Staatsschutz ermittelt

Drastischer Fall: Mann zündelt an Wohnung eines ausländischen Nachbarn - und zückt Machete

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Eine Machete (Symbolbild).

Ein unglaublicher Angriff in einem Dresdner Mehrfamilienhaus beschäftigt den Staatsschutz - ein Mann ging mit Feuer und Machete auf die Tür seines Nachbarn los.

Dresden - In Dresden hat sich am Donnerstag ein drastischer Übergriff ereignet - offenbar mit ausländerfeindlichem und möglicherweise rechtsextremistischem Hintergrund. In der Sache ermittelt nun der Staatsschutz.

Wie die Polizei am Freitag mitteilte, hatte ein 35 Jahre alter Mann versucht, im Stadtteil Mickten die Wohnungstür eines libyschen Nachbarn anzünden und ging in der Folge mit einer Machete auf die Tür und schließlich auch auf herbeigerufene Polizeibeamten los.

Dresden: Mann schmiert Hakenkreuze, zündelt, brüllt ausländerfeindliche Parolen - und zieht Machete 

Ersten Ermittlungen zufolge beschmierte der Mann zunächst die Wohnungstür mit Hakenkreuzen und machte sich dann mit einer Sprayflasche und einem Feuerzeug daran zu schaffen. Als diese sich nicht in Brand setzen ließ, schlug er mit einer Machete zu und schrie fremdenfeindliche Parolen - laut einem Bericht der Bild unter anderem die Worte „Ausländer raus“. Zudem habe der Angreifer Pyrotechnik im Hausflur des Mehrfamilienhauses gezündet.

Als die Polizei eintraf, bedrohte der 35-Jährige auch die Beamten. Diese konnten ihn schließlich unter Einsatz von Pfefferspray überwältigen. Der Mann sei festgenommen worden und befinde sich aktuell in einem Dresdner Fachkrankenhaus, hieß es.

Dresden: Angriff auf libyschen Nachbarn - Staatsschutz ermittelt

Aufklären soll den Fall nun der Staatsschutz der Kripo Dresden. Ermittelt wird wegen Bedrohung, versuchter Brandstiftung, Sachbeschädigung und der Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen.

Sie wurden gerufen, um bei einem medizinischen Notfall zu helfen. Statt Rettungsassistenten kamen in Freising am Ende jedoch Sprengstoffexperten zum Einsatz - in der Wohnung einer offenbar Rechtsradikalen wurde ein Waffenarsenal gefunden, berichtet Merkur.de*.

Vergangenes Jahr hatte in Sachsen ein anderer Fall für Aufsehen gesorgt: Ein Wikipedia-Eintrag über Fremdenfeindlichkeit in dem Bundesland war gelöscht worden - offenbar von einer IP-Adresse aus der sächsischen Verwaltung.

fn

*Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes

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