Grüne wollen Gleichstellung der "Homo-Ehe"

Berlin - Zehn Jahre nach Einführung der eingetragenen Lebenspartnerschaft für Homosexuelle fordern die Grünen eine vollständige Gleichstellung mit der Ehe. Mit dem Papstbesuch habe das nichts zu tun.

"Angesichts des gesellschaftlichen Wandels und der damit verbundenen Änderung des Eheverständnisses gibt es keine haltbaren Gründe, homo- und heterosexuelle Paare unterschiedlich zu behandeln“, heißt es in einem Gesetzentwurf der Grünen-Fraktion, über den der Bundestag am Mittwochabend in erster Lesung debattieren wollte.

Fraktionsgeschäftsführer Volker Beck wies am Mittwoch Vorwürfe zurück, dass die Grünen eine Plenardebatte über das Thema absichtlich am Tag vor der Papstrede im Bundestag durchgesetzt hätten. Der Antrag sei schon vor Monaten eingebracht worden, sagte Beck.

Dass homosexuellen Paaren die Ehe bis heute verwehrt bleibe, sei eine Diskriminierung aufgrund der sexuellen Identität, heißt es in dem Gesetzentwurf. Gleichgeschlechtliche Paare seien in einer Reihe von Rechtsbereichen noch immer gegenüber der Ehe benachteiligt - vor allem beim Steuer- und Adoptionsrecht.

dpa

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