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Habeck meldet sich zu Wort

Grünen-Urgestein Ströbele ist tot

Hans-Christian Ströbele ist tot. Der langjährige Bundestagsabgeordnete kämpfte gegen eine Krebserkrankung.

Berlin - Der Grünen-Politiker Hans-Christian Ströbele ist tot. Er starb am Montag im Alter von 83 Jahren, wie sein Rechtsanwalt mitteilte. Bis 2017 saß Ströbele im Bundestag, in den vergangenen Jahren kämpfte er gegen eine Krebserkrankung.

Der frühere RAF-Anwalt Ströbele, dessen Markenzeichen ein roter Schal, leuchtend weiße Haare und sein Fahrrad waren, war 2002 als erster Grüner per Direktmandat im Berliner Wahlkreis Friedrichshain-Kreuzberg in den Bundestag gewählt worden und ging damit in die Parteigeschichte ein. Ströbele hatte die Grünen mitgegründet und saß 21 Jahre lang im Bundestag. „Ein Politiker, der vielen Menschen imponiert hat. Mir auch“, würdigte Parteichef Robert Habeck bei einer Pressekonferenz mit Kanzler Scholz und Finanzchef Lindner. „Wegen seinem unverrüttlichen Einsatz für Bürgerrechte und soziale Politik.“

Hans-Christian-Ströbele: Grünen-Urgestein stirbt mit 83 Jahren

1978 zählte Ströbele zu den Gründungsmitgliedern der Alternativen Liste für Demokratie und Umweltschutz, aus der der Berliner Landesverband der Grünen hervorging. Zuvor war er einige Jahre lang Mitglied der SPD. Die Sozialdemokraten schlossen Ströbele aus der Partei aus, weil er in einem Brief die Terroristen der RAF als „liebe Genossen“ bezeichnet hatte. Ströbele war Anwalt von RAF-Mitgliedern.

Er war auch an der Gründung der taz beteiligt. Die Berliner Tageszeitung würdigte Ströbele in einem Nachruf als „integer bis in die Haarspitzen“. Ferner heißt es: „Christian hatte zwei Leben – die ineinander übergingen. Das erste war das Leben des Rechtsanwalts Ströbele, sein zweites das des Politikers.“ Er hatte ab 1998 fünf Legislaturperioden lang durchgehend für die Berliner Grünen im Bundestag gesessen, bevor er 2017 nicht erneut antrat.

Ein Gesicht seiner Partei: Grünen-Politiker Hans-Christian Ströbele.

Linken-Urgestein Ströbele: Eine Symbolfigur des linken Flügels

Der Sohn eines Chemikers aus Halle an der Saale war eine Symbolfigur vor allem des linken Flügels der Grünen und scheute Auseinandersetzungen auch mit den eigenen Parteifreunden nie – etwa mit dem früheren Außenminister und Vizekanzler Joschka Fischer.

So war Ströbele gegen die deutsche Beteiligung am Kosovo-Krieg, den Afghanistan-Einsatz der Bundeswehr und die Hartz-IV-Reformen. Im Parlament stimmte er immer wieder gegen die Linie seiner Fraktion. In den letzten Jahren im Bundestag hatte Ströbele sich unter anderem intensiv dem Thema Geheimdienste gewidmet und mit einem Besuch bei US-Whistleblower Edward Snowden in Moskau Schlagzeilen gemacht. Bei den Grünen stieg Ströbele bis zum Bundessprecher auf. (as/dpa)

Rubriklistenbild: © Kay Nietfeld/dpa

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