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Immer mehr Aufgaben

GEW-Studie attestiert Lehrern überlange Arbeitszeiten

Gewerkschafter protestieren mit Plakaten am Rande einer Pressekonferenz der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW). Foto: Julian Stratenschulte
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Gewerkschafter protestieren mit Plakaten am Rande einer Pressekonferenz der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW). Foto: Julian Stratenschulte

Hannover (dpa) - Lehrer in Deutschland arbeiten nach einer Studie im Auftrag der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) im Schnitt länger als vergleichbare Beschäftigte im öffentlichen Dienst.

Seit 20 Jahren seien Lehrern ständig neue Aufgaben aufgesattelt worden und die Zahl der Pflichtstunden sei teils noch erhöht worden, sagte die GEW-Bundesvorsitzende Marlis Tepe bei der Vorstellung der Studie am Montag in Hannover. Die Gesundheit der Lehrer sei dadurch gefährdet, dringend nötig sei eine spürbare Entlastung. Für Lehrer an Grundschulen, Gesamtschulen und Gymnasien hatte die GEW 20 Studien zur Arbeitszeit aus den vergangenen 60 Jahren auswerten lassen.

Nach der Untersuchung arbeiten Lehrer pro Woche eine Stunde und 40 Minuten länger als andere öffentliche Angestellte, wobei die Schulferienzeiten schon berücksichtigt wurden. Der Göttinger Sozialwissenschaftler Frank Mußmann, der die Untersuchung leitete, sieht Lehrkräfte aufgrund zu hoher Arbeitszeitvorgaben gegenüber vergleichbaren Beschäftigten im öffentlichen Dienst im Schnitt schlechter gestellt.

«Die Arbeitszeitverkürzungen der letzten Jahrzehnte kamen nur verspätet und nicht vollständig an.» Außerdem fehlten Erholungsmöglichkeiten in den Schulpausen, die Sieben-Tage-Woche sei in der Schulzeit quasi obligatorisch und die Auflösung von Arbeitszeitgrenzen fast die Regel.

GEW-PM mit Link zur Studie im Volltext

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