Nach Tod von George Floyd

Für Fototermin: Trump sorgt mit brutalem Einsatz gegen Demonstranten für Empörung - und spricht knallharte Drohung aus

Donald Trump gießt mit seinem Einsatz gegen Demonstranten nun erneut Öl ins Feuer. Er kündigt knallharte Konsequenzen an. 

  • Die Lage in den USA bleibt noch immer angespannt. 
  • Nach dem Tod von George Floyd gießt Donald Trump nun weiter Öl ins Feuer. 
  • Der US-Präsident droht nun mit weitreichenden Konsequenzen. 

Washington/USA - Nach dem gewaltsamen Tod von George Floyd bleibt die Lage in den USA auch in der Nacht auf Dienstag weiter angespannt. Präsident Donald Trump gießt nun erneut mit seinem Verhalten Öl ins Feuer. 


Angesichts der erneuten Gewaltausbrüche drohte Trump nun mit hartem Vorgehen gegen die Randalierer und dem Einsatz der Armee. In einer Rede am Montag bezeichnete Trump die Ausschreitungen als „Akte von inländischem Terror“. Sollten Städte und Bundesstaaten nicht die nötigen Maßnahmen ergreifen, werde er Soldaten entsenden und damit das „Problem schnell für sie lösen“. 

Nachdem Trump bei dem Termin zur Öffentlichkeit gesprochen hatte, ließ sich der US-Präsident mit einer Bibel in der Hand vor einer Kirche fotografieren. Um Trump den Weg freizuräumen, waren die Sicherheitskräfte mit Tränengas gegen erneut nahe von Trumps Amtssitz versammelte Demonstranten vorgegangen. 


Von dem Auftreten des Präsidenten zeigt sich der designierte Präsidentschaftskandidat der oppositionellen Demokraten, Joe Biden, empört. Über Twitter erklärt Biden: „Er benutzt das amerikanische Militär gegen das amerikanische Volk“. Besonders entrüstet zeigt sich Biden über den Polizeieinsatz, für den Kirchenbesuch Trumps.

„Für einen Fototermin“, habe der Präsident Tränengas und Gummigeschosse auf Demonstranten feuern lassen, verdeutlicht Biden. Für die Hauptstadt kündigte Trump den Einsatz von „tausenden schwer bewaffneten“ Soldaten und Polizisten an. Die Gewaltausbrüche bei den Protesten in Washington nannte Trump währenddessen eine „totale Schande“. Sich selbst bezeichnete der US-Präsident jedoch als „Präsidenten von Recht und Ordnung“.

Die immer wieder in Gewalt ausufernden Proteste waren durch den Tod des Afroamerikaners George Floyd bei einem brutalen Polizeieinsatz in Minneapolis im Bundesstaat Minnesota entfacht worden. Es handelt sich um die größten Unruhen in den USA seit den Ausschreitungen 1968 nach der Ermordung der schwarzen Bürgerrechtsikone Martin Luther King.

Trump sagte in seiner kurzfristig anberaumten Ansprache im Rosengarten des Weißen Hauses, die Bürger seien "zu Recht abgestoßen und aufgebracht" über den Tod Floyds. Seine Regierung wolle dafür sorgen, dass in dem Fall "Gerechtigkeit" walte. Doch könne nicht zugelassen werden, dass der berechtigte friedliche Protest von einem "wütenden Mob" überschattet werde.

Rubriklistenbild: © ERIC BARADAT / AFP

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