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Uni Bayreuth räumt Guttenberg Erklärungsfrist ein

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Ex-Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) kann sich bis zum 26. April zu den Ergebnissen der Untersuchungskommission der Uni Bayreuth äußern, die sich mit dem wissenschaftlichen Fehlverhalten in seiner Doktorarbeit befasst hat.

Bayreuth - In der Plagiatsaffäre um Ex-Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg hat die Universität Bayreuth dem CSU-Politiker eine Erklärungsfrist eingeräumt.

Guttenberg könne sich bis zum 26. April zu den Ergebnissen der Untersuchungskommission äußern, die sich mit dem wissenschaftlichen Fehlverhalten in seiner Doktorarbeit befasst hat, sagte Hochschulsprecher Frank Schmälzle am Dienstag.

Zugleich habe die Universität Guttenbergs Anwälte aufgefordert, ihre Vorbehalte gegen die Veröffentlichung der Ergebnisse der Kommission zur Selbstkontrolle der Wissenschaft zu überdenken. Die Wissenschaft insgesamt, die Öffentlichkeit und die Hochschule selbst hätten ein starkes Interesse daran, dass die Konsequenzen für die Einhaltung wissenschaftlicher Standards publiziert würden. Guttenbergs Anwälte wollen die Veröffentlichung des Berichts verhindern. Sie berufen sich dabei auf die Persönlichkeitsrechte des Ex-Ministers.

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Die Schweizer Journalistin Klara Obermüller hat unterdessen Guttenbergs Verhalten scharf kritisiert. In seiner mit Plagiaten gespickten Doktorarbeit habe Guttenberg unter anderem auch einen halben Leitartikel aus der “Neuen Züricher Zeitung“ über 86 Zeilen lang abgeschrieben, ohne die Quelle ein einziges Mal zu nennen. “Er hat ein sehr eigenartiges Krisenmanagement und macht einfach alles falsch“, sagte Obermüller der “Frankfurter Rundschau“ (Dienstag). Sein Versuch, die Veröffentlichung zu verhindern, rieche stark nach Sonderrecht.

dpa

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