High-Tech-Lokale

Coronavirus in Südkorea: Cafés und Bars setzen Roboter-Kellner ein - doch es gibt einen Haken

Coronavirus in Südkorea: Dank Roboter-Kellnern sinkt in vielen Cafés und Bars das Infektionsrisiko. Doch es gibt Nachteile.

  • In manchen Cafés und Bars in Südkorea servieren inzwischen Robotor die Getränke.
  • Gerade während der Coronavirus*-Pandemie ist dies wegen der geringeren Ansteckungsgefahr praktisch.
  • Doch die Maschinen haben einen gerade jetzt problematischen Nachteil.

Nicht nur, wenn es um den internationalen Vergleich zur Coronavirus-Pandemie* geht, ist Südkorea vielen Ländern einen Schritt voraus*. Auch beim Thema Technologien ist das Land sehr innovativ. Ein Beispiel dafür sind die High-Tech-Cafés und -Bars. Dort übernehmen Roboter den Job des Kellners. Sie bereiten die Getränke zu und servieren sie. 


Coronavirus in Südkorea: In diesen Cafés und Bars kann man ohne Ansteckungsgefahr Getränke bestellen


Ein Café in der Stadt Daejeon beispielsweise ist extra so gestaltet, dass die Roboter viel Platz haben, sich zu bewegen. Es gibt zwei Maschinen, die insgesamt 60 Getränke zubereiten können. Per Knopfdruck können die Gäste ihr Getränk bestellen. Pro Auftrag kann sich der Roboter sechs Getränke merken. Nachdem er Kaffee oder Tee zubereitet hat, bringt er die Tassen auf einem Wagen an den Tisch. 

"Unser System funktioniert von der Bestellung bis zum Servieren ohne menschliches Eingreifen. Und die Tische sind so platziert, dass sich die Roboter bequem bewegen können", sagte Lee Dong-Bae, Forschungsdirektor bei Vision Semicon, gegenüber der Tagesschau. Vision Semicon und ein staatliches Institut haben den Barista-Roboter gemeinsam entwickelt.

Coronavirus in Südkorea: Ganz ohne Menschen geht es nicht

Einen menschlichen Mitarbeiter braucht es aber doch in dem Café: Einen der backt, putzt und die Kaffeemaschine nachfüllt. Auch das Café Bot Bot Bot in Seoul, über das Reuters berichtete, kommt nicht ohne menschliche Kollegen aus."Da dieser Raum normalerweise mit Menschen gefüllt ist, neigen die Kunden dazu, sehr ängstlich zu sein", sagt Barkeeper Choi Won-woo. "Ich denke, sie fühlen sich sicherer, wenn der Roboter das Eis herstellt und serviert, als wenn wir es selbst tun würden." Neben Servieren und Eiswürfel produzieren wie etwa für Getränke wie Whiskey on the Rocks kann der Roboter auch Cocktails schütteln.

Coronavirus in Südkorea: Der Barista-Kellner hat auch Nachteile

Abgesehen davon, dass der Roboter-Kellner vielen jungen Menschen, die ohnehin unter den wirtschaftlichen Folgen der Coronakrise leiden, den Job wegnehmen könnte, gibt es noch einen weiteren Haken. Der Roboter kann nicht als Aufsichtsperson fungieren, wie es ein Kellner kann. Besonders jetzt in der Corona-Pandemie zeigt sich das Problem: etwa, wenn die Gäste den Mindestabstand* nicht einhalten und ihre vom Roboter gebrachten Getränke zu fünft oder sechst an kleinen Tischen trinken. 

Die christlichen Kirchen sind ein Risiko für die Eindämmung des Coronavirus. Viele leugnen die Corona-Pandemie.

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Rubriklistenbild: © picture alliance/-/YNA/dpa

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