Euro-Finanzminister beraten über Griechenland

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Eurogruppenchef Jean-Claude Juncker hat die Finanzminister der Währungsunion nach Brüssel bestellt.

Brüssel - Die Euro-Finanzminister wollen am Donnerstag über die Griechenland-Rettung beraten. Angeblich soll das neue Hilfsprogramm einen Umfang von mindestens 130 Milliarden Euro haben.

Nach tagelangem Nervenkrieg kommt Bewegung in die Griechenland-Rettung: Eurogruppenchef Jean-Claude Juncker bestellte am Mittwoch die Finanzminister der Währungsunion für Donnerstagabend nach Brüssel. Dabei könnte in einem ersten Schritt das grüne Licht für einen Schuldenerlass der privaten Banken und Fonds gegeben werden. Das ist eine der Bedingungen für ein zweites Rettungspaket, mit dem die Hellenen vor der im März drohenden Pleite bewahrt werden sollen.

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Die Verhandlungen über den Schuldenverzicht des Privatsektors waren am Dienstagabend in Athen abgeschlossen worden. Die vom Internationalen Bankenverband (IIF) vertretenen Institute sind bereit, auf mehr als 70 Prozent ihrer Griechenland-Papiere zu verzichten, die erwarteten Zinsen mit eingerechnet. Die Vereinbarung sieht vor, dass sie den Hellenen für die Restschuld von rund 100 Milliarden Euro neue Kredite mit einer Laufzeit von 30 Jahren und niedrigen Zinsen geben. Die solventen Euroländer sind bereit, die neuen Anleihen mit 30 Milliarden Euro abzusichern.

Nach den Verhandlungen über den Schuldenerlass ringt die Regierungskoalition in Athen weiter mit den internationalen Geldgebern über weitere Spar- und Reformmaßnahmen. Bundeskanzlerin Angela Merkel hat mehrfach klargemacht, dass das vorbereitete zweite Hilfspaket von 100 Milliarden Euro nur aufgelegt wird, wenn die Griechen die Konsolidierungsbedingungen auch erfüllen.

ap

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