CSU gegen nachträgliche Studiengebühren

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Illustration zum Thema Studeingebühren. Die CSU hat sich im Gegensatz zur FDP gegen nachträgliche Studiengebühren ausgesprochen.

München - Die CSU hat sich im Gegensatz zur FDP gegen nachträgliche Studiengebühren ausgesprochen.

“Das Grundproblem dabei wäre, dass die Studenten für Dinge zahlen, von denen sie selbst nichts haben“, sagte der CSU-Hochschulexperte Bernd Sibler am Montag. Die bisherige Form der Beiträge sei sozial ausgewogen - gut ein Drittel der bayerischen Studenten sei davon befreit. Sibler reagierte damit auf Überlegungen in der FDP: Für den Koalitionspartner soll Wissenschaftsminister Wolfgang Heubisch prüfen, ob die Gebühren nicht nach dem Abschluss des Studiums erhoben werden könnten. Damit soll eine übermäßige finanzielle Belastung der Studenten vermieden werden.

Auch in der CSU-Vorstandssitzung waren die Studiengebühren Thema. Anlass war der Krach, der vergangene Woche in CSU und FDP ausgebrochen war. Der Grund: Die Hochschulen hatten Ende des vergangenen Jahres 100 Millionen Euro Gebühreneinnahmen auf Bankkonten eingezahlt. Heubisch soll im Auftrag Seehofers herausfinden, wofür das Geld ausgegeben wird. “Ich will das jetzt wissen“, sagte der CSU-Chef. “Und was nicht gut ist, muss beseitigt werden - an Mängeln.“

Eine eventuelle Abschaffung der Studiengebühren ist in der CSU jedoch erst einmal vom Tisch. “Ich habe nicht gesagt, die Studiengebühren müssen beseitigt werden“, sagte Seehofer dazu. In der Vorstandssitzung habe die Vorsitzende des CSU-Studentenverbands RCDS ein “flammendes Plädoyer“ gegen die Abschaffung der Studiengebühren gehalten, wie ein Teilnehmer der Sitzung berichtete.

dpa

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