten einer Kommandoeinheit mussten 2009 und 2010 bei einer Übung mit dem Titel "Conplan 8888" einen Abwehrplan gegen Zombies entwerfen, um im strategischen Denken geschult zu werden. 

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