Bis 2015

Bayern setzt sich Vollbeschäftigung zum Ziel

+
Wirtschaftsminister Martin Zeil.

München - Als erstes Bundesland will Bayern Vollbeschäftigung erreichen. Bis zum Jahr 2015 soll dieses Ziel geschafft werden, kündigte Wirtschaftsminister Zeil gut ein Jahr vor der Landtagswahl an.

Bayern will bis 2015 als erstes Bundesland Vollbeschäftigung auf dem Arbeitsmarkt erreichen. Dieses Ziel kündigte der bayerische Wirtschaftsminister Martin Zeil (FDP) gut ein Jahr vor der Landtagswahl am Freitag in München an. Die Bundesagentur für Arbeit (BA) hält das dank der starken Wirtschaft für machbar. “Im Moment spricht der Erfolg und das Ergebnis für Sie“, sagte BA-Vorstandschef Frank-Jürgen Weise. Baden-Württemberg habe jedoch ebenfalls gute Chancen.

Als Vollbeschäftigung gilt eine Arbeitslosenquote von weniger als 3,0 Prozent. Im Juni lag die Arbeitslosenquote in Bayern bei 3,4 Prozent. Regional klafft die Schere nach Angaben der BA-Regionaldirektion aber weit auseinander von 1,1 Prozent im oberbayerischen Eichstätt bis 7,5 Prozent in Nürnberg.

Zeil kündigte an, sich in den schwächeren Regionen noch stärker für eine Ansiedelung von Unternehmen einzusetzen. “Kein Landstrich wird vergessen, keine Region wird aufgegeben oder abgeschrieben.“

Die Vereinigung der bayerischen Wirtschaft begrüßte die Ankündigungen. “Wir werden das mit aller Kraft unterstützen“, sagte Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt. Vollbeschäftigung im Freistaat sei ein realistisches Ziel: “Wenn nicht wir in Bayern, wer dann in Deutschland?“ Notwendig seien verlässliche Arbeitskosten, mehr Flexibilität der Arbeitgeber in den Beschäftigungsverhältnissen und der Kampf gegen den Fachkräftemangel mit gezielter Zuwanderung und einem höherer Beschäftigungsanteil von Frauen.

Zeil sagte: “Für mich ist Vollbeschäftigung das wichtigste und vornehmste Ziel meiner politischen Arbeit.“ Sie sei auch wichtig zum Schuldenabbau. “Ohne einen grundsoliden Arbeitsmarkt wird es schwierig, das Ziel der Schuldentilgung bis 2030 zu erreichen.“

dpa

Zurück zur Übersicht: Politik

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser