Erste Luftangriffe in Libyen auf Gaddafis Truppen

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Ein brennendes Kampfflugzeug über Bengasi am Freitag. Rebellen wollen das Flugzeug abgeschossen haben

Paris - Frankreich hat einen ersten Luftangriff auf Libyen geflogen. Die französische Luftwaffe habe ein Fahrzeug aus der Luft beschossen und komplett zerstört.

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Das teilte der Generalstab der Armee am Samstag in Paris mit. Es habe sich eindeutig um ein Fahrzeug der regierungstreuen Einheiten von Machthaber Muammar al-Gaddafi gehandelt, hieß es. Damit hat die französische Armee erstmals von der UN-Resolution 1973 Gebrauch gemacht, die den Einsatz aller nötigen Mittel erlaubt, um das libysche Volk zu schützen.

Bei Luftangriffen französischer Kampfjets auf Ziele in Libyen sind am Samstag nach arabischen Medienberichten auch vier Panzer der libyschen Regierungstruppen getroffen worden. Die Panzer seien am Rande der Aufständischen-Hochburg Bengasi im Osten des Landes bombardiert worden, berichtete der arabischen Fernsehsender Al-Dschasira unter Berufung auf Quellen in der Stadt. Über Opfer wurde zunächst nichts bekannt. Die Truppen des Machthabers Muammar al-Gaddafi hatten Bengasi am Samstag mit Panzern, Artillerie und Bodentruppen angegriffen.

Nach französischen Flugzeugen haben am Samstagabend auch Kampfjets der britischen Luftwaffe in die Militäraktion in Libyen eingegriffen. Das bestätigte Großbritanniens Premierminister David Cameron. Die Militäraktion sei “notwendig, legal und richtig“, sagte der Regierungschef. Desweiteren haben Streitkräfte der USA Raketen auf Stellungen der libyschen Flugabwehr abgeschossen. Das teilte das Pentagon am Samstag mit.

dpa

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