Rundumschlag

Greta Thunberg nach Australien-Bränden mit Knallhart-Ansage - „Es muss aufhören, dass ...“   

Umweltaktivistin Greta Thunberg.
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Umweltaktivistin Greta Thunberg.

In wenigen Tagen will Greta Thunberg zum Weltwirtschaftsforum auch in der Schweiz sein - was sie von den Entscheidungsträgern fordert, ist schon jetzt klar.

  • Greta Thunberg hat einen Gast-Kommentar für den britischen Guardian verfasst.
  • In dem Zeitungsbeitrag fordert die Klima-Aktivistin den Stopp der Förderung fossiler Brennstoffe
  • In einem Instagram-Post nimmt sie zugleich Bezug auf die Waldbrände in Australien.

Stockholm - Für Greta Thunberg* dürften die verheerenden Buschbrände in Australien nur eine Bestätigung mehr ihrer Ansichten über den Klimawandel sein. Für einen aktuellen Instagram-Post wählt sie ein Foto, das die Katastrophe für Mensch und Tier zeigt und schreibt dazu: „Wir haben den Klima-Notfall. In diesem Jahrzehnt wird jeder Tag zählen.“ 

Australien-Brände: Greta Thunberg reicht es jetzt endgültig

Sie fordert die Entscheidungsträger in Politik und Wirtschaft dazu auf, die Förderung fossiler Brennstoffe zu stoppen - und weist auf den Link zu einem Guardian-Artikel hin, den sie mit 20 Mitstreitern anlässlich des Weltwirtschaftsforums (WEF) in Davos in der Schweiz verfasst hat. Das Treffen findet vom 21. bis 24. Januar statt. Greta Thunberg will davor an einer Demo in Lausanne teilnehmen.


„Wir wollen nicht sehen, dass bis 2050, 2030 oder gar 2021 etwa passiert, wir wollen, dass jetzt etwas passiert - und zwar wirklich jetzt“, so Greta Thunberg mit gehörigem Feuer im Ausdruck. 

Greta Thunberg emotional wegen Australien-Waldbränden:  „Stattdessen sollten sie ihr Geld...“

In dem Guardian-Artikel schreibt Gast-Autorin Thunberg: „Seit dem Pariser Klimaschutzabkommen 2015, haben 33 große globale Banken zusammen etwa 1,5 Billionen Euro in fossile Brennstoffe investiert, der NGO ‚Rainforest Action‘ zufolge (...) Das muss aufhören.“  

Sie fährt fort: „Die Finanzwelt hat dem Planeten, den Menschen und allen Lebewesen gegenüber eine Verantwortung. Tatsächlich sollte es im Interesse jeder Firma und jedes Geschäftsinteressenten sein, sicherzustellen, dass der Planet, auf dem wir leben, gedeiht. Aber die Geschichte hat nicht gezeigt, dass die Geschäftswelt willens ist, ihre Verantwortung zu tragen.“ Deshalb bleibe der Jugend nichts anderes übrig, als sich dieser Aufgabe anzunehmen. 

Umfrage: Ist „Klimahysterie“ das richtige „Unwort des Jahres“ 2019?

Greta Thunberg postet alarmierendes Foto - Australien-Feuer

„Wir fordern die Führungskräfte in der Welt auf, nicht mehr weiter in fossile Brennstoffe zu investieren, die der Kern der Krise dieses Planeten sind. Stattdessen sollten sie ihr Geld in existierende nachhaltige Technologien, Forschung und die Wiederherstellung der Natur stecken. Kurzfristiger Profit sollte nicht die langfristige Stabilität des Lebens ausstechen.“ 

Anschließend fasst Greta Thunberg* den Artikel zusammen: „Wir verlangen, dass Führungskräfte ihre Rolle darin übernehmen, ein Ende dieses Wahnsinns zu schaffen.“ Das klingt ähnlich emotional wie ihre vielbeachtete Rede auf dem UN-Klimagipfel in New York.

Auch das WEF selbst hat auf Twitter auf Thunbergs Text hingewiesen:

Seit Monaten wüten in Australien verheerende Brände*. Die Zahl der toten Tiere hat die Milliarden-Grenze überschritten. Die Lage spitzt sich immer weiter zu.

Notiz am Rande: Die Wahl zum Unwort des Jahres 2019 dürfte Klimaaktivistin Greta Thunberg besonders freuen.

Greta Thunbergs kleine Schwester will jetzt auch Karriere machen. Dabei verfolgt sie aber ganz andere Ziele als die Klimaaktivistin.

Video: Wer ist Greta Thunberg?

frs

Während die Buschbrände in Australien weiter wüten, hat die Regierung des australischen Bundesstaates Victoria einen grausamen Rat an die Rettungskräfte: Sie sollten Baby-Koalas töten. So dramatisch sind die Auswirkungen der Buschbrände, dass die Koalas in ihrer Art bald gefährdet sein könnten. Aber nicht nur das: Durch einen Fehler bringen schlecht informierte Helfer Koalas nun zusätzlich in tödliche Gefahr.

In Russland gab es unmittelbar nach der Putin-Rede ein politisches Beben. Ministerpräsident Medwedew ist zurückgetreten. 

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